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La Salute Pinot Grigio "Sior Sante"

Für sie - Cantina La Salute
Vor gut einem Jahrzehnt war er in aller Munde, und insbesondere die Damenwelt schrie förmlich nach Pinot Grigio, was dazu führte, dass zum Teil obskure Qualitäten für Heiterkeit bei Kaffeekränzchen sorgten. Inzwischen ist der Hype um den italienischen Vetter des Grauburgunders Vergangenheit, und wir möchten daran erinnern, dass die Rebsorte bei seriösen Winzern beachtenswerte Weine hervorbringt.
Zum Beispiel bei der Cantina La Salute.

Die kleine Kooperative in Ponte di Piave verarbeitet die Trauben von 24 qualitätsvernarrten Winzern, und der Pinot Grigio "Sior Sante" der Genossenschafts-Önologen sorgt stets für dicke Ausrufezeichen in unseren Verkostungskladden. Er ist angenehm leicht und zeigt mit seinen Aromen von reifen Äpfeln und exotischen Früchten, den nussigen Noten im Wechselspiel mit der feinen Säure dennoch Substanz.
Ein schöner Wein fürs Damenkränzchen unterm Sonnenschirm, aber auch fürs Tête-à-Tête unterm Sternenzelt.

La Salute - Pinot Grigio "Sior Sante" 2017, Marca Trevigiana IGT (Art.Nr. 71993)


 
Weingut Heiner Sauer - Opus Nostrum 2017

Unser Werk ...
... und Heiner Sauers Beitrag (also die Hauptarbeit) möchten wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten.
Als wir das letzte Mal mit dem Bio-Winzer aus Böchingen in der Pfalz im Keller saßen, tüftelten wir an einer exklusiven Cuvée aus Sauvignon und Riesling, abgerundet durch Johanniter, Grauburgunder und Chardonnay.
Etliche Proben mit ein bisschen weniger hiervon und etwas mehr davon benetzten unsere Gaumen, bis uns die ausgewogene weiche Frucht von Pfirsich, Zitrone, Apfel und Stachelbeere und die beeindruckende Struktur sagte:
Das ist es!

Weingut Heiner Sauer - Opus Nostrum 2017, Pfalz QbA (Art.Nr. 42284)


 
Barbera d'Asti Sanbastiàn

Ohne Worte - Azienda Agricola Dacapo
Als Dino Riccomagno uns besuchte, brachte er kaum einen Ton heraus. Der arme Mann hatte sich auf einer Verkaufstour durchs nasskalte Deutschland eine saftige Erkältung eingefangen. Aber was tut man nicht alles für den wahren, authentischen Barbera.
Den hatte er vor Augen, als er vor einigen Jahren zusammen mit seinem Freund Paolo Dania in Agliano Terme das Weingut Dacapo gründete. Gemeinsam wollten die ausgewiesenen Weinbauspezialisten einen Barbera schaffen, der über all das verfügt, was ihn von den vielen sirupartigen Modeweinen unterscheidet: Eleganz, Frucht, Körper und Eigenständigkeit. Der klassische Rotwein des nördlichen Piemont hat hierzulande immer etwas im Schatten seiner berühmten Nachbarn Barolo und Barbaresco gestanden, und Dino war gekommen, um das zu ändern.
Allein, es fehlten ihm die Worte.
Wir haben dann auch nicht lange drum herum geredet und lieber gleich verkostet. Dann waren auch wir sprachlos. Viel mehr als "klasse" und "lecker" brachten wir zunächst nicht heraus und erst nach und nach fiel uns der ganze verbale Zierrat ein, der so einem Wein zukommt. Aber verschonen wir Sie damit, probieren Sie lieber gleich selbst. Mal sehen, was Sie sagen.

Dacapo - Barbera d'Asti DOC Sanbastiàn 2015 (Art.Nr. 70797)


 
Salentino Primitivo

Cicerone Parva Culpa
Unsere Wahl zum Weingut des Jahres 2017: Le Vigne di Sammarco - Apulien

Mundwinkellifting - Familie Rizello
Immer, wenn uns bei einer Verkostung ein Lächeln übers Gesicht huschte, war die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um einen Wein der Geschwister Rizello aus Apulien handelte. Und da wir einige Weine ihres Guts Le Vigne di Sammarco probiert haben, hatten wir ein äußerst vergnügliches Jahr 2017. Doch beim puren Spaß ist es nicht geblieben. Wir kamen nicht umhin, gleich vier ihrer wunderbaren Rotweine in unser Sortiment aufzunehmen. Und auch in unseren Aktionen sorgten Sammarco-Exemplare wie zuletzt der Fiano Pecten und Malvasia Nera Megale Hellas regelmäßig für Aufsehen. Schlicht: Die Weine der Geschwister Rizello sind für uns die Entdeckung des letzten Jahres.

Den Anfang machte ihr Primitivo di Manduria, der mit seiner dichten Frucht von reifen Kirschen und Pflaumen sowie feinen Kakao- und Vanillenoten bleibenden Eindruck hinterließ.

Es folgte der Salice Salentino aus 80% Negroamaro und 20% Malvasia Nera, der nicht weniger samtig daher kommt und mit seiner frischen Frucht von roten Beeren und moderatem Alkoholgehalt auch für warme Tage eine Empfehlung darstellt.

Die uralte autochtone Rebsorte Nero di Troia, die der Legende nach von den Griechen aus Troja an die Küste Apuilens gebracht wurde und bei den damaligen Winzern als äußerst kapriziös galt, haben die Rizellos ebenfalls im Griff. Herausgekommen ist mit ihrem Parva Culpa ein Rotwein, der schon die Nase mit Noten von Veilchen und Sternanis gefangen nimmt. Den Gaumen hüllt er in dunkle Beerenfrucht und samtweiche Tannine.

Last but not least sorgt ihr Cicerone Primitivo di Manduria für einen hohen Spaßfaktor. Mit seinen intensiven Aromen von Kirschen und Feigen, seiner delikaten Restsüße und geschmeidigen Tanninen vertreibt er jeden Gram.

Wir sagen: Danke fürs Vergnügen, liebe Familie Rizello! Gerne noch mehr davon...

Im Sortiment:

Sammarco Primitivo di Manduria DOP 2016 (Art.Nr. 74949)
Sammarco Salice Salentino DOP 2014 (Art.Nr. 74917)
Parva Culpa Nero di Troia IGP 2014 (Art.Nr. 74915)
Cicerone Primitivo di Manduria DOP 2016 (Art.Nr. 74957)

Aktuelle Aktions-Weine:

Pecten Fiano Salento IGP 2016 (Art.Nr. 74935)
Megale Hellas Malvasia Nera Salento IGP 2014 (Art.Nr. 74936)


 
Château Leret Monpezat Grand Vin Seigneur - Cahors

Jackpot - Château Leret Monpezat
Nehmen Sie einen Karton vom Cahors Grand Vin Seigneur von Georges Vigouroux und Sie haben sechs Richtige vom Lot. Château Leret Monpezat liegt in einer der zahllosen Flussschleifen des Lot und ist eine der ersten Adressen in Sachen Cahors, des berühmten "schwarzen" Weins aus dem südlichen Zentralmassiv. Aus 90 Prozent Malbec und zehn Prozent Merlot hat Monsieur Vigouroux hier einen wuchtigen Roten mit tiefdunkler Farbe und kraftvollem Körper geschaffen.

Der neue 2014er-Jahrgang zeigt sich noch etwas verschlossen - hat er aber erst etwas Luft geschnuppert, offenbart er auch schon jetzt seine verschwenderischen Aromen von dunklen Beeren und deutet zugleich ein interessantes Entwicklungspotenzial für die nächsten Jahre an.
Ein Volltreffer zu festtäglichen Wildgerichten, würzigen Käsen und dicken Büchern.

Château Leret Monpezat Grand Vin Seigneur 2014, Cahors AC (Art.Nr. 12813)

 
"Le Prieuré" - Fût de Chêne 2015

Zu Höherem berufen - Château de Vaugelas
Hinter dem Namen Domaines Bonfils verbergen sich mehrere eigenständige Weingüter im Languedoc, deren Weine eine sympathische Familienähnlichkeit aufweisen: ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.
Dieser angenehme Charakterzug kommt nicht von ungefähr. Sie segeln alle unter der Flagge der Familie Bonfils. Olivier Bonfils, der gegenwärtige Patriarch im Haus, achtet genau darauf, dass kein Familienmitglied aus der Art schlägt. Aus der Reihe tanzen die Weine der Bonfils', die in der sechsten Generation Winzer sind, auch in einem anderen Sinne nicht. Es sind keine modischen Allerweltsweine, sondern typische Gewächse ihrer Herkunft, die etwas über ihr Terroir und das Können ihres Erzeugers verraten.

Seit dem Jahr 2000 ist auch das Château de Vaugelas Eigentum der Familie Bonfils. Geführt wird es vom renommierten Önologen Christian Mignard. Und die Handschrift des bekennenden Languedoc-Patrioten ist in seinem roten "Le Prieuré" - Fût de Chêne aus 35% Grenache, 35% Syrah und 30% Carignan deutlich erkennbar.
Kraft, Schmelz und Finesse verbindet er zu einem Corbières, der weit entfernt ist vom kernig rustikalen Standard. Zur kristallklaren Frucht von roten Beeren gesellen sich Kirschen in Alkohol und die Aromen des Holzes, Schokolade, Vanille...
Genau das Richtige, wenn sich der Gaumen gelegentlich zu Höherem berufen fühlt.

Château de Vaugelas "Le Prieuré" - Fût de Chêne 2015, Corbières AC (Art.Nr. 52108)

 
Cuvée Tendresse Anjou

Balsam - Domaine de la Petite Croix
Zärtlichkeiten mag jeder. Sie schmecken süß, helfen bei Stress und Einsamkeit, sind einfach Balsam für die Seele.
Insofern passt der Name für Alain Denechère und François Geffards weißen Anjou wie Hand auf Haut.

Ihre Cuvée Tendresse aus 100 Prozent Chenin liebkost das Gemüt mit einer spürbaren Restsüße, die im Wechselspiel mit der angenehmen Säure genau das richtige Maß findet. Aromen von weißen Pfirsichen und Pampelmusen kitzeln die Nase, und die Frucht von reifen Birnen streichelt den Gaumen.

Probieren Sie ihn einfach mal, es muss ja nicht immer Schokolade sein.

Cuvée Tendresse Blanc 2016, Anjou AC (Art.Nr. 30755)

 
Cà del Sette Appassionante

Sensationell - Cà del Sette Appassionante
Eigentlich hatten wir diesen außergewöhnlichen Roten für das kommende Weihnachtsgeschäft geplant. Aber bei diesem Angebot von Cà del Sette für ihren 2015er Appassionante haben wir nicht länger gezögert.

Die Spätlese von vollreifen Trauben aus Cabernet Sauvignon und Merlot riss uns auch nach einer sechsstündigen Verkostung zu Jubelstürmen hin. Die ausufernde Aromenvielfalt aus Zimt und Kakao, dunklen reifen Früchten und schwarzen Süßkirschen entspringt extrem langen Maischestandzeiten, die diesem Rotwein aus dem Veneto die ganz großen Weihen mitgeben.
Eine großartige Gelegenheit, Spitzenwein für kleines Geld zu erwerben.

Cà del Sette Appassionante Rosso Veneto IGT 2015 (Art.Nr. 71912)

 
Soave Bardolino
Corte St. Egidio Soave und Bardolino Chiaretto

Auch ich in Balkonien - Azienda Agricola Giarola
Goethe musste noch ziemlich beschwerlich mit Postkutschen von Weimar an den Gardasee reisen, um endlich sagen zu können: Auch ich in Arkadien. Sie hingegen können mit Michele Giarolas Soave und Bardolino Chiaretto jeden Balkon und jede Terrasse in das Land Ihrer Sehnsucht verwandeln.

Der cremige Weiße aus 100 Prozent Garganega weckt mit seiner frischen exotischen Frucht und den feinen Zitrusnoten Erinnerungen an die liebliche Landschaft des Veneto. Und der Rosé rührt mit seinem Duft von Rosen und Veilchen und der zarten Frucht von roten Beeren die Seele wie ein warmer Wind.

Corte St. Egidio Soave DOC 2016 (Art.Nr. 71914)
Corte St. Egidio Bardolino Chiaretto DOC rosé 2016 (Art.Nr. 71915)


 
La Croisade Réserve Chardonnay

Chardo ... yeah, yeah, yeah! - Cave de Cruzy
Zu diesem Chardonnay sagt keiner nee. Mit seiner dichten Frucht von reifem hellem Kernobst, seinen Aromen von Karamell und Vanille und den feinen Würznoten im langen Finale bietet der weiße La Croisade Réserve viel Trinkvergnügen fürs Geld. Die Winzergenossen der Cave de Cruzy wissen eben, wie's geht.

Die Kooperative gehört zu den ersten Anlaufstellen im Languedoc, wenn man blitzsaubere Landweine mit einem herausragenden Preis/Qualitätsverhältnis sucht. Einige ihrer Weine - allen voran der rote La Croisade Cabernet-Syrah - gehören seit Jahren zu unseren unangefochtenen Publikumslieblingen. Ihr Chardonnay wird sich da sicher einreihen.

La Croisade Réserve Chardonnay 2016, Pays d'Oc IGP (Art.Nr. 52129)

 
Sommer-Rotwein - "Le Cadet" Vaucluse IGP

Ruhige Kugel - Domaine Font Sarade
Wenn Sie im Sommer gerne mal eine ruhige Kugel (Boule) schieben, könnte das Ihr Wein sein. Der kraftvolle rote Vaucluse IGP der vielfach prämierten Domaine Font Sarade zeigt durchaus Charakter und eine gewisse Familienähnlichkeit zu den hoch gelobten Crus des Guts, macht mit seiner mundfüllenden Frucht von roten Beeren aber einfach nur Spaß, statt den Weinverstand zu fordern.

Leicht gekühlt gibt die Cuvée aus Grenache, Syrah und Merlot Ihnen und Ihren Freunden die Ruhe und die Kraft, die Kugeln rollen zu lassen oder einfach nur die Würstchen auf dem Grill zu drehen.

Domaine Font Sarade "Le Cadet" Vaucluse IGP 2016 (Art.Nr. 21989)

 


Lorenz Weißburgunder und Chardonnay

Naheliegend - Weingut Lorenz
Man muss kein ausgesprochener Fan dieser Rebsorte sein, um am Weißburgunder trocken vom Weingut Lorenz Gefallen zu finden. Seine cremige Textur, schmeichelnde Frucht und feine Mineralität nehmen im Zusammenspiel mit der moderaten und gut eingebundenen Säure jeden für sich ein.

Ist doch naheliegend, dass so ein sympathischer Weißwein nur von einer ebenso liebenswerten Familie stammen kann. Und tatsächlich liegt das Weingut, auf dem Vater und Sohn in vorabendserienverdächtiger Harmonie ihrer Leidenschaft für den Wein flüssige Gestalt geben, in Bad Kreuznach an der Nahe.

Zu 40 Prozent im älteren Stückfass, zu 10 Prozent im Barrique und zu 50 Prozent im Edelstahltank lässt die Familie ihren Chardonnay gedeihen. Der geschmeidige Weiße dankt es mit einer leichten Restsüße, die von einer delikaten Vanillenote unterstrichen wird. Der Nase imponiert der 2016er Jahrgang neben Vanillearomen mit einer frischen Stachelbeernote, im Mund kombiniert die lebendige Säure wunderbar mit dem Barrique-Schmelz und erfreut den Gaumen mit frischer Zitrus- und Apfelfrucht. Ein weiteres flüssiges Abbild der Lorenzschen Sympathie.

Weingut Lorenz Weisser Burgunder trocken 2016, Nahe QbA (Art.Nr. 42171)
Weingut Lorenz Chardonnay 2016, Nahe QbA (Art.Nr. 42172)


 
Renaudie Sauvignon

Bärig gelungen - Domaine de la Renaudie
Als Weinkenner wissen Sie natürlich, dass Sauvignon nicht die holländische Übersetzung von "Sauf ihn jung!" ist, sonst würde man man's ja auch Sauvinjong schreiben. Andererseits sollten Sie den Rat beim Sauvignon de Touraine von Bruno und Patricia Denis nicht gleich von der Hand weisen.

Der Wein ist jetzt so gut, dass wir uns am liebsten rein gesetzt hätten: klassische Sauvignon-Frucht, schöner Körper und gerade das richtige Maß an Säure. Dafür würden wir manchen Sancerre stehen lassen. Reingesetzt haben wir uns natürlich nicht, auch wenn er nur halb so viel kostet wie ein Sancerre, aber im Vorbeigehen immer mal wieder probiert. Die Begeisterung wollte einfach nicht nachlassen.

Für Sauvignon-Fans ist Bruno definitiv kein Schadbär (Sie erinnern sich vielleicht) - und auch die Jury beim Concours Mondial du Sauvignon, der kürzlich auf der ProWein-Messe abgehalten wurde, kam nicht am weißen Touraine der Domaine de la Renaudie vorbei.
Der frische 2016er-Jahrgang erhielt nicht weniger als die Goldmedaille.

Domaine de la Renaudie Sauvignon 2016, Touraine AC (Art.Nr. 30754)

 
Schmitt Drei Reben Rosé

Rockiger Dreiklang - Weingut Egon Schmitt
Die Kombination klingt erstmal gewagt, aber beim Rosé "Drei Reben" vom Weingut Schmitt rocken Blaufränkisch, Sankt Laurent und Dornfelder richtig ab. Der ungemein süffige Rosé reizt mit seiner erfrischenden Säure, den intensiven Aromen von frischen Himbeeren, Kirschen und reifen Nektarinen, abgerundet durch die herzhafte Würze des Dornfelders, nicht nur die Mädels zum ungehemmten Abzappeln. Er dürfte selbst bei reiferen Jungs die Füße wippen lassen.

Weingut Egon Schmitt Drei Reben Rosé 2016, Pfalz QbA (Art.Nr. 42153)

 
La Bastide d'Aussou Cabernet Sauvignon

Großes Kino - Domaine Sainte Lucie d'Aussou
Die Freunde warmer, vollmundiger Rotweine wissen es: Jean-Paul Serres ist kein großer alter Mann des französischen Kinos, sondern ein begnadeter Winzer aus dem Corbières. Sein ganzes Arbeitsleben lang hat Jean-Paul Serres als Wirtschaftsjurist die Schäfchen von Banken und Versicherungen ins Trockene gebracht. Doch dann hatte der Wirtschaftsjurist die Nase voll davon und wollte es auf seine alten Tage noch mal mit ehrlicher Arbeit versuchen. Davon gibt's auf seiner Domaine Sainte Lucie d'Aussou genug. Und was vom Weingut im Bereich der Appellation Corbières-Boutenac kommt, ist wiederum ganz großes Kino.

Für die Freunde kraftvoller, würziger Rotweine (wie uns :-) gehört Jean-Paul Serres' Domaine Sainte Lucie d'Aussou sicher zu den bedeutendsten Entdeckungen der letzten Jahre. Seine heißblütigen Rotweine aus den traditionellen Rebsorten des Corbières haben es auf die Karten der französischen Spitzengastronomie geschafft, und auch in unserem Sortiment sind sie in den nun sechs Jahren unserer Zusammenarbeit zu festen Größen geworden.

Den Cabernet Sauvignon la Bastide d'Aussou produziert Jean-Paul auf einer kleinen Parzelle im Boutenac sogar exklusiv für uns. Offiziell ein Landwein, doch nur die besten Jahrgänge der für Corbières-Verhältnisse eher "exotischen" Rebsorte finden den Weg in die Flasche. So wie der 2015er Jahrgang, der einmal mehr Beleg für die ganze Leidenschaft des Winzers ist. Ein Wein, der die typischen Aromen der Rebsorte in einer Intensität präsentiert, wie wir sie lange nicht erlebt haben. Eine expressive Frucht von roten und schwarzen Beeren und eine dichte, harmonische Struktur machen diesen Wein zu einem kleinen Meisterwerk - und definitiv zu unserem Wein des Monats.

La Bastide d'Aussou Cabernet Sauvignon 2015, Pays d'Oc IGP (Art.Nr. 52102)

 
Portugieser Riesling

Hellseher Scheinwerfer
Unser Weingut des Jahres 2016: Gut von Beiden in Kleinfischlingen

Zwei Freunde - ein Weingut
Orthographisch ist der Name für das Weingut von Philipp Müller (links) und Jochen Laqué immer noch "gewagt". Wir haben früher schon darauf hingewiesen, dass der Gotha ein Geschlecht derer von Beiden nicht kennt, denn "beide" wird laut Duden in all seinen Beugungsformen immer kleingeschrieben. Aber auch mäkelige Germanisten müssen zugeben, dass tatsächlich gut ist, was von beiden kommt. Den beiden Freunden gehört das Gut von Beiden in Kleinfischlingen in der Pfalz. Und ihre Weine haben im letzten Jahr auch zahlreiche Freunde in unserer Kundschaft gefunden.

Ihr Gutsriesling in der Literflasche ist mit seiner klaren, frischen Frucht und seinem animierenden Spiel von Süße und Säure ein herrlicher Zechwein und Essensbegleiter. Ebenso ihr Portugieser Weißherbst im gleichen Gebinde - mit blitzsauberer Frucht von Kirschen, Erd- und Himbeeren und reichlich Saft am Gaumen macht er einfach nur Spaß.

Wer es lieber etwas kräftiger mag, liegt mit dem Grauburgunder der beiden richtig, der intensive Aromen von reifer Quitte und Birnenkompott entfaltet und am Gaumen mit großer Komplexität besticht, die durch den leicht rauchigen Abgang unterstrichen wird.

Dass Müller und Laqué nicht "nur" reinsortig können, zeigt ihre Cuvée Hellseher. Die gelungene Komposition aus Kerner, Riesling und Müller-Thurgau gefällt mit einem fruchtigen Bouquet von grünem Apfel, Orangenschalen und Pfirsich. Die leichte Fruchtsüße am Gaumen und die erfrischende gärungseigene Kohlensäure bereiten ein Trinkvergnügen auf höchster Ebene.

Last but not least hat noch eine rote Cuvée der beiden für ordentlich Aufsehen in unseren Aktionen gesorgt. Ihr Roter aus St. Laurent, Cabernet Dorsa und Spätburgunder kündigt mit seinem tiefdunklen Auftreten im Glas schon an, was auf den Gaumen zukommt: ein mächtiger Rotwein mit viel Saft und Kraft, intensiven Aromen von schwarzen Beeren, Zimt und Pfeffer und samtweichen Tanninen. Allein sein Name "Scheinwerfer" scheint uns wieder etwas zu gewollt.

Doch letztlich bleibt uns nur eines zu sagen:

Gut ihr beiden, weiter so!

Riesling Trocken 2016 Liter, Pfalz QbA (Art.Nr. 42150)
Portugieser Weißherbst 2015 Rosé Liter, Pfalz QbA (Art.Nr. 42056)
Grauburgunder Trocken 2016, Pfalz QbA (Art.Nr. 42151)
Cuvée Hellseher 2015, Pfalz QbA (Art.Nr. 42057)
Cuvée Scheinwerfer 2015, Pfalz QbA (Art.Nr. 42144)


 
Les Galuches Chinon

Herzensangelegenheit - Wilfrid Rousse
In der 2015er-Ausgabe des Guide Hachette haben die Juroren Wilfrid Rousses Chinon "Les Galuches" mit ihrem Label "Coup de Coeur" versehen. Aber auch in unserer Verkostung war es Liebe auf den ersten Blick. Wer ein Faible für kraftvolle und dennoch leichtfüßige Rotweine hat, muss die Cuvée aus 100 Prozent Cabernet Franc einfach in sein Herz schließen.

Am Gaumen präsentiert sich der Rote von der Loire druckvoll, mit seiner pikanten sortentypischen Frucht aber auch wunderbar rund und geschmeidig. Bio-Winzer Rousse beschreibt ihn als "vin de plaisir", und dem können wir uns nur anschließen. Er macht nicht nur Spaß, sondern auch Lust auf den nächsten Schluck.

Wilfrid Rousse, Les Galuches Chinon AC 2014 (Art.Nr. 30726)
 
Les Courtines Rouge

Namensforschung - Caves de Cruzy
Vorhang auf für einen wunderbar samtigen Roten der Winzergenossenschaft von Cruzy. Die kräftige und zugleich elegante Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon nimmt mit ihrer üppigen Frucht von Cassis und Pflaumen, ergänzt durch Noten von grünem Pfeffer sowie etwas Vanille und Toffee sofort jeden für sich ein. Rätsel gibt nur ihr Name auf.
Militär- und Architekturhistoriker wissen natürlich gleich, dass es sich bei Les Courtines um die Verbindungsmauern zwischen zwei Wehrtürmen oder Bastionen handelt. Aber was in aller Welt haben die mit diesem Wein zu tun. Die Winzergenossen gaben uns eine ebenso einfache wie verblüffende Erklärung: Wir haben halt einen Namen gebraucht.

Les Courtines Rouge 2015, Pays d'Oc IGP (Art.Nr. 52066)
 
Borgo Scopeto Chianti Classico

Edelschnäppchen - Borgo Scopeto
Elisabetta Gnudi-Angelini liebt offenbar das Risiko - und hat Erfolg damit. Vor 15 Jahren nahm sie ihr nicht eben kleines Vermögen in die Hand und steckte es in ein heruntergekommenes Weingut in Castelnuovo Berardenga, im Südosten der DOCG Chianti Classico. Die Tenuta Borgo Scopeto verfügte zu dem Zeitpunkt zwar über 67 Hektar exzellenter Weinbergslagen in prominenter Nachbarschaft, der Rest aber glich eher einer Ruine, als einem gut geführten Weingut. Doch Signora Gnudi-Angelini hatte sich in den Kopf gesetzt, Borgo Scopeto in die erste Liga der Chianti-Classico-Weingüter zu führen.

Weil die gewiefte Unternehmerin mehr vom Geld- als vom Weinmachen verstand, stellte sie dazu Nuccio Turone und Vittorio Fiore ein. Dem Weingutsmanager und dem Önologen gab sie eine nagelneue State-of-the-Art-Kelleranlage und die Maßgabe an die Hand, einen Top-Chianti-Classico zu machen. Inzwischen trägt das Investment Früchte - zumindest für die Chianti-Liebhaber. Die Weine von Borgo Scopeto haben zwar inzwischen das Niveau der bekannten Spitzenbetriebe erreicht, aber noch nicht ihre Preise.

Der Kurs für die Riserva aus der Spitzenlage Vigna Misciano ist zwar nicht ganz alltagstauglich, dafür bekommen Sie aber auch ein echtes Edelschnäppchen. Die Cuvée aus 90 Prozent Sangiovese, fünf Prozent Merlot und ebensoviel Colorino betört mit einem Bukett von Waldbeeren, Mandeln, Kaffee und Gewürzen. Am Gaumen zeigt sich der Wein kraftvoll mit viel Substanz, schönen, schon gereiften Tanninen und einem wunderbar weichen Abgang.

Borgo Scopeto Chianti Classico Riserva DOCG 2011 (Art.Nr. 72224)
 
Gin Citrum

Hitzeschild - Distilleries de Provence
Auf Hitzestau an heißen Sommertagen haben wir die passende Antwort gefunden: Die Kreativ-Köpfe der Distilleries de Provence haben mit ihrem Gin Citrum eine Mixtur kreiert, die delikate Abkühlung verspricht.
Durch die Mazeration und Destillation von Wacholderbeeren und anschließender Zugabe von Zitronenschalen, Zitronendestillaten, Zucker, Limettenextrakt, Extrakt aus roten Beeren und Kardamomdestillaten, haben die Destillateure diesen schmackhaften Hitzeschild gezaubert.

Hellgrün im Glas verströmt der Gin einen anregenden Duft von Wachholder, Blumen und Limetten. Den Gaumen belebt er mit pikanten Wachholdernoten, zu denen sich erfrischende Zitrus- und Gewürzaromen gesellen, die noch lange anhalten.
Serviert auf Crushed Ice mit doppelter Menge an Tonic Water und einigen Limettenscheiben ist der Gin Citrum unser Tipp für den Restsommer. Da er seit unserer ersten Vorstellung im Juni schon viele Freunde gewonnen hat, haben wir den Hitzeschild aus der Provence nun auch fest in unser Sortiment übernommen. Und um ihn noch schmackhafter zu machen, als er ohnehin schon ist, setzen wir im letzten Sommermonat mit der Sonderkondition 11+1 noch einmal eiskalt einen drauf!

Distilleries de Provence, Gin Citrum 40% vol., 700 ml (Art.Nr. 90906)
 
Château Tour de Mirambeau - Entre Deux Mers

Revolutionär - Vignobles Despagne
Revolutionär, Lichtgestalt, Leithammel - ganz gleich welches dieser Etiketten Sie Jean-Louis Despagne anheften, es passt. Er gehört zu den paar Winzern, die in den siebziger Jahren den Weinbau im östlichen Bordelais aus dem Jammertal geführt haben. Seit mehr als zwei Jahrhunderten ist Chateau Tour de Mirambeau im Besitz der Familie Despagne, aber erst der studierte Önologe Jean-Louis hat es zu dem gemacht, was es heute ist. Das Gut liegt nicht weit südlich von St.-Emilion auf der anderen Seite der Dordogne - und wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass wir es vor gut drei Jahrzehnten für den deutschen Markt entdeckt haben.

Was wir damals im Keller von Monsieur Despagne verkostet haben, stach aus der Masse heraus wie ein Sonnenstrahl aus trübem Novemberhimmel. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Zwar haben die Winzer im Entre Deux Mers inzwischen auf breiter Front nachgezogen, aber wenn in einer Blindverkostung von Bordeaux-Weinen einer herausragt, dann ist es kein großes Risiko darauf zu wetten, dass es einer von Jean-Louis Despagne ist. Wenn wir heute bei Bordeaux Blanc oder Entre Deux Mers an frische Weißweine mit expressiver Frucht denken, dann ist das nicht zuletzt sein Verdienst.

Der Tour de Mirambeau Entre-Deux-Mers aus Sauvignon, Sémillon und Muscadelle stammt von über 30 Jahre alten Rebstöcken, die ihre Wurzeln tief in Ton-Kalkboden eingegraben haben und damit für eine hervorragende Traubenqualität bürgen. Das Ergebnis ist ein exzellenter Weißwein mit intensivem floralen Bouquet, Noten von Zitrus- und Passionsfrucht und einem wunderbaren Süße-Säure-Spiel. Ein schöner Aperitif und exzellenter Begleiter zu Fisch und leichter Küche.

Château Tour de Mirambeau Entre Deux Mers AC 2015 (Art.Nr. 12192)
 
Vinho Verde "Anjos de Portugal"

Prozentrechnen - Quinta da Lixa
5 Prozent sind nötig zum Überspringen der Hürde, 11,3 Prozent müssen der Kraft als Antrieb reichen und 9,5 Prozent sorgen für einen leichten Wein in lauen Sommernächten. So wenig Alkohol hat der wunderbar spritzige Vinho Verde "Anjos de Portugal" der Quinta da Lixa, dafür aber umso mehr frische Frucht. Frische Noten von Apfel und Grapefruit strömen in die Nase, am Gaumen zeigt sich der Vinho Verde belebend fruchtig und süffig mit einer leichten Kräuternote. Das perfekt ausbalancierte Spiel von Süße und Säure macht diesen Weißen zum idealen Sommerwein. Und bei dem Preis kann sich germanisches Finanzgebaren durchaus mit romanischer Lebensfreude versöhnen.

Quinta da Lixa, Vinho Verde Anjos de Portugal 2015 (Art.Nr. 41025)
 
Weingut Stefan Müller

Gewohnte Qualität in neuem Kleid - das Riesling Tandem mit neuem Etikett!
In rekordverdächtiger Zeit hat sich das Riesling Tandem ganz nach vorne und damit ins Bewusstsein vieler Weißweinliebhaber geradelt. Das Weingut erst 2013 von seinem Vater übernommen, hat Stefan Müller zusammen mit Freundin und Sommelière Johanna Lapinski einen Wein entwickelt, der die Typizität eines Saar-Rieslings widerspiegelt. In der Nase zeigt er eine komlpexe Aromatik und feine Mineralstruktur, Pfirsich, grüne Apfelringe und junge Banane dominieren. Am Gaumen ist er herrlich saftig, mit Aromen von Zitrusfrüchten, junger Banane sowie klarer, feiner Säurestruktur und Mineralität im Nachhall. Ein Wein, der nicht nur in der warmen Jahreszeit Lust auf mehr macht.

Weingut Stefan Müller, Riesling "Tandem" 2015, Mosel-Saar-Ruwer QbA (Art.Nr. 42099)
 
Duberny Chardonnay Viognier

Bio-Katalysator - Château Regismont
Das romantische Château Regismont könnte auch den Rahmen für eine spritzige Liebeskomödie geben, aber Bernard Paillet setzt seine Pointen lieber beim Wein. Im Duberny "Monts du Roi" verwickelt er Chardonnay und Viognier in eine gefühlvolle Liaison mit einigen Überraschungen. Während er in der Nase mit dem Duft von hellen Blüten geradezu elfenhaft daherkommt, präsentiert sich der Weiße aus biologischem Anbau am Gaumen ausgesprochen rund und weich, buhlen feine Frucht und dezente Honignoten um Ihre Gunst. Der ideale Reaktionsbeschleuniger für zarte Annäherungsversuche im Wonnemonat.

Duberny "Monts du Roi" Chardonnay Viognier 2015, Coteaux d'Ensérune IGP (Art.Nr. 52060)
 
Lorenz Weißburgunder

Naheliegend - Weingut Lorenz
Man muss kein ausgesprochener Fan dieser Rebsorte sein, um am Weißburgunder trocken vom Weingut Lorenz Gefallen zu finden. Seine cremige Textur, schmeichelnde Frucht und feine Mineralität nehmen im Zusammenspiel mit der moderaten und gut eingebundenen Säure jeden für sich ein.
Ist doch naheliegend, dass so ein sympathischer Weißwein nur von einer ebenso liebenswerten Familie stammen kann. Und tatsächlich liegt das Weingut, auf dem Vater und Sohn in vorabendserienverdächtiger Harmonie ihrer Leidenschaft für den Wein flüssige Gestalt geben, in Bad Kreuznach an der Nahe. Was zu beweisen war.

Weingut Lorenz, Weisser Burgunder trocken 2015, Nahe QbA (Art.Nr. 42074)
 
Müller Rivaner

Exklusives Vergnügen - Weingut Walter Müller
"Es sind immer wieder diese beiden Fässer, aus denen unser bester Rivaner kommt", erzählte uns Stefan Müller bei unserem Besuch nicht ohne Stolz. Und nach der Verkostung konnten wir ihm nur zustimmen.
Die Proben aus den besagten beiden Fuderfässern entpuppten sich als ein ungemein saftiger und süffiger Weißwein, der mit seiner pikanten Frucht einfach nur Lust auf den nächsten Schluck macht. Mit nur 11,5 Prozent Alkohol darf er das auch. Dank bester Beziehungen zu dem ehrgeizigen Jungwinzer konnten wir beide Fässer für Sie an Land ziehen, und jetzt warten 2400 Flaschen exklusiven Weinvergnügens auf Sie.

Weingut Walter Müller Rivaner 2015, Mosel QbA (Art.Nr. 42069)
 
Réserve des Gardians

Außergewöhnlich - Domaine d'Eole
Seit vielen Jahren produziert die Domaine d'Eole Cuvées in drei verschiedenen Qualitäten, die unter den Namen Cuvée Lea (die Topcuvée der Domaine), Cuvée Traditon und Reserve des Gardians angeboten werden. Beim Jahrgang 2013 allerdings überlegte Matthias Wimmer, die gesamte Ernte der roten Beeren zu einer einzigen Cuvée zu vinifizieren. Nach sorgfältiger Auswahl der besten Trauben bleibt ein Ertrag von 35 Hektoliter pro Hektar und damit 40% weniger als vom Jahrgang 2012.
Das Resultat sind 13000 Flaschen eines außergewöhnlichen Réserve des Gardians. Durch den Anteil der Trauben, die sonst für den Topwein Cuvée Lea und Tradition verwendet werden, präsentiert sich der Gardians 2013 sonnig und saftig, gleichzeitig kräftig und elegant, mit einer Nase von schwarzen Früchten und einen vollem Mund mit süßen Gewürzen im Abgang.

Domaine d'Eole Réserve des Gardians 2013, Coteaux d'Aix en Provence AOC (Art.Nr. 21879)
 
Merlot Refosco

Chardonnay Pinot Grigio
Unser Weingut des Jahres 2015: La Salute in Ponte de Piave

Gesundheitskellerei - Cantina la Salute

Für kleine Winzer, die einfach nur guten Wein machen wollen, hängen die Trauben schon ziemlich hoch. Gärtanks aus Edelstahl, Kühlanlagen, moderne Pressen - und was man sonst noch so braucht, wenn man seinen Trauben das letzte Quäntchen Geschmack entlocken will - verschlingen eine Menge Geld. Und auch das nötige Know-how in Gestalt hochqualifizierter Önologen kostet mehr, als ein paar Hektar Rebland abwerfen. Einziger Ausweg ist da oft der alte Grundsatz "Einigkeit macht stark" - oder gesund. Denn als elf Winzer aus der Umgebung von Ponte di Piave zu eben diesem Zweck eine Genossenschaftskellerei gründeten, gaben sie ihr den Namen "La Salute" (= Gesundheit). Eine weitsichtige Entscheidung, denn heute steht die Kellerei als kerngesundes Unternehmen da, das inzwischen die Trauben von 24 Mitgliedswinzern auf höchstem Niveau verarbeitet.

Trauben, die hier im östlichsten Zipfel des Veneto schon den Einfluss des Nachbarn Friaul spüren lassen. Die Refosco dal Peduncolo Rosso wird sonst nur im Friaul und dem benachbarten Istrien kultiviert. Bei den Gesundheitswinzern bringt sie einen beeindruckenden Roten mit üppigen Aromen von schwarzen und roten Beeren vor einer deutlichen Zimtnote hervor. Dank seiner kräftigen Struktur ist er auch ein hervorragender Essensbegleiter.

Der Merlot der Kooperative steht dem in nichts nach. Eine Nase, in die sich auch ein römischer Imperator verliebt hätte, mit Aromen von kleinen Brombeeren, Lakritz, Kakao, Gewürzen und Vanille. Ein muskelbepackter Körper, der sich in süße Frucht und seidige Tannine hüllt. Und nicht zuletzt ein Abgang, der einer ägyptischen Herrscherin würdig wäre.

Auch die Weißen der Genossenschaft sorgen regelmäßig für dicke Ausrufezeichen in den Verkostungskladden. Wie der Pinot Grigio. Er ist angenehm leicht und zeigt mit seinen Aromen von reifen Äpfeln und exotischen Früchten, den nussigen Noten im Wechselspiel mit der feinen Säure dennoch Substanz. Ein schöner Wein fürs Damenkränzchen unterm Sonnenschirm, aber auch fürs Tête-à-Tête unterm Sternenzelt.

Mit Ihrer Krankenkasse können Sie die Weine der Cantina la Salute nicht abrechnen. Wenn Sie sich aber eine wirklich lohnende Igel-Leistung gönnen wollen, dann empfehlen wir Ihnen den Chardonnay "Costella" der Kooperative in Ponte de Piave. Es ist ein herrlich feingliedriger Weißwein mit einem berückenden Bukett von weißen Blüten und exotischen Früchten. Am Gaumen zeigt er sich sehr ausgewogen mit seinem Wechselspiel von delikaten Fruchtnoten und feiner Mineralität. Er passt perfekt zu fast allen Antipasti, aber auch zu Pasta mit Sahnesaucen und natürlich zu einem Abend mit netten Leuten, denen Sie einfach "Salute!" wünschen möchten.

La Salute Magni Vitis Refosco "Bidoia" 2014, Marca Trevigiana IGT (71856)

La Salute Merlot Riserva "Gentium" 2011, Merlot Veneto IGT (71870)

La Salute Pinot Grigio "Sior Sante" 2014, Marca Trevigiana IGT (71834)

La Salute Chardonnay "Costella" 2014, Marca Trevigiana IGT (Art. 71829)
 


Champagne Guerlet-Deguerne

Champagne Guerlet-Deguerne
Der Britische Geheimdienst mag sich ja in unserem Privatleben bestens auskennen, von Champagner aber hat er keine Ahnung. Zumindest sein prominentester Vertreter, Mr. Bond, kennt nur die üblichen Verdächtigen aus den großen Champagner-Häusern. Oder haben Sie von ihm schon mal den Namen Guerlet-Deguerne gehört. Zugegeben, wir sind auch erst durch den Tipp eines französischen Kollegen darauf gekommen. Dann aber hat der Champagne Brut Sélection 1er Cru des alteingesessenen Familienbetriebs in Chaméry in unserer Verkostung einige der großen Namen um Längen geschlagen. Wunderbar cremig kitzelt er den Gaumen mit seinem feinen Mousseux und reizt die Sinne mit Aromen von Honigmelone und Äpfeln. Dabei wartet die klassische Cuvée aus Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay mit einer beeindruckenden Länge auf. Wir hatten jedenfalls einen Höllenspaß bei der Verkostung und sagen es hier auch nur hinter vorgehaltener Hand weiter. Treten Sie es also bitte nicht in Ihren sozialen Netzwerken breit, sonst fischen ihn bald die Angelsachsen ab.

Guerlet-Deguerne Champagne Brut Sélection 1er Cru (Art. 21730)
 


Château Labadie Médoc

Vollblutwinzer - Jérôme Bibey
Immer, wenn wir mit Jérôme Bibey telefonieren, sitzt er auf dem Trecker und sein knorriger Südwest-Akzent wird untermalt vom Tok-tok-tok des Diesels. Er ist Vollblutwinzer, hat nichts vom großspurigen Gehabe mancher Nachbarn von den großen Châteaus im Médoc, und schon bei unserem ersten Kontakt stimmte nicht nur der Wein sondern auch die "Chemie". Seit 1932 genießt das Familienweingut Château Labadie (benannt nach einem ehemals benachbarten Kloster) in Bégadan - wie sein berühmter Nachbar La Tour de By - den Status eines Cru Bourgeois. Die neue Klassifizierung von 2003 hat das noch einmal bestätigt. Im Jahr 1988 haben Vater Yves und Mutter Adelaide der örtlichen Kooperative die Freundschaft gekündigt und vinifizieren und vermarkten ihren Wein seither selbst. Und Juniorchef Jérôme gibt jetzt noch mal mächtig Gas. Nicht nur auf dem Trecker, sondern auch bei der Qualität.

Für seinen Médoc Cru Bourgeois hat er beim Concours Général Agricole in Paris schon die Goldmedaille bekommen, und auch wir haben uns in die Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot sofort verguckt: die aufreizende Nase von schwarzen Beeren und Röstaromen, das unglaubliche Volumen und die seidigen Tannine, die feine Süße von Feigen und dunklen Früchten und das endlose Finale. Und weil, wie gesagt, die Chemie zwischen Jérôme und uns stimmt, bekommen Sie den Labadie Médoc deutschlandweit exklusiv bei uns. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

Château Labadie 2012, Cru Bourgeois Médoc AC (Art. 12116)
 


Viejo Marchante Garnacha

Spanisch, holzfrei - Bodegas Navarro López
"Crianza" und "Reserva" sind für den kundigen Weintrinker und Liebhaber spanischer Tropfen die Schlüsselwörter, die fassgelagerte, mindestens ein Jahr lang gealterte Weine versprechen. Es gibt aber auch unter den "einfachen" Weinen, die "nur" mit ihrer Herkunftsbezeichnung besonderer Anbaugebiete aufwarten können, Qualitätsweine, die ein eigenes Qualitätssiegel verdient hätten. Unbeleckt vom Holz muss hier der "nackte" Wein vor Ihrem Gaumen bestehen, während bei mancher Crianza oder Reserva der exzessive Einsatz von Eichenholz an sich kleinen Weinchen auf die Sprünge geholfen hat.

Der rote Viejo Marchante Garnacha kommt vollkommen ohne Holz aus - und hat in unserer Verkostung mit Bravour bestanden. Aus 100% Grenache haben die Winzer der Bodegas Navarro López einen vollblütigen Spanier gemacht, der mit konzentrierter, frischer Frucht all denen viel Spaß bereitet, die lieber Wein als Eiche trinken.

Navarro Lopez, Viejo Marchante Garnacha 2014, Valdepeñas DO (Art. 80724)
 


Azumbre Sauvignon

Blanco-Scheck - Bodegas Cuatro Rayas
Ángel Calleja ist einer der angesagtesten Önologen der Iberischen Halbinsel und hat maßgeblich zum Aufstieg der DO Rueda zu Spaniens führendem Weißwein-Anbaugebiet beigetragen. Der Vordenker, oder sollen wir besser sagen Vorkoster, der Bodegas Cuatro Rayas kann mit seinen Medaillen und Pokalen inzwischen Regale füllen, und nicht wenige Fachleute würden ihm einen Blankoscheck ausstellen, wenn sie dafür einen Weißwein bekommen.

Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen, als wir seinen Sauvignon "Azumbre" auf den Tisch bekamen. Damit uns solche Vorschusslorbeeren nicht den Gaumen benebeln, haben wir ihn natürlich in eine Blindverkostung zwischen illustre Konkurrenz gestellt ... und danach zum Scheckbuch gegriffen. Señor Calleja hatte einen wunderbar knackigen Sauvignon mit kristallklarer exotischer Frucht geliefert und der Betrag, den er dafür eingetragen hat, lässt sicher auch Sie jubeln.

Cuatro Rayas, Azumbre Sauvignon 2014 Rueda DO (Art. 80731)
 


Rieger Weißer Gutedel

Rausch ohne Reue - Weingut Rieger
Philipp Rieger verfolgt eine Philosophie, die uns gefällt. Sein Ziel sind saubere, ehrliche Weine, die einfach nur Spaß und Lust auf mehr machen. Der 24-jährige Juniorchef hat vor ein paar Jahren die Regie im Keller des gleichnamigen Bio-Weinguts in Buggingen-Betberg im Markgräfler Land übernommen. Er gehört zu den "Jungen Wilden" unter Deutschlands Winzern, die mit hervorragender Ausbildung und jugendlich kompromisslosem Qualitätsdenken für frischen Wind in der deutschen Weinszene sorgen. Seine Weine haben in unserer Verkostung auf ganzer Linie überzeugt. Philipps Lieblingsrebsorte ist der Gutedel, weil er ihn für immer mit seinem ersten Rausch ganz ohne dicken Schädel verbindet. Sein 2014er präsentiert sich mit seinen aparten Zitrusaromen und seiner frischen und dennoch milden Säure als herrlicher Sommerwein.

Weingut Rieger Weißer Gutedel 2014, Baden QbA (Art. 42018)
 


Saumur "Les Saumoussay"

Im Norden dahoam - Cave de Saumur
"Das Beste am Norden" ... "Hier bin i dahoam" ... Heimat hat nicht nur im Dritten Konjunktur. Weltumspannenden sozialen Netzwerken zum Trotz geht's doch nicht ohne Wurzeln. Perfekt geerdet ist die Chenin-Blanc-Rebe am Unterlauf der Loire. Hier in Frankreichs Nordwesten ist sie zu Hause und gibt ihr Bestes. Unter der kundigen Hand von Eric Laurent hat sie einen formidablen Weißen mit üppiger Frucht und feiner Mineralität hervorgebracht, der dank seiner frischen, cremigen Art nicht nur als Aperitif eine gute Figur macht. Auch jedwedes Meeresgetier und frischer Ziegenkäse finden in seiner Nähe ihr natürliches Habitat.

Cave des Vignerons de Saumur "Les Saumoussay" 2014 Saumur AC (Art. 30720)
 


Croix Saint Adel Blanc

Aromapackung - Vignerons de Cers Portiragne
Diesen Tropfen sollten sich die Freunde gehaltvoller Weißweine nicht entgehen lassen. Und das sagen wir nicht bloß, weil der Croix Saint Adel Cuvée Prestige beim Concours Général Agricole in Paris die Goldmedaille abräumte.
Dem Glas entsteigt ein opulentes Bukett von exotischen Früchten und reifen Zitrusfrüchten. Am Gaumen gesellen sich Aromen von Feigen, Rosinen und Röstbrot dazu, und im Finale zeigt die Cuvée aus Sauvignon Blanc, Chardonnay und Viognier noch einmal ihre ganze Kraft. Den Vignerons de Cers Portiragne im Südosten von Béziers ist mit dem Croix Saint Adel ein exzellenter Tischgenosse zu Lachs, Kalb- und Geflügelfleisch gelungen. Eine Aromapackung, die nicht nur im Sommer richtig Spaß macht.

Croix Saint Adel Cuvée Prestige Blanc 2013, Coteaux du Libron IGP (Art. 51930)
 


Priorat Rosé 2014

Echte Freundschaft - Château du Priorat
Seit fast 30 Jahren produziert die Familie Maury im Herzen des Bergerac nun ihre eigenen Weine, nachdem sie zuvor stets ihre gesamten Ernten an die Genossenschaften abgeführt hatte. Freilich eine gute Entscheidung. Zahlreiche Jahrgänge ihrer saftigen Weißen und aromatischen Rosés wurden seither im Guide Hachette zu den Gebietsbesten gekürt - und fast genauso lang verbindet uns auch eine innige Freundschaft mit der netten Winzerfamilie vom Château du Priorat in Saint Martin de Gurçon.

Die Weine von Jacques und Daniel Maury sind seit Jahren eine feste Größe in unserem Sortiment. Und wie es sich für echte Freunde gehört, stehen sie nicht nur in guten, sondern auch in schlechteren Zeiten zueinander. Die erlebten die Maurys im Sommer 2013, als ein Unwetter mit faustdicken Hagel-"Körnern" ihre Weinberge verwüstete. Ein Desater, nur einen winzigen Teil ihrer Cabernet- und Merlotrauben konnten Daniel und Jacques noch retten. So mussten die Brüder wieder auf die alten Geschäftsbeziehungen zu den Genossenschaften zurück greifen. Diesmal kauften sie die Trauben für ihren Rosé zu knapp 90% allerdings dort ein.

Zugegeben: Man hat es gemerkt - der 2013er Jahrgang war nicht der Priorat Rosé, wie wir ihn kennen und schätzen. Dennoch haben wir den Maurys zur Seite gestanden und auch Dank der Mithilfe unserer Kundschaft trotzdem unsere Mengen mit den beiden Brüdern gemacht.
Nun stehen wieder bessere Zeiten an: Der neue Jahrgang ist endlich da - und der Rosé wieder ganz der Alte: Aus eigener Ernte, blitzsauber, knackfrisch, voller Saft und praller Frucht von Erdbeeren und Himbeeren. Der Sommer kann begingen! Nur diesmal bitte ohne Hagelstürme....

Château du Priorat Rosé 2014, Bergerac AC (Art. 12115)
 


Refosco dal Peduncolo Rosso

Gesundheitskellerei - Cantina la Salute
Für kleine Winzer, die einfach nur guten Wein machen wollen, hängen die Trauben schon ziemlich hoch. Gärtanks aus Edelstahl, Kühlanlagen, moderne Pressen und was man sonst noch so braucht, wenn man seinen Trauben das letzte Quäntchen Geschmack entlocken will, verschlingen eine Menge Geld. Und auch das nötige Know-how in Gestalt hochqualifizierter Önologen kostet mehr, als ein paar Hektar Rebland abwerfen. Einziger Ausweg ist da oft der alte Grundsatz "Einigkeit macht stark" - oder gesund. Denn als elf Winzer aus der Umgebung von Ponte di Piave zu eben diesem Zweck eine Genossenschaftskellerei gründeten gaben sie ihr den Namen "La Salute" (= Gesundheit). Eine weitsichtige Entscheidung, denn heute steht die Kellerei als kerngesundes Unternehmen da, das inzwischen die Trauben von 24 Mitgliedswinzern auf höchstem Niveau verarbeitet. Trauben, die hier im östlichsten Zipfel des Veneto schon den Einfluss des Nachbarn Friaul spüren lassen.

Die Refosco dal Peduncolo Rosso wird sonst nur im Friaul und dem benachbarten Istrien kultiviert. Bei den Gesundheitswinzern bringt sie einen beeindruckenden Roten mit üppigen Aromen von schwarzen und roten Beeren vor einer leichten Zimtnote hervor. Ein vielseitiger Wein, der Dank seiner kräftigen Struktur ein hervorragender Essensbegleiter ist, und mit der frischen Frucht des neuen Jahrgangs auch bei Frühlingstemperaturen für gute Stimmung auf der Terrasse sorgt.

La Salute "Bidoia" Refosco dal Peduncolo Rosso, Marca Trevigiana IGT 2013 (Art. 71833)
 


Les Ramières 2014

Parkers Liebling - Domaine de Piaugier
Sablet ist ein typisch provencalisches Weindörfchen und eines der wenigen an der südlichen Rhône, das wegen seiner herausragenden Weinbergslagen über eine eigene Appellation Controlée verfügt. Die Weine von hier sind unter Kennern gefragt, besonders die von Jean-Marc Autran, mit dem wir schon seit über zwanzig Jahren zusammenarbeiten.

Seit jungen Jahren schon sonnt er sich in der Gunst von Weinpapst Robert Parker, der ihn zu den besten Erzeugern der Region zählt. Bereits sein "normaler" Côtes du Rhône "La Grange de Piaugier" zeigt, dass da ein Könner am Werk ist. Jetzt hat uns Jean-Marc einen langjährigen Wunsch erfüllt und exklusiv für Assemblage "unseren Wein", eine Cuvée nach unseren Vorgaben gekeltert. Seine/unsere Cuvée "Les Ramières" aus Grenache, Merlot und Syrah verzaubert die Sinne mit satten kirschigen Aromen, einer frischen, saftigen Art und intensiven, aber wunderbar integrierten Tanninen.
Wir garantieren viel Weinspaß fürs Geld!

Jetzt neu und exklusiv im Sortiment der Assemblage:

Domaine de Piaugier Les Ramières 2014, Vaucluse IGP (Art. 21844)
 


Orestilla Lugana

Familiensilber - Azienda Agricola Montonale
Als wir Ihnen zum ersten Mal die Azienda Agricola Montonale der Brüder Girelli vorgestellt haben, entpuppte sich schon Ihr "kleiner" Lugana als Senkrechtstarter. Weil er bei Ihnen so viel Zuspruch fand, hat Roberto Girelli im Keller ein wenig vom "Familiensilber" herausgerückt: seinen Lugana Montonale Orestilla. Ganze 3000 Flaschen produzieren die Girellis davon, und auf der normalen Preisliste des Guts taucht dieser Edel-Lugana überhaupt nicht auf.

Der Weiße ist unglaublich konzentriert und lang mit den typischen Aromen eines Lugana: reife Birnen und exotische Früchte, getragen von einer ausgeprägten Mineralität. Ein Muss für alle Lugana-Fans und die Freunde gehaltvoller Weißweine.

Azienda Agricola Montonale, Orestilla Lugana DOC 2013 (Art. 70751)
 


Grauburgunder Weissburgunder
Weingut des Jahres 2014: Domaine de Piaugier

Beständige Qualität - Jean-Marc Autran
Jean-Marc Autran, einst ein gefeierter Jungstar, gehört sicherlich zu den besten Erzeugern an der südlichen Rhône. Der Gault Millau wählte ihn zum Winzer des Jahres 2006, und Robert Parker Jr. bescheinigt ihm "eine bemerkenswerte Beständigkeit als Top-Erzeuger". Das können wir nur bestätigen. Mit seiner Domaine de Piaugier ist Jean-Marc seit ewigen Zeiten "unser Mann" an den Côtes du Rhône. Und zur Würdigung dieser Beständigkeit haben wir die Domaine de Piaugier als unser Weingut des Jahres 2014 ausgewählt!

Selbst in vorgeblich "kleineren" Jahren stellte uns Jean-Marc Autran Weine von bestechender Konzentration und Harmonie vor. Dabei arbeitet er im Keller ganz traditionell. Noch immer kommt die alte Holzkelter zum Einsatz. Das einzige Zugeständnis an die Moderne ist eine Anlage zur Temperaturkontrolle bei der Gärung. Seine "Hausaufgaben" macht er im Weinberg.

Rund 30 Hektar bewirtschaftet er gemeinsam mit seiner Frau Sophie, davon vierzehn im Bereich der Appellation Côtes du Rhône und zwölf in den Grenzen der Ortslage Sablet. Seine Grenache-, Cinsault-, Syrah- und Mourvedre-Reben befinden sich im besten Alter zwischen 20 und 45 Jahren, trotzdem mutet er ihnen lediglich Erträge von maximal 40 Hektoliter je Hektar zu.

Als seinen größten Vorteil bezeichnet Jean-Marc den Umstand, das sein Weinbergsbesitz auf Lagen mit höchst unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit verteilt ist. Jede dieser Parzellen vinifiziert er separat. Das ist bei der Arbeit nicht besonders praktisch. Andererseits erlaubt es ihm, bei der abschließenden Assemblage auf vielen Registern zu spielen.

Unser einziges "Problem" mit Jean-Marc besteht darin, dass er, genauer gesagt schon sein "normaler" Côtes du Rhône, fast zu gut für diese Welt ist. Der Unterschied zu seinen Crus ist sublim. Bei diesen vollen Aromen von roten Früchten, untermalt von einer leicht pfefferigen Note und einem Hauch von Kakao, braucht es für die Bereitschaft, dafür das Doppelte oder mehr auszugeben, schon einen übermäßig geschulten Gaumen.

Der Grange de Piaugier zeigt, dass da ein Könner am Werk ist - Jean-Marcs Sablet Côtes du Rhône Villages aber, dass er ein Großer ist. "Sapperlot!" entfuhr es uns, als wir den wuchtigen Roten von über 40 Jahre alten Grenache-Reben zum ersten Mal in den Mund bekamen. Er bombardiert den Gaumen mit einer Fülle von Aromen und legt dabei einen Schmelz an den Tag, der auch in Sablet seinesgleichen sucht.

Sein weißes Pendant ist ein Wein, den man mit Verstand trinken sollte. Zum gedankenlosen Wegschlucken ist er viel zu schade. Mit verschwenderischen Aromen und richtig was "auf den Rippen" kann der Sablet Blanc die Sinne einen ganzen Abend beschäftigen. Altmeister Jean-Marc Autran hat aus den Rebsorten Grenache blanc, Clairette, Viognier und Roussanne einen Weißen geschaffen, der mit üppiger Frucht von hellem Steinobst, feinen Zitrusnoten und dezenter Mineralität den Weinverstand wach hält.

La Grange de Piaugier 2013 rot, Côtes du Rhone AC (Art. 21788)
Piaugier Sablet 2012 rot, Côtes du Rhône Villages AC (Art. 21771)
Piaugier Sablet 2012 weiß, Côtes du Rhône Villages AC (Art. 21774)
 

Gautran Sinequano & Villa Lucia

Faszinierender Charme - Domaine Cailhol Gautran
Nicolas Gautran ist ein weinverrückter Eigenbrötler, der sich im Keller einschließt, damit ihn niemand bei der Zwiesprache mit seinen Weinen stört. Dort bleibt er dann für Stunden, wie uns seine Frau Olivia erzählte, probiert und kombiniert die einzelnen Rebsorten unzählige Male, bis er die finale Cuvée gefunden hat. Das Ergebnis ist einfach sensationell: elegante und komplexe Rote, die mit ihrem hintergründigen Charme bei jedem Schluck faszinieren. Monsieur Gautran führt das Familienweingut in der Appellation Minervois jetzt in der vierten Generation und pflegt einen Weinstil, der auf subtile Art die Einzigartigkeit seines Terroirs herausstellt. In Deutschland ist die Domaine Cailhol Gautran noch weithin unbekannt, und wir sind ein bisschen stolz darauf, dass wir das Gut am Südrand des Zentralmassivs für Sie entdeckt haben.

Wie den saftigen Sinequano, Côtes de Brian IGP aus 100% Carignan, der den Mund wunderbar leicht mit frischer und voller roter Frucht füllt. Und natürlich das etwas anspruchsvollere rote Flaggschiff der Domaine, den Villa Lucia Minervois AOP. In der Cuvée aus Syrah, Grenache und Carignan gibt eindeutig die Syrah den Ton an. Ein gewaltiger Rotwein, der auf faszinierende Weise Kraft und Eleganz vereint und in unserer Verkostung seltene Bestnoten erzielte. Die opulente Frucht von dunklen Beeren wird von den typischen Würznoten der Syrah durchwoben, die wunderbar reifen Tannine versprechen noch einiges Lagerpotenzial.

Domaine Cailhol-Gautran Sinequano 2013, Côtes du Brian IGP (Art. 51904)
Domaine Cailhol Gautran Villa Lucia 2011, AOP Minervois (Art. 51955)


Gerne weisen wir an dieser Stelle noch auf die weiteren Weine der Domaine hin, die wir noch in geringeren Mengen auf Lager führen und welche wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen:

Domaine Cailhol-Gautran Esperandieu 2013 weiß, Pays d'Oc IGP (Art. 51905)
Domaine Cailhol-Gautran Tradition 2012 rot, Minervois AOP (Art. 51902)
Domaine Cailhol-Gautran Carretal 2011 rot, Minervois AC (Art. 51901)
 
Croix Vignals

Schatzsuche - Caves de Cruzy
Schatzsucher alter Schule haben noch mittels handgezeichneter Karten und traditioneller Navigationsmethoden ihr Glück gesucht. Ihre modernen Epigonen nennen sich neudeutsch Geocacher und lassen sich von einem GPS- Gerät auf den Meter genau ans Ziel führen. Speziell sie warnen wir vor dem Croix Vignals der Kooperative von Cruzy. Der saftig weiche Rote aus Malbec und Merlot ist zwar ein Schatz, aber die Koordinaten 43° 356 N und 9° 941 E auf seinem Etikett führen geradewegs ins Ligurische Meer. Wir halten es für unwahrscheinlich, dass die Winzergenossen dort eine nennenswerte Menge Wein versenkt haben. Wenn Ihnen der Sinn nach einem Rotwein mit satter Frucht von Himbeeren, schwarzen Johannisbeeren und feinen Schokoladen-Noten steht, kommen Sie lieber gleich zu uns. Für Ihr Navi reicht unsere Adresse.

Cave de Cruzy, Croix Vignals Malbec Merlot 2013, Pays d'Oc IGP (Art. 51924)
 
Chardonnay "Costella"

Igel-Leistung - Cantina la Salute
"Salute" heißt auf Deutsch Gesundheit. Dennoch können wir Weine der Cantina La Salute nicht mit Ihrer Krankenkasse abrechnen. Wenn Sie sich aber eine wirklich lohnende Igel-Leistung gönnen wollen, dann empfehlen wir Ihnen den Chardonnay "Costella" der Kooperative in Ponte de Piave. Es ist ein herrlich feingliedriger Weißwein mit einem berückenden Bukett von weißen Blüten und exotischen Früchten. Am Gaumen zeigt er sich sehr ausgewogen mit seinem Wechselspiel von delikaten Fruchtnoten und feiner Mineralität. Er passt perfekt zu fast allen Antipasti, aber auch zu Pasta mit Sahnesaucen und natürlich zu einem Abend mit netten Leuten, denen Sie einfach "Salute!" wünschen möchten.

Cantina La Salute, Chardonnay "Costella" 2013, Marca Trevigiana IGT (Art. 71801)
 
Riesling Tandem

Talentförderung – Weingut Walter Müller
Trinke Gutes und rede davon! Die goldene Regel der Öffentlichkeitsarbeit gilt natürlich – leicht abgewandelt – auch für die Förderung junger Talente im Winzerhandwerk. Aus diesem Grunde soll hier die Rede von Stefan Müller sein, wenn Sie Gutes trinken wollen. Der 24-jährige steht kurz vor der Übernahme des elterlichen Weinguts in Krettnach an der Saar und führt bereits seit zwei Jahren die Regie im Keller. Zuvor hatte Müller Jr. mit Volldampf die Weinbautechnikerschule in Veitshöchheim absolviert und in mehreren Auslandspraktika in Europa und Übersee über den Tellerrand eines typischen Familienweinguts hinausgeschaut.

Sein Riesling Tandem, dessen Grundlage 40 Jahre alte Rebstöcke bilden, dürfte in einer verdeckten Probe auch gegen die Konkurrenz namhafter Weingüter von der Mosel bestehen. Mit seiner filigranen Frucht, der feinen Mineralität und reichlich Saft am Gaumen bietet er genau das, was wir an guten Moselrieslingen so lieben. Beim Preis hinkt Stefan allerdings noch deutlich hinter den etablierten Betrieben her. Insofern tun wir auch Ihnen etwas Gutes, wenn wir hier von ihm reden.

Weingut Walter Müller, Riesling Tandem Feinherb 2013, Mosel QbA (Art. 40880)
 
Palace de la Plage 9,5%

Schneller lenz - Les Vignerons de Cruzy
Der macht richtig Laune, aber nicht gleich schwindelig. Bei nur 9,5 Volumenprozenten wird die Zunge vom weißen "Palace de la Plage" der Winzergenossen aus Cruzy nicht so schnell schwer. Und das ist auch gut so, denn mit ihrer erfrischenden Frucht und angenehmen Restsüße ist die Cuvée aus Colombard und Ugni Blanc nicht nur richtig schmackhaft, sondern auch ausgesprochen süffig. Da ist die Flasche schneller lenz (Seemannssprache für leer), als Ihnen lieb ist.

Palace de la Plage 2013 weiß 9,5%, Vin de France (Art. 12045)
 
Aussou Le Rosé Corbières

Herdprämie - Sainte-Lucie d'Aussou
Frauen mögen Männer mit Kohle. Deshalb stellen sich selbst testosterongesättigte Haushaltsvorstände gerne an den Grill. Aber auch hinter der Terrassentür weichen die Rollenbilder langsam auf. Immer mehr Herren der Schöpfung behaupten ihren Platz am Herd und belohnen sich für ihren selbstlosen Einsatz mit einem ordentlichen Schluck Kochwein (Kommt in den Koch und nicht ins Essen!). Unser Vorschlag für so eine Herdprämie ist der Corbières Rosé von Sainte-Lucie d'Aussou. Rosa ist nur was für Mädchen? Von wegen. Knacktrocken und würzig, mit feiner Frucht von wilden roten Beeren und einer beeindruckenden Länge inspiriert dieser Rosé zu kulinarischen Höchstleistungen. Und da ist man doch ganz Mann.

Château Sainte Lucie d'Aussou Le Rosé 2013 Corbières AC (Art. 51913)
 
Profumo Pinot Grigio

"Isse echte tollo" - Cantina Tollo
Man könnte meinen, der Name der Genossenschaft sei dem Hirn eines deutschen Comedians entsprungen, der auf Italiener macht: "Isse echte tollo, der Vino von die Cantina, isse echte Cantina tollo!" Toll ist in der Tat, was Önologe Gofredo Agostini und seine Mitarbeiter in den vergangenen zwei Jahrzehnten geleistet haben, aber benannt ist die Genossenschaft nach ihrem Heimatort Tollo, einem Abruzzenstädtchen im Süden Pescaras. Nach wie vor hat sie Vorbildfunktion für alle anderen Genossenschaften des Anbaugebiets an der mittleren Adriaküste, und keine andere kommt an die qualitative Konstanz ihrer Weine wirklich heran (mit Ausnahme vielleicht von Farnese Vini, aber das ist ein Privatunternehmen). Schön, dass den Marktstrategen der Genossenschaft der Erfolg trotzdem nicht zu Kopf gestiegen ist. Wer nach italienischen Weinen mit einem herausragenden Preis-Leistungsverhältnis sucht, kommt an ihr nicht vorbei. Ein Paradebeispiel dafür ist ihr Pinot Grigio Profumo, Terre degli Osci IGT. Der fruchtige Weiße besticht mit feinen, blumigen Aromen in der Nase, einem vollen und harmonischen Geschmack bei eleganter Struktur. Und preislich konnte sich der Profumo ohnehin schon immer sehen lassen.

Profumo Pinot Grigio 2013, Terre degli Osci IGT (Art. 74805)
 
Ackerman Chardonnay

Eleganter - Ackerman
Nein, wir haben kein n vergessen und französisch gesprochen klingt der Name auch bei weitem nicht so rustikal. Ackerman ist eines der großen traditionsreichen Weinhäuser in Saumur, das bei unseren Erbfreunden für seinen eleganten Weinstil bekannt ist. Der Chardonnay des Hauses fügt sich genau in diese Linie. Angenehm frisch und ohne einen Hauch von Eiche passt er prima in die Jahreszeit, aber auch zu hartschaligem Meeresgetier, Fisch und Ziegenkäse. Die Nase begrüßt er mit Aromen von frischer Butter, Haselnüssen und gerösteten Mandeln, den Gaumen umgarnt er mit knackiger Frucht von hellem Kernobst und feinen mineralischen Noten. Großes Chardonnay-Kino für vergleichsweise kleines Geld.

Cave Ackerman Chardonnay 2012, VdP du Val de Loire (Art. 30660)
 
Producteurs Plaimont - Colombelle Sélection

Savoir-vivre für jeden Tag
Viel frische Frucht von hellem Steinobst und Limonen, reichlich Saft am Gaumen und ein animierendes Spiel von Süße und Säure - mit dem Weißen "Colombelle Sélection" wird jeder sofort warm. Seit mehr als zwei Jahrzehnten führt die Cuvée aus Colombard und Ugni Blanc unangefochten unsere Verkaufsstatistiken an. Ob Sie nun ein Fläschchen zum trauten Chillen oder ein paar Kartons für familiäre Großveranstaltungen suchen, der Gute-Laune-Wein aus der Gascogne macht Sie nicht arm und allen Spaß. Mit ihrem Klassiker "Colombelle Sélection" 2013 ist den Producteurs Plaimont wieder ein wirklich großer Wurf gelungen, der uns ein wenig Savoir-vivre in den Alltag bringt.

Colombelle Sélection 2013, Côtes de Gascogne IGP (Art. 12038)
 
Terrasses de la Mer Colombard

Silberstreif - Caves de Cruzy
Den sollten Sie probieren, auch wenn Ihr Outdoor-Wohnzimmer vorübergehend geschlossen ist. Der "Terrasses de la Mer" der Winzergenossen aus Cruzy hat ganzjährig Saison, vor allem aber im Wecken von Frühlingsgefühlen ist er ganz groß. Mit seiner üppigen exotischen Frucht und dem perfekt ausbalancierten Spiel von Süße und Säure streicht der Weiße aus 100 Prozent Colombard wie eine sanfte Seebrise über den Gaumen. Nicht nur für Segler, die schon die Tage bis zum Krantermin im Frühjahr zählen, ein Silberstreif am Horizont.

Terrasses de la Mer Colombard 2013, Côtes de Gascogne IGP (Art. 51877)
 
Cantine Minini - Il Battimano

Edler Wilder - Primitivo, Il Battimano
Ein verschwenderisches, ätherisches Bukett mit Aromen von reifen roten Früchten und Gewürzen, unter den gleichen Vorzeichen ein spektakulärer Auftritt in Samt und Seide am Gaumen. All das, nur nichts Primitives bietet der Primitivo del Puglia von Francesco Minini. Wie die Rebsorte zu dem für deutsche Ohren merkwürdigen Namen gekommen ist, erschließt sich erst durch einen Blick ins Wörterbuch: "Primitivo" bedeutet im Italienischen nicht allein primitiv, sondern auch ursprünglich.
Genau das ist sie als autochthone Rebsorte, die bis auf die griechische Besiedlung Süditaliens zurückgeht. Das allein wäre aber allenfalls für Öno-Historiker spannend. Wirklich begeistern kann uns die Traube erst, seitdem moderne Weinbautechnik ihre inneren Werte nach außen kehrt. Das ist den Önologen der Kellerei Minini perfekt gelungen. Aber probieren Sie selbst, wie gut "primitivo" sein kann.

Cantine Minini, Il Battimano Primitivo Puglia IGT 2012 (Art. 74791)
 
Unser Wein des Jahres 2013: Tempête Occitane

Höhenflug - Caves de Cruzy
Dass die Önologen der Winzergenossenschaft von Cruzy mit ihrem Können voll auf der Höhe sind, ist nichts Neues. Wirklich neu war Anfang des letzten Jahres aber ihr roter "Tempête Occitane" - und in doppelter Hinsicht auf der Höhe. Die Cuvée aus 50 Prozent Merlot und je 25 Prozent Cabernet Sauvignon und Syrah zeigte sich in der Nase wie am Gaumen auf einem Niveau mit ausgewiesenen Crus. Dafür verwenden die Winzergenossen ausschließlich Trauben aus speziell selektierten Weinbergsparzellen in den Höhenlagen der Montagne Noir im Norden Béziers. Im hier herrschenden Klimastress von kühlen Nächten und heißen Tagen entwickeln sie eine unglaubliche Fruchtfülle und werden erst bei optimaler Reife gelesen. Das Ergebnis ist ein beeindruckend konzentrierter und vollmundiger Rotwein mit dichter Frucht von reifen Kirschen und roten Beeren im Wechsel mit feinen Pfeffer- und Vanillenoten.

Als wir den Wein im Februar vorstellten, avancierte der Tempête Occitane direkt zu der Entdeckung schlechthin im damals noch jungen Jahr 2013. Schon in den ersten beiden Wochen setzte er mit Blick auf die Verkaufszahlen zu einem Höhenflug an, wie wir ihn bei einem Wein dieser Preisklasse selten erlebt haben. Und dies war kein Strohfeuer. Ein gutes Jahr später können wir auch rückblickend noch sagen: Mit unserer frühen Entscheidung, die Cuvée in unser Sortiment aufzunehmen - dazu noch exklusiv - haben wir definitiv alles richtig gemacht. Für uns ist der Tempête Occitane der Wein des Jahres 2013!

Caves de Cruzy, Tempête Occitane 2011/12, Pays d'Oc IGP (Art. 51815)
 
Bischel Portugieser Doppelstück "Alte Reben"

Richtiger Riecher - Weingut Bischel
Ab und zu dürfen wir uns für unseren Riecher auch mal selber auf die Schulter klopfen. Vor ein paar Jahren haben wir Ihnen die ersten Weine von Christian und Matthias Runkel vorgestellt, da waren sie noch weithin unbekannt. Heute steht ihr Weingut in Appenheim auf Platz drei der zehn besten in Rheinhessen und im vergangenen Jahr war es der Überraschungssieger bei einer bundesweiten Verkostung der Fachzeitschrift "Vinum".

Dass die Brüder jedes Jahr besser werden, zeigt auch ihr 2012er Portugieser "Alte Reben". Der umwerfend kraftvolle Rotwein betört mit einer Nase von reifen Himbeeren und Kirschen und umgarnt den Gaumen mit opulenter Frucht und eleganten Tanninen. Da können wir uns nur der neuesten Ausgabe des Gault Millau anschließen und sagen: Chapeau!

Weingut Bischel, Portugieser Doppelstück "Alte Reben" 2012 rot, Rheinhessen QbA (Art. 40816)
 
Château Maledan

Ei, Ei! - Vignobles Brunot
Es ist zwar noch nicht mal Weihnachten, aber im Fall des Bordeaux Supérieur vom Château Maledan freuten wir uns wie die Kinder zu Ostern, wenn sie ein Ei gefunden haben. Das kleine Weingut in Saint-Emilion ist ein reiner Familienbetrieb und hierzulande nahezu unbekannt. Dabei produzieren Jean-Baptiste und Marie-Paule Brunot einen herrlich sanften und vollmundigen roten Bordeaux, der mit seiner intensiven Frucht von roten Beeren und seinen geschmeidigen Tanninen das Zeug zu einem Publikumsliebling hat. So einen Wein zu so einem Preis findet man wirklich nicht alle Tage.

Château Maledan 2010, Bordeaux Supérieur AOC (Art. 12020)
 
Saint-Rémy Pinot Auxerrois 2012

Mehr als Bio - Domaine Saint-Rémy
Winzer sind die Ehrharts, solange sich die Familiengeschichte zurückverfolgen lässt. Seit 1725 ist die Familie im Elsass ansässig, und genauso lange bauen ihre Mitglieder Wein an. Es versteht sich beinahe von selbst, dass Philippe Ehrhart "nicht weit vom Stamm" fiel. Er studierte Önologie und gründete 1991 nach dem Abschluss seines Studiums gemeinsam mit seinem Vater Francois das Weingut "Domaine Saint-Rémy" in Wettolsheim. Dass zu den Weinbergen vor den Toren von Colmar vier Hektar in Grand Cru Lagen gehören, ist für Philippe zwar Verpflichtung und Ansporn, sein Ehrgeiz aber, feine, elegante und finessenreiche Weine zu produzieren, macht vor den restlichen 17 Hektar nicht Halt. Es sind klassische Elsässer Weine mit der Noblesse, die altem Winzeradel obliegt.

Seit Jahren arbeiten die Ehrharts dabei nach den strengen Vorschriften der integrierten Produktion (Tyflo). Eine überlegte Kultur lässt die Reben in ökologischer Harmonie zu Qualitätsweinen aufwachsen. Die neuen 2012er-Jahrgänge tragen nun aber nicht mehr nur das "AB"-Siegel für biologischen Anbau. Für die Produktion nach noch strengeren Auflagen für nachhaltigen Weinanbau sind die Saint-Remy-Weine nun sogar durch DEMETER zertifiziert.

So auch der neue Jahrgang des Pinot Auxerrois, der gerade den Weg in unser Lager gefunden hat. Ein runder, frischer und delikater Weißer, sehr geschmeidig am Gaumen mit schönem Schmelz, der eindrucksvoll die breite, typisch elsässische Geschmacks-Palette repräsentiert. In Deutschland wird er - wie alle Weine der Ehrharts - exklusiv von der Assemblage vertrieben.

Domaine Saint Rémy Pinot Auxerrois 2012, Alsace AC (Art. 60496)
 
Schneeberger Sauvignon Blanc

Felix Sauvignon - Weingut Schneeberger
Die Österreicher mögen ja etwas von Wein verstehen, aber von Diplomatie haben sie keine Ahnung. Hätten sie Evo Morales vor wenigen Wochen gleich nach seiner unfreiwilligen Landung in Wien ein Gläschen Sauvignon Blanc Klassik vom Weingut Schneeberger kredenzt, hätte Boliviens Präsident wahrscheinlich um Asyl in der Alpenrepublik nachgesucht. Es ist ein Sauvignon wie aus dem Bilderbuch. In die Nase steigt der Duft von reifen Stachelbeeren, Paprika und Holunderblüten. Am Gaumen präsentiert er sich angenehm leicht und erfrischend mit expressiver Frucht und perfekt eingebundener Säure. So aber stehen die Ötserreicher einfach deppert da und können vermutlich noch nicht mal was dafür.

Weingut Johann Schneeberger Sauvignon Blanc 2012, Südsteier QbA (Art. 43070)
 
Sauer Sauvignon Blanc

Neubürger - Weingut Heiner Sauer
Auch wenn der Familienname bei einem Bio-Winzer Böses ahnen lässt, Heiner Sauers Weine haben sich einen festen Platz in unserem Sortiment erobert. Auch bei ideologisch unverdächtigen Fachjournalisten hat er inzwischen einen garantiert ungespritzten Stein im Brett. Uns stellte er einen Pfälzer Neubürger vor, der in der Blindprobe für einige Verblüffung sorgte. Seinen Sauvignon Blanc hätten wir dank seiner rassig-knackigen Sauvignon-Frucht eher an der Loire "verortet" als in der Pfalz. Offensichtlich tragen die staatlichen Integrationsbemühungen erste Früchte.
Das intensiv duftende Aroma des Sauvignon wird geprägt von Cassis und Stachelbeeren und mit einer mineralischen Feuersteinnote abgerundet. Dicht und mineralisch zeigt er bei klarer Struktur auch im Mund dominante Aromen tropischer Früchte.

Weingut Heiner Sauer Sauvignon Blanc 2011/2012, Pfalz QbA (Art. 40673 / 40818)
 
Pinot Grigio Marca Trevigiana IGT 2012

Für sie - Cantina la Salute
Vor gut einem Jahrzehnt war er in aller Munde und insbesondere die Damenwelt schrie förmlich nach Pinot Grigio, was dazu führte, dass zum Teil obskure Qualitäten für Heiterkeit bei Kaffeekränzchen sorgten. Inzwischen ist der Hype um den italienischen Vetter des Grauburgunders Vergangenheit, und wir möchten daran erinnern, das die Rebsorte bei seriösen Winzern beachtenswerte Weine hervorbringt. Zum Beispiel bei der Cantina La Salute. Die kleine Kooperative in Ponte di Piave verarbeitet die Trauben von 24 qualitätsvernarrten Winzern und die Önologen der Genossenschaft haben uns einen Pinot Grigio auf den Probentisch gestellt, der für dicke Ausrufezeichen in den Verkostungskladden sorgte. Er ist angenehm leicht und zeigt mit seinen Aromen von reifen Äpfeln und exotischen Früchten, den nussigen Noten im Wechselspiel mit der feinen Säure dennoch Substanz. Ein schöner Wein fürs Damenkränzchen unterm Sonnenschirm, aber auch fürs Tête-à-Tête unterm Sternenzelt.

Cantina La Salute Pinot Grigio Marca Trevigiana IGT 2012 (Art. 71759)
 
Piqueras 3-Liter-Bag-in-Boxen

So macht man das - Bodegas Piqueras
Aromen von schwarzen Beeren, reifen Pflaumen, Gewürzen und schwarzem Pfeffer betören die Nase, samtige Tannine streicheln den Gaumen. Der vollmundige Rote aus Monastrell und Syrah präsentiert sich am Gaumen wunderbar rund und passt haargenau ins Eckige der 3 Liter Bag-in-Box. Hätten Messi, Ronaldo und Co. sich bei der Bodegas Piqueras abgeschaut, wie man's macht, wäre aus dem gesamtdeutschen Champions-League-Finale wohl nichts geworden.
 
Auch der fruchtige Weiße aus Verdejo und Sauvignon ist ein knackiger Steilpass für Rasenkünstler und Balkonathleten. Er geizt nicht mit seiner üppigen Frucht von tropischen Früchten und seinen feinen Zitrus-Aromen, aber beim Preis. Die 3-Liter-Box bekommen Sie für eine Ablösesumme von nicht mal 14 Euro.

Im Monat Juni zu interessanten Sonderkonditionen erhältlich:

Bodegas Piqueras, Syrah-Monastrell 3-Liter-BiB 2012 rot, Almansa DO (Art. 80678)
Bodegas Piqueras, Sauvignon-Verdejo 3-Liter-BiB 2012 weiß, Almansa DO (Art. 80677)
 
Magnus Riesling

Magnus, der Sieger - Staffelter Hof
Was die Etiketten angeht, kann man über Geschmack streiten, beim Inhalt sind wir uns sicher: Gerd Kleins Rieslinge sind feinste Ware, wie man sie nur bei Toppwinzern an der Mosel findet. Trotz expressiver Frucht von hellem Kernobst, exotischen Aromen im Wechselspiel mit feiner Mineralität und viel Fleisch am Gaumen bieten sie die erfrischende Leichtigkeit, die gute Moselrieslinge vom Rest der Welt trennt. Das Weingut in Kröv ist eines der ältesten an der Mosel, ehedem dem reichsfreien Kloster Stavelot in den Ardennen zugehörig und seit der Säkularisation im Besitz der Familie Klein. Gerd Klein, der derzeitige "Patron", ist ein Original mit monströsem Schnauzbart und kaum weniger gewaltigem Mundwerk. Moselauf, moselab bekannt für seinen bissigen Humor macht er aber in der Fachwelt mehr und mehr mit seinen Weinen von sich reden. Beim großen Verkostungswettbewerb AWC Vienna 2012 wurde der Staffelter Hof von 1760 Weinbaubetrieben aus 37 Ländern unter die 47 mit 3 Sternen bewerteten Weingüter gewählt.

Nicht mehr wirklich ein Geheimtipp, bietet der Staffelter Hof Rieslingfreunden aber immer noch faire Preise für beste Ware. Da kann man allenfalls über die Etiketten meckern. Dort fläzt eine Comic-Figur namens Magnus, einst Wolf und Wappentier des Klosters, mit schon etwas angestaubter "Lustichkeit". Nicht jedermanns Sache, aber der Inhalt ist wie gesagt über jeden Zweifel erhaben. Fand auch die Jury beim AWC Vienna, die den "Magnus" mit 91,8 von 100 Punkten zum Sieger der trockenen Rieslinge bis 12 % vol. Alkohol kürte. Und zum Spargel macht er sich auch noch gut!

Staffelter Hof, Magnus Riesling 2011, Mosel QbA (Art. 40703)
 
Grand Voile 2011

Quelle des Glücks - Cave de Saumur
Eine frische Brise für den Gaumen. Der Saumur Blanc "Grand Voile" lässt nicht nur Seglerherzen höher schlagen. Mit seinem straffen Körper und seiner knackigen Frucht von Birnen und Aprikosen lässt der Weiße von der Loire aus 100 Prozent Chenin Blanc schon beim ersten Schluck die Sinne vibrieren. Dabei zeigt er sich trotz seiner erfrischenden Säure wunderbar cremig und macht Lust auf mehr und Meer.

"Grand Voile" heißt auf Deutsch Großsegel, das ist der Hauptantrieb auf Segelbooten und Quelle des Glücks für Menschen mit entsprechender mentaler Prädisposition. Wir sind aber sicher, dass der Weiße von der Kooperative in Saumur auch bei ausgemachten Landratten für Hochgefühle sorgt.

Cave des Vignerons de Saumur, Grand Voile 2011 Saumur AOP (Art. 30641)
 
Bischel Weisser Burgunder 2012

Bescheiden und erfolgreich - Weingut Bischel
Die Weine des Duos Matthias und Christian Runkel sorgen nicht nur in unseren Verkostungen zuverlässig für dicke Ausrufezeichen. Ihr Weingut in Appenheim gehört zu den In-Adressen der jungen deutschen Weinszene. Seit das junge Bruderpaar das nach dem Großvater benannte Gut leitet und sein umfangreiches Know-how einbringt, das sich Christian (31) und Matthias (28) an der "Wein-Uni" Geisenheim und durch Erfahrungen in Übersee aneigneten, hagelt es Sterne und Auszeichnungen in der Fachpresse für den Familienbetrieb. Vier Sterne in Eichelmanns Weinführer 2013 bedeuten "Hervorragende Erzeuger", drei Trauben gab's im neuen Gault Millau, und im von der Fachzeitschrift Vinum durchgeführten Wettebewerb der 100 besten deutschen Weingüter, erreichten die Appenheimer die höchste Durchschnittspunktzahl.

Erst kürzlich überzeugte sich unser Team selbst vor Ort von den Qualitäten des Weinguts. Und wir waren überwältigt. Von der gescheiten und freundlichen, aber stets bescheidenen Art der Jungen Runkelbrüder ebenso wie von Ihren Weinen. Probiert haben wir unter anderem den frischen Jahrgang ihres Weissen Burgunders. Der Gutswein, der aus Trauben von alten und jungen Weinbergen im Appenheimer Eselspfad und der Gau-Algesheimer St. Laurenzikapelle gewonnen wird, ist herrlich saftig. Mit seiner prägnanten Frucht von Ananas und Pfirsich macht er mächtig Spaß, lässt die Vorfreude auf Frühling und Spargelzeit steigen, und mit seiner moderaten Säure dabei auch empfindliche Mägen kalt.

Bischel Weisser Burgunder trocken 2012, Rheinhessen QbA (Art. 40764)
 
Tempête Occitane 2011

Auf den Spuren La Croisades - Cave de Cruzy
Für uns ist es die Neuentdeckung des noch jungen Jahres 2013. Im Flohmarkt haben unsere Gesellschafter den von der Cave de Cruzy exklusiv für Assemblage hergestellten roten Tempête Occitane sozusagen "vorgetestet". Und das Ergebnis war überwältigend. Die Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot verkaufte sich wie die berühmten "warmen Semmeln" und erinnerte vom Absatz her an unseren roten Dauerseller La Croisade.
Qualitativ setzt der Tempête Occitane bei moderatem Holzeinsatz aber noch deutlich einen drauf und stellt praktisch die Edelversion des Croisades dar. So wird die satte Frucht der Cabernet und die feine Würze der Syrah perfekt durch die Weichheit der reifen Merlot abgerundet, die von alten Rebstöcken stammt. Sie verleiht dem Wein eine schöne Cremigkeit und macht die Cuvée noch komplexer, dichter und eleganter als es der Croisade ohnehin schon ist. Nun wollen wir Ihnen diese Neuentdeckung nicht länger vorenthalten. Denn wir mussten wir nicht lange überlegen, ob wir diesen Wein in unser Sortiment übernehmen und haben sofort nachgeordert.

Tempête Occitane 2011 rot, IGP Pays d'Oc (Art. 51780)
 
Unser Winzer des Jahres 2012: Jean-Paul Serres

Corbières mit Sternchen - Domaine Sainte Lucie d'Aussou
Die Freunde warmer, vollmundiger Rotweine wissen es: Jean-Paul Serres ist kein großer alter Mann des französischen Kinos, sondern ein begnadeter Winzer aus dem Corbières. Sein ganzes Arbeitsleben lang hat Jean-Paul Serre als Wirtschaftsjurist die Schäfchen von Banken und Versicherungen ins Trockene gebracht. Doch dann hatte der Wirtschaftsjurist die Nase voll davon und wollte es auf seine alten Tage noch mal mit ehrlicher Arbeit versuchen.
Davon gibt's auf seiner Domaine Sainte Lucie d'Aussou genug. Das Weingut im Bereich der Appellation Corbières-Boutenac hat er vor ein paar Jahren als sein persönliches Modell von Altersteilzeit erworben. Mit letzterer will es allerdings nicht so recht klappen, denn als Erfolgsmensch will er nicht einfach nur Wein machen. Seine Leidenschaft gilt seit jeher heißblütigen großen Rotweinen aus den traditionellen Rebsorten des Corbières. So hat auch in seinem zweiten Leben der Arbeitstag nicht selten zehn oder zwölf Stunden im Weinberg oder im Keller. Nur im Büro macht er sich rar. Marketing interessiert ihn nicht, ihm reicht es, wenn seine Weine auf den Karten der französischen Spitzengastronomie zu finden sind. Und für die Freunde kraftvoller, würziger Rotweine (wie uns :-) gehört Jean-Paul Serres' Domaine Sainte-Lucie d'Aussou sicher zu den bedeutendsten Entdeckungen der letzten Jahre.

 
Beim Stichwort "Corbières" werden diese Rotwein-Freunde hellhörig. Bei "Corbières-Boutenac" setzt spontaner Speichelfluss ein. Alles was einen guten Corbières auszeichnet - üppige Frucht gepaart mit feinen Würznoten, viel Saft am Gaumen und weiche, reife Tannine - findet man hier sowieso. Dazu kommt die Subtilität und Rafinesse großer Gewächse. Die Roten aus dem Nordosten des Anbaugebiets sind, wenn man so will, die Crus des Corbières. Es ist die heißeste und trockenste Ecke, die sich seit 2005 per Dekret der französischen Weinbaubehörde mit einer eigenen Appellation Controllée schmücken darf. Von den 2500 Hektar, die für die AC Corbières-Boutenac ausgewiesen, stehen bislang kaum mehr als die Hälfte unter Reben, und die Handvoll Erzeuger, die sie unter sich aufteilen, haben sich einem strengen Qualitätsreglement unterworfen. Rebsorten, Pflanzdichte, Ertrag, Bearbeitungsmethoden, bei den grundlegenden Qualitätsparametern lässt das Dekret den Winzern nur wenig Spielraum.
Trotzdem sorgt das einzigartige Terroir für höchst individuelle Weine, z. B. den "L'Inédite" von Jean-Paul Serres. Komplexe reife Frucht mit Kirsche und Aprikose im Vordergrund, Noten von Kräutern und Unterholz und nicht zuletzt die typischen Eichenholz-Aromen des vierzehnmonatigen Barrique-Ausbaus können die Sinne einen ganzen Abend lang beschäftigen. Dem Gaumen bietet er einen mächtigen Körper und samtweiche Tannine und den Gliedern beinahe 14 Volumenprozent Alkohol :-).

Sein 2011er Cabernet Sauvignon hat uns nicht minder begeistert. Er ist ein echtes Meisterwerk, das die typischen Aromen der Rebsorte in einer Dichte und Intensität präsentiert, wie wir es lange nicht erlebt haben. Da kommt garantiert keine Langeweile auf. Schon fast zu Gut war seine Symphonie Bastide d'Assou 2011. Denn die Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah, Grenache und Mourvèdre, die schon jeden gefangen nahm, der nur seine Nase ins Glas steckte, war so beliebt, dass sie schneller ausverkauft war, als uns lieb. Wir haben uns aber schon daran gemacht, eine Alternative mit Jean-Paul auszuhecken. Und bei seinem Können machen wir uns wenig Sorgen, einen würdigen Nachfolger mit einer ähnlich opulenten Nase von schwarzen Beeren, Schokolade und Gewürzen zu finden, die nicht mehr verspricht, als der Gaumen hält und ihn ebenso samtweich mit üppiger Frucht von schwarzen Waldbeeren und feinem Schmelz umgarnt.

Saint Lucie d'Aussou L'Inédite 2007 rot, Corbières Boutenac AC (Art. 51758)
Bastide d'Aussou Cabernet Sauvignon 2011, IGP Pays d'Oc (Art. 51752)
 
Piaugier Sablet 2010 rot

Sabletlot! - Domaine de Piaugier
Sablet ist ein typisch provenzalisches Weindörfchen und eines der wenigen an der südlichen Rhône, das wegen seiner herausragenden Weinbergslagen über eine eigene Appellation Controlée verfügt. Die Weine von hier sind unter Kennern wohl gelitten und besonders die von Jean-Marc Autran. Seit jungen Jahren sonnt er sich in der Gunst von Weinpapst Robert Parker, der ihn zu den besten Erzeugern der Region zählt. Schon sein "normaler" Côtes du Rhône zeigt, dass da ein Könner am Werk ist, sein Sablet Côtes du Rhône Villages aber, dass er ein Großer ist. "Sapperlot!" entfuhr es uns, als wir den wuchtigen Roten von über 40 Jahre alten Grenache-Reben zum ersten Mal in den Mund bekamen. Er bombardiert den Gaumen mit einer Fülle von Aromen und legt dabei einen Schmelz an den Tag, der auch in Sablet seinesgleichen sucht.

Domaine de Piaugier Sablet 2010 rot, Côtes du Rhône Villages AC (Art. 21665)
 
Exklusiv bei Assemblage: "Greenvieh"

Sympathievieh - Weingut Uli Metzger
Im Straßenverkehr sind Rindviecher, egal ob freilaufend oder hinterm Steuer, nicht so gern gesehen. Auf Weinetiketten scheinen sie dagegen ausgesprochene Sympathieträger zu sein. Wie anders sollen wir uns den durchschlagenden Erfolg von Uli Metzgers Greenvieh erklären. Der Jungwinzer mit dem irreführenden Namen liebt es (nomen est omen) deftig, zumindest was seine Etiketten angeht. Die ziert ein Rindvieh, das er genüsslich in seine kulinarischen Bestandteile zerlegt hat. Im Sommer haben wir Ihnen bereits seinen Weißburgunder "Greenvieh" vorgestellt und Ihr Zuspruch war überwältigend. Jetzt kommt als Greenvieh Nummer 2 eine Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder, und wir sind sicher, dass Sie auch diese Kuh wieder schnell vom Eis holen. Mit viel Saft am Gaumen und einer Frucht von reifen Mirabellen und Birnen, den Noten von in Butter gebräunten Mandeln und seiner milden Säure ist dieser Weiße aus der Pfalz so süffig, dass Sie das arme Tier bestimmt nicht lange zappeln lassen.

Weingut Uli Metzger - "Greenvieh" Chardonnay-Weißburgunder 2011, Pfalz QbA (Art. 40724)
 
Domaines Bonfils

Zu Höherem berufen - Château de Vaugelas
Hinter dem Namen Domaines Bonfils verbergen sich fünf eigenständige Weingüter im Languedoc, deren Weine eine sympathische Familienähnlichkeit aufweisen: ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis. Dieser angenehme Charakterzug der Domaine de Sainte Marthe, Château de Vaugélas und Domaine de Bisconte kommt nicht von ungefähr. Alle drei segeln unter der Flagge der Familie Bonfils. Olivier Bonfils, der gegenwärtige Patriarch im Haus, achtet genau darauf, dass kein Familienmitglied aus der Art schlägt. Aus der Reihe tanzen die Weine der Domaines Bonfils auch in einem anderen Sinne nicht. Es sind keine modischen Allerweltsweine, sondern typische Gewächse ihrer Herkunft, die etwas über ihr Terroir und das Können ihres Erzeugers verraten.

In der fünften Generation Winzer sind die Bonfils alles andere als Newcomer, trotzdem (oder gerade deswegen?) haben sie für die Kellerarbeit den renommierten Önologen Georges Pauli engagiert. Dem roten Corbières vom Château de Vaugelas merkt man die Handschrift von Monsieur Pauli an. Kraft, Schmelz und Finesse verbindet er zu einem Corbières, der weit entfernt ist vom kernig rustikalen Standard. Zur kristallklaren Frucht von roten Beeren gesellen sich Kirschen in Alkohol und die Aromen des Holzes, Schokolade, Vanille... Genau das Richtige, wenn sich der Gaumen gelegentlich zu Höherem berufen fühlt.

Château de Vaugelas Fût de Chêne 2010, Corbières AC (Art. 51756)
 
Château la Tarcière - Les Dabinières

Harmonie pur - Bonnet-Huteau
Rémi und Jean-Jacques Bonnet sind Traditionalisten, auch wenn ihr Keller technisch auf dem neuesten Stand ist. Mindestens fünf Monate lassen sie ihren Muscadet de Sèvre et Maine auf der Hefe ruhen. So kann er die feinen Aromen von hellen Früchten und Blüten und den Kitzel mineralischer Noten entwickeln, die Frankreichs klassischen Fischwein idealerweise auszeichnen. Seit vier Generationen halten die Bonnet-Huteaus daran fest und dabei soll es auch bleiben; jedenfalls so lange die Familie das Weingut Château La Tarciere in La Chapelle-Heulin bewirtschaftet. Ihre 38 Hektar im Kerngebiet der Appellation sind mit Melon bestockt - der einzigen Rebsorte für den Muscadet de Sèvre et Maine - weisen aber ganz unterschiedliche Terroirs auf. Nur deren Zusammenspiel, meint Rémi Bonnet, verleiht dem Wein seine vollkommene Harmonie. Im Vergleich zu den vielen anderen Muscadets, die wir verkostet haben, müssen wir ihm Recht geben. Ihr Muscadet de Sevre et Maine "Les Dabinières" - mit Brief und Siegel Biowein - zeigt sich am Gaumen außergewöhnlich rund und rassig zugleich. Seine expressive Frucht verbindet sich mit feinen mineralischen Noten zu einem ausgesprochen harmonischen Weißen, der nicht nur Fischfreunde begeistern wird.

Château la Tarcière, Les Dabinières 2010 (Biowein) (Art.30604)
 
Calù Syrah - Sizilien

Ding an sich - Villa Grisa
Selbständige können ein Lied davon singen: Die besten Mitarbeiter wollen irgendwann ihr eigenes Ding machen. Michele Villa hat viele Jahre für Farnese Vini in Ortona gearbeitet, bis er s e i n Weingut auf Sizilien fand. Dreißig Hektar Weinberge in bester Lage in der Nähe von Sambuca und sein eigener Chef zu sein, waren für den begnadeten Önologen das Ding an sich. Da konnte ihm Valentino Sciotti, Direktor bei Farnese Vini, nur noch Glück wünschen. Ein Glück auch für uns, denn der junge Mann entlockt seiner eigenen Scholle wunderbare Weine und bleibt der kundenfreundlichen Preispolitik seiner ehemaligen Brötchengeber treu. Sein Syrah "Calu" (im sizilianischen Dialekt das Wort für "Villa") ist ein echtes Schnäppchen für die Freunde warmer vollmundiger Roter. Das üppige Bukett von roten Früchten, Würztönen und balsamischen Noten lässt schon ahnen, was den Gaumen erwartet: Opulente Frucht an einem kraftvollen Körper, der von einem Gerüst schöner reifer Tannine getragen wird. Bis in den beeindruckenden Abgang hinein zeigt sich dieser Rote wunderbar harmonisch. Gut gemacht, Michele, und weiterhin viel Erfolg!

Villa Grisa - Calù Syrah IGT 2010 (Art.76090)
 
Mâcon-Charnay

Freundschaftsdienst - Domaine Manciat-Poncet
Manchmal findet man sie eben doch, die Stecknadel im Heuhaufen. Ganze sieben Hektar groß ist das Weingut von Marie-Pierre Manciat-Poncet in Chaintré, und von ihrem Mâcon-Villages aus der Gemarkung Charnay gibt es nur ein paar tausend Flaschen. Ein klassischer weißer Burgunder, Chardonnay pur, ohne Holz, dafür aber mit Schmelz, feiner exotischer Frucht, mineralischen Noten, Länge ... eben so, wie er sein soll, und wie wir ihn schon lange gesucht haben. Dazu ist er für um die elf Euro nach Burgunder Maßstäben auch noch ein Schnäppchen. Selbstverständlich hätten wir ihn früher oder später - bei unserer Weinhändler-Ehre - auch ganz allein gefunden. Durch die Vermittlung der Ehrhardts, unserer Winzer im elsässischen Wettolsheim, ging's allerdings schneller und ohne langwieriges Anbaggern. Kleine, gefragte Erzeuger zeigen sich manchmal recht spröde gegenüber neuen Handelspartnern. Da sind "Türöffner" wie Philippe und Corinne, die mit Marie-Pierre befreundet sind, ausgesprochen hilfreich. Vielen Dank noch mal für den Freundschaftsdienst.
(app. Freundschaft: Für Freunde guter weißer Burgunder empfehlen wir darüber hinaus auch den Pouilly Fuissé der Domaine Manciat-Poncet, der gerade im frischen Jahrgang 2011 auf Lager gekommen ist (Art. 21661).

Manciat-Poncet Mâcon-Charnay AC 2010 (Art.21614)
 
Palmera Rosado

Olé, olé, olé, Rosé - Bodegas Palmera
Zur Abwechslung mal gute Nachrichten aus Spanien: Statt Heulen und Zähneklappern ein Rosé-Streif am Horizont. Beim Bobal Rosado der Bodegas Palmera denken Sie eher an Sonnenschirm als an Rettungsschirm. Eine Farbe zum Knutschen, eine Nase zum Verlieben, ein Abgang zum Anbeten und dazwischen ein fruchtiges Spektakel, das die Sinne vibrieren lässt. Da kommen selbst Buchhalter-Seelen in Frühlingslaune, denn er kostet weit weniger, als er schmeckt.

Bodegas Palmera, Bobal y Cabernet Sauvignon Rosado 2011, Utiel-Requena DO (Art.80641)
 
Aus unserer Frühlingswein-Aktion: Sämling 88

Leckerli - Weingut Schneeberger
Die Scheurebe ist ein ausgesprochen kapriziöses Gewächs und hat unter risikoscheuen Winzern einen schlechten Ruf. Zu leicht verdirbt bei mangelnder Obhut ein ganzer Jahrgang. So ist sie auch in der Steiermark, hier heißt sie Sämling, nur noch in wenigen Weinbergen zu finden. Die Familie Schneeberger in Heimschuh schätzt die Rebe nach wie vor wegen ihrer imponierenden Aromenfülle und begegnet ihren Allüren mit peinlich genauer Aufsicht im Weinberg.

Herausgekommen ist ein opulenter, halbtrockener Weißer, der wegen seiner pikanten Säure niemals wirklich süß wirkt, dafür aber ausgesprochen saftig mit Aromen von Alpenkräutern über weißen Pfirsich bis hin zu exotischen Früchten. Oder kurz ein Leckerli, wie ein Kollege bei der Verkostung bemerkte...

Schneeberger Sämling 88 halbtrocken 2011, Südsteier QbA (Art.43058)
 
Domaine La Taste

Gute Partie
Für ihren IGP des Côtes de Gascogne Blanc sec haben Aline und Jean-Claude Fontan auf ihrer Domaine La Taste beinahe die ganze weiße Rebsorten-Klaviatur der Gascogne bemüht. Colombard, Ugni Blanc, Gros Manseng und Sauvignon vereinte das Winzerpaar aus Noulens zu einem herrlich süffigen Fruchtbömbchen. Der Aromenfülle merkt man an, dass Aline und Jean-Claude ihren Reben vom Schnitt bis zur Lese jede erdenkliche Pflege zukommen lassen und auch im Keller äußerst penibel arbeiten.

Aromatisch haut der 2011er aus der Gascogne sogar derart in die Tasten, dass er unserem All-Time-Bestseller La Colombelle den Rang ablaufen könnte. Und mit seiner explosiven Frucht von hellem Steinobst und der erfrischenden Zitrusnote macht er richtig Lust auf Sommer. Als Begleiter für Landpartien, Boule-Partien, Open-Air-Schachpartien, "Grillpartyen" oder einfach fürs Chillen auf der heimischen Parzelle. Mit seinem Preis ist er selbst auch eine gute Partie. Und trotzdem gehen wir im Monat April noch etwas runter.

Domaine La Taste 2011, IGP des Côtes de Gascogne (Art.11897)
 
Vigneto La Conchiglia 2010

Papa hat gesagt - Azienda Agricola Citari
Wenn es um ihre Arbeit als Winzerin geht, zitiert Giovanna Getulli gern ihren Vater: "Die Gelassenheit, die von einer gut gemachten Arbeit herrührt, lässt uns im Gegenzug mehr Selbstvertrauen und Beharrlichkeit bei unseren weiteren Vorhaben gewinnen; kurz gesagt: Sie (die Arbeit) erlaubt uns, unsere Individualität am besten auszudrücken. Nur auf diese Weise können wir jenen psychologischen Zustand erreichen, in dem wir, wie eine Belohnung, das befriedigende Gefühl genießen, etwas geschaffen zu haben." Das hat er schön gesagt, der Herr Papa, und Giovanna hat es sich offenschmecklich zu Herzen genommen.
Vor ein paar Jahren hat sie von ihm das Familien-Weingut in der DOC Lugana übernommen und strahlt nun heitere Gelassenheit aus, als wir ihre Weine verkosten.. Wie den etwas gewichtigeren, aber frischen Lugana "Vigneto La Conchiglia", der mit seinem üppigen Bukett von hellem Kernobst und Zitrusfrüchten, seinem beeindruckenden Körper, der festen Struktur und einer feinen mineralischen Note wunderbar in die - hoffentlich - bald beginnende Frühlingszeit passt.

Citari Lugana "Vigneto La Conchiglia" 2010, Lugana DOC (Art.71694)
 
Gournier Templière

Weit hergeholt - Domaine de Gournier
Französische Winzer holen, wenn es um ihre Familiengeschichte bzw. die ihres Weinguts geht, gerne weit aus. So begann der Weinbau an den Ufern des Gardon, wenn man den Ausführungen Maurice Barnouins Glauben schenkt (und wir haben keinen Grund daran zu zweifeln), nur unwesentlich nach der Vertreibung aus dem Paradies. Ganz so weit hergeholt sind seine Weine Gott sei Dank nicht, und die Familie Barnouin hat die Domaine de Gournier am Südrand der Cevennen auch erst vor rund 50 Jahren übernommen. Was den Hobby-Historiker möglicherweise nüchtern stimmt, war uns in der Blindverkostung natürlich nicht bekannt. Umso begeisterter waren wir als Profi-Hedonisten. Auf 160 Hektar Weinbergen entlang des Flüsschens Gardon macht Maurice aus den klassischen Rebsorten des Midi Weiße und Rote die gleichermaßen den Charakter ihres Terroirs wie auch die „Handschrift“ ihres Schöpfers erkennen lassen. Sein rotes Flaggschiff Cuvée Templière ist eine Sünde wert. Sie trägt den Duft von Blaubeeren, schwarzen Johannisbeeren, Veilchen und Vanille an die Nase und schmeichelt dem Gaumen mit seidigen, süßen Tanninen. Eine Entdeckung für alle Languedoc-Fans und mit Blick auf das Preis/Qualitätsverhältnis auch für Sparfüchse.

Domaine de Gournier, Cuvée Templiére 2009, VdP des Cévennes (Art.51684)
 
Château de Tréviac

Quereinsteiger – Arnaud Sié
Seiteneinsteiger gibt es eine Menge in der Weinbranche, unter den Händlern ;-) wie auch den Erzeugern. Mit ihnen verhält es sich ähnlich wie mit Konvertiten oder frisch gebackenen Nichtrauchern: Sie verfolgen ihre Sache mit heiligem Ernst. Arnaud Sié müssen wir dazu auch noch Talent bescheinigen. Eigentlich hatte er Geschichte studiert, aber dann erschien ihm eine Karriere als Taxifahrer wohl doch nicht so verlockend und er kehrte zurück auf das Weingut seiner Eltern. Zum Glück! Denn heute beschert er uns großartige Weine aus dem Corbiéres. Und beim gesegneten Alter seiner Rebstöcke war der akademische Vorlauf ja auch nicht ganz umsonst. Bei der Pflege seiner 80 Jahre alten Carignan-Reben rekapituliert dann auch gerne die jüngere europäische Geschichte.
 
Vor einigen Jahren übernahm der gelernte Historiker das Weingut mit einem üppigen Bestand alter Rebstöcke der klassischen Midi-Sorten. Daraus macht er wunderbar kraftvolle und weiche Rote und einen begeisternden Rosé. Die Gleichung „alte Rebstöcke = geringer Ertrag = hohe Konzentration“ macht seine mächtigen, weichen Roten aber nicht nur für Historiker interessant. Dichte Aromen von Brombeeren, Pflaumen und Feigen nehmen auch ganz im Hier und Jetzt lebende Genussmenschen gefangen. Viel Saft am Gaumen und samtige Tannine lassen Sie allerdings auch mit Grauen dem Ende (der Flasche) entgegensehen.  
Aber das Rezept geht auf. Seine Weine haben wir Ihnen im vergangenen Jahr mit großem Erfolg vorgestellt, in vielen unserer Partnergeschäfte haben sie für Furore gesorgt. Wie etwa sein reinsortiger Merlot, für den sich Arnaud ebenfalls einen aus Sicht der Altvorderen skandalös niedrigen Ertrag von 35 Hektolitern je Hektar leistet. Das Ergebnis ist eine streichelweiche Wuchtbrumme, die Nase und Gaumen mit Aromen von schwarzen Beeren, Gewürzen und Süßholz bestürmt. Oder seinen Corbières BIN XV aus den Rebsorten Grenache und Syrah mit satten 15 Volumenprozent, den Sie getrost allen Kunden empfehlen können, die bei den Preisen für einen trinkbaren Amarone zusammenzucken. Und Arnauds Corbières Rosé 2010 war die Sensation bei unserer diesjährigen Rosé-Verkostung. Viel Saft am Gaumen gepaart mit explosiver Frucht von roten Beeren – was will der Wein-Freund mehr...

Château de Tréviac Merlot 2009, VdP d'Oc (Art. 51680)
Château de Tréviac Bin XV 2010, Corbières AC (Art. 51701)
Château de Tréviac Rosé 2010, Corbières AOP (Art. 51677)
 
Ronan by Clinet 2009

Jahrhundertschnäppchen
Bordeaux-Spezis wissen es natürlich. Château Clinet gehört zu den Top Ten in Pomerol und sorgt bei den Liebhabern großer Bordeaux-Weine für einen erhöhten Adrenalinausstoß. Und der Jahrgang 2009 stellt, schenkt man der versammelten Fachwelt Glauben, sogar den legendären 89er in den Schatten – leider auch beim Preis. Russische Oligarchen , Eigner von Mega-Yachten und Schönheiten mit pekuniär gesteuertem Eros brauchen deshalb hier nicht weiter zu lesen. Wer dagegen über endliche finanzielle Mittel verfügt und trotzdem mehr als einmal an dem Jahrhundertereignis teilhaben will, für den ist der „Ronan by Clinet 2009“ ein echtes Schnäppchen.
Auch der 09er „Volks-Clinet“ ist eine Sensation und zaubert schon jetzt den Glanz des Jahrgangs auf die Augen normal verdienender Bordeaux-Freunde. Dem Glas entsteigt ein hypnotisierendes Bukett von Morello-Kirschen, reifen Brombeeren und Gewürzen. Am Gaumen entfaltet dieser wunderbar fleischige Rote die betörende Frucht von vollreifen Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, Pflaumen und Spuren von Madagaskar-Pfeffer. Sein beeindruckendes Finale lässt das Spektakel angemessen ausklingen. Der „Volks-Clinet“ wurde aus 100 Prozent Merlot-Trauben von ausgesuchten Lagen des nordöstlichen Bordelais vom Önologen-Team des Château vinifiziert, und der umtriebige Juniorchef Ronan Laborde gab ihm seinen Namen.

Ronan by Clinet 2009, Bordeaux AC (Art. 11839)
 
Podere 414

Per Anhalter durch die Toskana – Simone Castelli
Bekanntlich ist die Antwort auf die letzte aller Fragen nach dem Leben, dem Universum und allem... 42. Das lässt viele Fragen offen. Unsere Frage, ob er Deep Thought, den Supercomputer aus Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“, bei der Namensgebung für sein Weingut bemüht habe, lässt Simone Castelli einige Zeit grübeln. Nein, er habe selbst lange darüber nachgedacht, allerdings keine siebeneinhalb Millionen Jahre, und sei dann auf die Katasterbezeichnung für seinen Weinberg gekommen – Podere 414. Ganz daneben lägen wir mit unserer Vermutung allerdings nicht, schließlich wolle er hier den letzten aller, den ultimativen Morellino di Scansano produzieren. Nicht wenig, was sich der Sohn des berühmten Önologen Maurizio Castelli da vorgenommen hat, schließlich gehören die Topweine der hierzulande wenig bekannten DOC Morellino di Scansano zum Besten, was die Toskana zu bieten hat. Aber mit Blick auf die großen Fußstapfen des Vaters, kann er sich mit weniger kaum zufrieden geben. Er will es jedenfalls wissen und gibt mit seinem Podere 414 gleich die Antwort. Ein großer Sangiovese-Wein (abgerundet durch je 5% Ciliegiolo, Alicante und Colorino) – dicht, rund, mit feiner, reifer Frucht und beeindruckender Struktur. Er nähert sich zweifellos der Epsilonumgebung von 42.

Podere 414 Morellino di Scansano DOC 2008 (Art. 72121)
 
Grauburgunder trocken

Überzeugend – Weingut Sauer
Heiner Sauer ist Überzeugungstäter. Sein ideologisches Rüstzeug hat er sich in der Anti-AKW-Bewegung geholt und als er 1986 die zweieinhalb Hektar Weinberge seines Großvaters in Böchingen an der südlichen Pfälzer Weinstraße wieder unter den Pflug nahm, ging er von Anfang an nach biologischen Grundsätzen vor. Inzwischen ist er Herr über 17 Hektar respektive 80.000 Rebstöcke, zwischen denen eine üppige Bodenbegrünung die Agrarchemie ersetzt. Das scheint ganz ausgezeichnet zu funktionieren. Sein exzellenter Grauburgunder beweist dies einmal mehr. Ein delikater, sortentypischer Duft nach Quitte und Birne belebt die Nase. Am Gaumen zeigt sich der Grauburgunder lebendig und würzig-frisch mit saftiger Säure und elegantem, seidigem Nachklang.

Und das Beste daran ist: Heiner Sauer hat diesen exzellenten Weißen exklusiv für die Assemblage produziert!

Sauer Grauburgunder trocken 2010, Pfalz QbA (Art. 40571)
 
Château de Tréviac

Geschichtslektion – Arnaud Sié
Eigentlich hatte Arnaud Sié Geschichte studiert, aber dann erschien ihm eine Karriere als Taxifahrer wohl doch nicht so verlockend und er kehrte zurück auf das Weingut seiner Eltern. Zum Glück! Denn heute beschert er uns großartige Rotweine aus dem Corbiéres. Und beim gesegneten Alter seiner Rebstöcke war der akademische Vorlauf ja auch nicht ganz umsonst. Bei der Pflege seiner Reben rekapituliert dann auch gerne die jüngere europäische Geschichte. Die Gleichung „alte Rebstöcke = geringer Ertrag = hohe Konzentration“ macht seine mächtigen, weichen Roten aber nicht nur für Historiker interessant.

Einen aus Sicht der Altvorderen skandalös niedrigen Ertrag von 35 Hektolitern je Hektar leistet sich Arnaud auch für seinen reinsortigen Merlot. Das Ergebnis ist eine streichelweiche Wuchtbrumme, die Nase und Gaumen mit Aromen von schwarzen Beeren, Gewürzen und Süßholz bestürmt und auch ganz im Hier und Jetzt lebende Genussmenschen gefangen nimmt. Viel Saft am Gaumen und samtige Tannine lassen Sie allerdings auch mit Grauen dem Ende (der Flasche) entgegensehen.

Château de Treviac Merlot 2008, VdP d'Oc (Art. 51624)
 
Equus Cabernet in exklusiver Ausstattung

Chilenisches Vollblutgestüt – Vina Haras de Pirque
Mit dem Ziel, das bereits etablierte Vollblutgestüt « Haras » zu professionalisieren und auszuweiten sowie hier ein Weingut von internationalem Renommee zu schaffen, erwarb 1991 der Unternehmer Eduardo Matte Rozas das im Südwesten des Maipo-Tals gelegene Landgut. Beides ist ihm gelungen. Das Weinbaugebiet Pirque im Maipo Tal ist die Heimat der besten chilenischen Rotweine und besonders die Weine der Rebsorte Cabernet Sauvignon gehören zu den besten der Welt. Ein Paradebeispiel eines gelungenen Cabernets ist der Equus. Mit einem wahren Feuerwerk an Aromen glänzt dieser Tropfen: Beeren, Cassis, getrocknete Früchte, schwarze Kirschen, reife Zwetschgen, gepaart mit leicht rauchigen, zart holzigen Noten. Acht Monate in Fässern aus französischer Eiche gereift, vereint dieser Rotwein eine enorme Komplexität mit einer ausgewogenen Struktur und einem stabilen Gerüst reifer Tannine. Ein echter Vollblut-Chilene halt!

Die Qualität des Equus Cabernet hat sich auch auf dem deutschen Markt herumgesprochen, auf dem der Wein daher inzwischen verbreitet zu finden ist. Darauf haben wir nun reagiert. Im Rahmen unserer Bemühungen um exklusive Produkte, haben wir für den jetzt auf Lager kommenden neuen Jahrgang 2009 mit den Winzern der Haras de Pirque vereinbart, dass für uns wieder die Ausstattung der Jahrgänge bis 2007 angefertigt wird. Diese vertreiben wir somit jetzt exklusiv. Einen kompletten Jahresbedarf an diesem Vollblut-Chilenen haben wir bereits für Sie sichern können.

Haras de Pirque, Equus Cabernet Sauvignon 2009, Maipo Valley (Art. 46031)
 
Domaine des Plos Chardonnay

Richtige Antwort – Domaine des Plos
Sagen Sie nicht einfach ja, wenn Ihnen Ihr Magen bei Weißwein die Rote Karte zeigt, sagen Sie „(Schardo)nee!“, oder, falls Ihr Innerstes auf eine akzentfreie Aussprache besteht: Chardonnay! Der von der Domaine des Plos regt mit seiner exzentrischen Frucht und mineralischen Noten nur die Geschmacksnerven auf. Im Mund zeigt er sich erstaunlich ausgefallen und entwickelt Aromen von Passionsfrucht. Und auf dem Weg nach unten zeigt er sich trotz Ehrfurcht gebietender Länge ausgesprochen geschmeidig.

Domaine des Plos Chardonnay 2010, VdP des Côtes de Lastours (Art. 51644)
 
Roero Arneis 2010

Schräger Typ – Giacomo Vico
Man weiß nicht so recht, ob der Name eine Empfehlung oder eine Warnung sein soll. Mit „Arneis“ bezeichnet man im Piemonteser Dialekt einen etwas schrägen, extrovertierten Typen, der mit Vorsicht zu genießen ist. Tatsächlich sind die Weißweine aus der Rebsorte gleichen Namens alles, nur nicht langweilig. Eigentlich tragen sie einen Doppelnamen, nämlich Roero für die Herkunft und Arneis für die Rebsorte, und gehören neben dem Gavi zu den großen Weißweinen des Piemont mit der DOCG. Der von Anita und Alessandro Vico gibt sich in der Nase zunächst dezent mit feinen Aromen von hellen Früchten, beweist aber am Gaumen ein ausgesprochen lebhaftes Temperament mit expressiver Frucht und einem angenehmen Bitterton im Abgang. Mutter und Sohn haben das Weingut in Canale Anfang der 1990er zurück in den Schoß der Familie geholt, nachdem es vor zwei Generationen vom Großvater verkauft worden war, der sein Glück lieber mit Autos machen wollte. Seit dem Neubeginn haben die Vicos enorm viel in die Restaurierung und neueste Kellertechnik investiert. Wie Urgroßvater Giacomo wollen sie sich ausschließlich auf die Produktion qualitativ hochwertiger Weine konzentrieren und im Fall ihres Roero Arneis können wir nur sagen: Ziel erreicht.

Giacomo Vico Roero Arneis DOCG 2010 weiß (Art. 70713)
 
Kein Frühling ohne einen Entre-Deux-Mers

Fischmann – Château Haut Reygnac
Im Bordelais ist das berühmte Plateau de Fruits de Mer ohne einen Entre-Deux-Mers so wenig vorstellbar wie eine Frau ohne Fahrrad. Es wäre ein grober Verstoß gegen die kulinarische Orthodoxie, so einem überbordenden mehrstöckigen Arrangement von Meeresfrüchten ohne einen frischen Weißen aus dem Gebiet zwischen Garonne und Dordogne zu Leibe zu rücken. Uns käme allerdings auch ein Frühling ohne einen Entre-Deux-Mers vom neuen Jahrgang vor wie ein Fisch ohne Mann. Denn nichts weckt die Lebenssäfte zuverlässiger. Heuer ist’s der vom Château Haut Reygnac aus 60% Sauvignon und 40% Semillon. Ein Entre-Deux-Mers wie aus dem Musterbuch mit betörend frischer Frucht von Aprikosen und Pfirsichen, feinen Citrusaromen und dem Duft von hellen Blüten.

Château Haut Reygnac 2010 weiß, Entre-Deux-Mers AC (Art. 11834)
 
Vallée Blanche Sauvignon

Knackignon - Caves de Cruzy
Wir verkneifen uns hier Körperteile zu nennen, die mit „Knack-“ anfangen, auch wenn es bei dem Sauvignon „Vallée Blanche“ der Caves de Cruzy nahe liegt. Die Winzergenossen lassen die Rebsorte so sein, wie sie ist und Diätwurstesser sich ihr Spiegelbild wünschen: ohne ein Gramm Fett am straffen Körper, mit knackig runder Frucht und erfrischender Säure. Gerade richtig für „Workouts“ mit allerlei Schalengetier, Seefisch, frischem Ziegenkäse, etc. pp.

Vallée Blanche Sauvignon 2010, IGP Côtes de Gascogne (Art. 51668)
 
Grauburgunder Weissburgunder
Kellerei Selbach

Moselduett – Grau- und Weißburgunder
Johannes Selbach gehört zu den Winzern die „man“ moselauf, moselab kennt und umgekehrt kennt er in der Branche „Hans und Franz“. Da fällt es ihm nicht schwer für seine Kellerei, die er am unteren Ortsrand von Zeltingen betreibt, Partien hochwertigen Traubenguts zu ergattern. Meist von Nebenerwerbswinzern, die zwar über hervorragende Lagen, aber keinen eigenen Keller und das nötige Know-how verfügen. Daraus macht Herr Selbach dann Weine, die zwar nicht den Namen seines Weinguts Selbach-Oster tragen, dafür aber die Hand des Meisters erkennen lassen.
Einer davon ist der feinwürzige Grauburgunder QbA trocken. Am Gaumen gefällt er mit reichlich Saft und Schmelz. Und obgleich „trocken“ zieht er nicht die Löcher in den Socken zusammen, sondern schmeichelt mit seiner pikanten Art und der glasklaren Frucht, die sich auch in einem feinen Duft nach Zitrusfrüchten, Mandeln und weißen Blüten offenbart.
Selbachs feinherber Weißburgunder steht seinem „grauen Bruder“ in Sachen Trinkvergnügen in nichts nach und ist unverschämt süffig. So trinkt man von dem schnell ein Gläschen zuviel. Der Meisterwinzer von der Mosel sieht in dem ebenso harmonischen wie saftigen Weißen aus seiner Kellerei einen idealen Essensbegleiter - wir eher einen Angriff auf die Selbstdisziplin. Ratzfatz war die Literflasche (!) im Dauertest, auch ohne feste Nahrung, leer. In gelöster Stimmung der Korkenzieher bei der Hand und wir wissen nicht mehr so genau, bei welcher Flasche auch die artikulationsförderliche Dosis überschritten wurde. Wir können daher nur ausdrücklich warnen vor diesem „glasse Weischburunda“.

Selbach Grauburgunder trocken 2010, Mosel QbA (Art.40582)
Selbach Weißburgunder feinherb 2010 Liter, Mosel-Saar-Ruwer QbA (Art.40583)
 
Primitivo, Il Battimano 2009

Edler Wilder
Ein verschwenderisches, ätherisches Bukett mit Aromen von reifen roten Früchten und Gewürzen, unter den gleichen Vorzeichen ein spektakulärer Auftritt in Samt und Seide am Gaumen. All das, nur nichts Primitives bietet der Primitivo del Puglia von Francesco Minini. Wie die Rebsorte zu dem für deutsche Ohren merkwürdigen Namen gekommen ist, erschließt sich erst durch einen Blick ins Wörterbuch: „Primitivo“ bedeutet im Italienischen nicht allein primitiv, sondern auch ursprünglich. Genau das ist sie als autochthone Rebsorte, die bis auf die griechische Besiedlung Süditaliens zurückgeht. Das allein wäre aber allenfalls für Öno-Historiker spannend. Wirklich begeistern kann uns die Traube erst, seitdem moderne Weinbautechnik ihre inneren Werte nach außen kehrt. Das ist den Önologen der Kellerei Minini perfekt gelungen. Aber probieren Sie selbst, wie gut „primitivo“ sein kann.

Primitivo, Il Battimano 2009, Primitivo Puglia IGT (Art.74690)
 
Château de Treviac Bin XV 2009

Geschichtslektion – Arnaud Sié
Eigentlich hatte Arnaud Sié Geschichte studiert, aber dann erschien ihm eine Karriere als Taxifahrer wohl doch nicht so verlockend, und er kehrte zurück auf das Weingut seiner Eltern, zum Château de Treviac. Zum Glück! Denn heute beschert er uns großartige Rotweine aus dem Corbiéres. Und beim gesegneten Alter seiner Rebstöcke war der akademische Vorlauf ja auch nicht ganz umsonst. Bei der Pflege seiner 80 Jahre alten Carignan-Reben rekapituliert dann auch gerne die jüngere europäische Geschichte. Im Schnitt sind seine Syrah- und Grenachereben mehr als vierzig Jahre alt. Die Gleichung „alte Rebstöcke = geringer Ertrag = hohe Konzentration“ macht seine mächtigen, weichen Rotweine aber nicht nur für Historiker interessant. Deutschlandweit exklusiv für die Assemblage hat Arnaud Sié nun den Château de Treviac Bin XV 2009 auf die Flasche gezogen. Ein Paradebeispiel für seine guten Corbiéres, von schöner tiefroter Farbe, einem feinen und intensiven Bouquet von Brombeeren, Pflaumen und Feigen. Die Cuvée aus 80% Grenache und 20 % Syrah schmiegt sich mit ihrem vollen Körper sanft um den Gaumen, ist sehr konzentriert im Geschmack, saftig und samtig.

Château de Treviac Bin XV 2009, Corbiéres AC (Art.51634)
 
Achkarrer Castellberg Spätburgunder 2009

Mehr geht nicht – Weingut Michel
In seinem Weinführer „Deutschlands Weine“ verpasste Gerhard Eichelmann dem Weingut Michel in Achkarren am Kaiserstuhl fünf Sterne, was bei ihm soviel wie „Weltklasse“ oder „internationaler Spitzenerzeuger“ bedeutet. Mehr geht also nicht. „Mehr geht nicht“, sagte uns Josef Michel auch bei unserer Reservierung für seinen Spätburgunder QbA trocken aus dem Achkarrer Castellberg.
Das sehen wir auch so, was die Qualität angeht. Auch der frisch abgefüllte 2009er-Jahrgang begeisterte in der Verkostung mit seiner Finesse und reintönigen Frucht und ist nun endlich auch wieder auf unserem Lager angekommen. In der Nase tummeln sich intensive Aromen roter Beeren, die sich auch am Gaumen wiederfinden und von einer schönen Struktur sowie feinem, noch etwas jugendlichem Tannin begleitet werden.
Quantitativ hätten wir deshalb gerne mehr gehabt, aber da musste der gute Josef passen: „Mehr hab ich nicht.“ Den Wein bekommen sie daher exklusiv bei uns.

Weingut Michel, Achkarrer Castellberg Spätburgunder trocken 2009, Baden QbA (Art.40562)
 
Sablet rot Sablet weiss
Piaugier Sablet weiß und rot

Sabletlot! Domaine de Piaugier
Sablet ist ein typisch provenzalisches Weindörfchen und eines der wenigen an der südlichen Rhône, das wegen seiner herausragenden Weinbergslagen über eine eigene Appellation Controlée verfügt. Die Weine von hier sind unter Kennern wohl gelitten und besonders die von Jean-Marc Autran. Seit jungen Jahren sonnt er sich in der Gunst von Weinpapst Robert Parker, der ihn zu den besten Erzeugern der Region zählt. Schon sein „normaler“ Côtes du Rhône zeigt, dass da ein Könner am Werk ist, sein Sablet aus der Einzellage Montmartel aber, dass er ein Großer ist.
„Sapperlot!“ entfuhr es uns, als wir den wuchtigen Roten von über 40 Jahre alten Grenache-Reben zum ersten Mal in den Mund bekamen. Er bombardiert den Gaumen mit einer Fülle von Aromen und legt dabei einen Schmelz an den Tag, der auch in Sablet seinesgleichen sucht.
Sein weißer Bruder ist ein Wein, den man mit Verstand trinken sollte. Zum gedankenlosen Wegschlucken ist er viel zu schade. Mit verschwenderischen Aromen und richtig was „auf den Rippen“ kann der Sablet Blanc die Sinne einen ganzen Abend beschäftigen. Wenn Sie ihn zum Essen „einladen“, setzt er den richtigen Kontrapunkt zu würzigen Fischgerichten, Risottos oder Kalbsbraten. Altmeister Marc Autran hat aus den Rebsorten Grenache Blanc, Clairette, Viognier und Roussanne einen Weißen geschaffen, der mit üppiger Frucht von hellem Steinobst, feinen Zitrusnoten und dezenter Mineralität den Weinverstand wach hält.

Domaine de Piaugier Sablet 2008 rot, Côtes du Rhône Villages AC (Art.21526)
Domaine de Piaugier Sablet 2009 weiß, Côtes du Rhône Villages AC (Art.21542)
 
Bobal y Tempranillo Superior 2008

Aufgegangen – Heiner Sauer / Bodegas Palmera
In Levante ist der Name Programm. In erster Linie hat das Weinzentrum seine Bezeichnung der geografischen Lage in der Nähe Valencias zu verdanken - dem Osten Spaniens, wo die Sonne aufgeht. Levante – zu deutsch: aufgehen – trifft den Nagel aber auch auf den Kopf, wenn es um die Qualitätsoffensive geht, welche die Weinproduzenten in der Region in den vergangenen zehn Jahren gestartet haben. „Aus weniger mach mehr.“ Einer dieser Qualitätsverfechter ist Heiner Sauer. Vor acht Jahren kaufte der Pfälzer Winzer eine Finca mit vierzehn Hektar Weinbergen im Utiel Requena im Westen Valencias und stellte das kleine Weingut sofort auf biologischen Weinbau um. Mehr Arbeit, weniger Ertrag – aber das Rezept ging auf. Die Weine von Heiner Sauers Bodegas Palmera werden derzeit in der Fachwelt herumgereicht: Schaut her, was da möglich ist. Schon der Brot- und Butterwein des Guts aus Bobal- und Tempranillo-Trauben heimst regelmäßig Bestnoten in den Fachzeitschriften ein. Das kleine Kraftpaket gefällt auch im frischen 2008er-Jahrgang - der es inzwischen auch auf dem Etikett zur Qualitätsbezeichnung „Superior“ gebracht hat - mit seiner klaren Kirschfrucht, zu der sich Noten von Schokolade und Vanille gesellen und dessen reife Tannine sich harmonisch ins Bild fügen. Und das Ganze gibt’s zu einem Preis, der nicht unbedingt Bio ist.

Bodegas Palmera, Bobal y Tempranillo Superior 2008, Utiel Requena DO (Art.80501)
 
Grieser Lagrein 2009

Zum Reinlegen – Kellerei Bozen
Ein Hinweis für Weinfreunde mit Migrationshintergrund: „Lagrein“ ist keine Präteritumform von „reinlegen“, sondern eine alte autochthone Südtiroler Rebsorte (Wäre das Erstere der Fall, müsste es „reinliegen“ heißen. Das kennt der Duden nicht und würde überdies in der Personalform getrennt geschrieben – „lag rein“). Die Versuchung, sich trotzdem in diesen samtweichen, vollmundigen Rotwein reinzulegen, ist allerdings auch für Muttersprachler nicht eben klein (Für eine Badewannenfüllung machen wir Ihnen gern ein spezielles Angebot). Sie sollten sich aber vorher überlegen, ob Sie ihn unter diesen Umständen auch trinken möchten, denn erst am Gaumen offenbart er seine ganze Klasse. Gewiss entfaltet er auch in der Wanne sein Bukett von Veilchen, Waldfrüchten, Humus, Schokolade und Gewürzen. Um aber in den Genuss seines kraftvollen Körpers, seiner reifen dunklen Frucht und der seidigen Tannine zu kommen, müssen Sie ihn schon in den Mund nehmen, um seinen betörenden Abgang zu erleben, sogar schlucken. Es braucht also ein unverkrampftes Verhältnis zum eigenen Körper, um den Lagrein Grieser der Genossenschaftskellerei Bozen wirklich mit allen Sinnen wirklich genießen zu können.

Kellerei Bozen, Grieser Lagrein 2009 rot, Südtirol DOC (Art.71637)
 
Marselan rosé 2009

Männersache – Domaine de Tariquet
Yves Grassa, Winzer und Patriarch der Domaine de Tariquet, ist ein Mann in den besten Jahren mit ausgesprochen maskuliner Aura. Eher Maria Adorf als Woody Allen. Er liebt Zigarren (immer), Armagnac (reichlich)und das Leben (intensiv). Wenn er einen Rosé macht, können Sie sich darauf verlassen, dass auch Kerle ihren Spaß daran haben. Und da Yves „zaudern“ nicht einmal buchstabieren kann, war er der erste Winzer in der Gascogne, der einen Weinberg mit der Neuzüchtung „Marselan“ bestockt hat. Die Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Grenache Noir sollte das Temperament und die expressive Frucht ihrer „Eltern“ in sich vereinen – gerade richtig für einen kernigen Rosé. Gesagt, getan: Hier ist der Marselan Rosé der Domaine de Tariquet. Ein kerniger Bursche mit knackfrischer roter Frucht, schöner Würze und jeder Menge Saft, auf den auch Damenkränzchen mal einen sehnsüchtigen Blick werfen.

Domaine du Tariquet Marselan 2009 rosé, VdP des Côtes de Gascogne (Art.11793)
 
Citari Lugana Citari Rosso
Lugana La Sorgente und Garda Classico Rosso

Papa hat gesagt – Azienda Agricola Citari
Wenn es um ihre Arbeit als Winzerin geht, zitiert Giovanna Getulli gern ihren Vater: „Die Gelassenheit, die von einer gut gemachten Arbeit herrührt, lässt uns im Gegenzug mehr Selbstvertrauen und Beharrlichkeit bei unseren weiteren Vorhaben gewinnen; kurz gesagt: Sie (die Arbeit) erlaubt uns, unsere Individualität am besten auszudrücken. Nur auf diese Weise können wir jenen psychologischen Zustand erreichen, in dem wir, wie eine Belohnung, das befriedigende Gefühl genießen, etwas geschaffen zu haben.“ Das hat er schön gesagt, der Herr Papa, und Giovanna hat es sich offenschmecklich zu Herzen genommen. Vor ein paar Jahren hat sie von ihm das Familien-Weingut in der DOC Lugana übernommen und strahlt nun heitere Gelassenheit aus, als wir ihre Weine verkosten. Den herrlich frischen Lugana „Sorgente“, der mit seinen duftigen Fruchtaromen aus 100% Trebbiano und der feinen mineralischen Note wunderbar in die Jahreszeit passt. Und ihren Garda Classico Rosso. Der Rote aus Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera scheint seiner Schöpferin wie aus dem Gesicht geschnitten: heiter und leicht, aber nicht ohne Tiefe. Mit dem Duft von Rosen und Veilchen, der Frucht von roten Beere, Noten von Gewürzen und einer angenehmen Frische wird er allen gefallen, die auch an lauen Sommerabenden lieber rot trinken.

Citari Garda Classico Rosso DOC 2007 (Art.71634)
Citari La Sorgente Lugana DOC 2009 (Art.71635)
 
Konrad Sauvignon Konrad Pinot Noir
Marlborough Sauvignon Blanc und Pinot Noir

Struwwelig - Konrad
„Konrad!“, sprach die Frau Mama,/ „Ich geh aus und du bleibst da./ Sei hübsch ordentlich und fromm,/Bis nach Haus ich wieder komm./ Und vor allem Konrad hör! Lutsche nicht am Daumen mehr;“ Jeder weiß, dass die Geschichte vom Daumenlutscher böse ausgeht. Möchten Sie also unartig sein, wenn die Frau Mama aus dem Haus geht, dann nuckeln sie lieber an Konrad Hengstlers Sauvignon aus Neuseeland. Der gebürtige Schwabe hat noch beide Daumen dran und anscheinend auch zwei grüne. Seine Reben in Blenheim im Marlborough County gedeihen jedenfalls prächtig und sein Sauvignon ist das sprichwörtliche „Maul voll Wein“. Verschwenderische Aromen von vollreifen Stachelbeeren, Cassis und Zitrusfrüchten, viel Saft am Gaumen und eine Länge, die nach Minuten zählt. Sein rotes Pendant steht ihm in nichts nach. Knackige Frucht, Aromen von roten Beeren, Pflaumen und Kirschen in Nase und Mund bei einer leciht lederigen Note und milden Tanninen. Die beiden Übersee-Vertreter ersticken jeden Gedanken ans Daumenlutschen im Keim - und wenn Sie die leeren Flaschen gleich zum Container bringen, merkt die Mama auch nicht, dass Sie genascht haben.

Konrad Sauvignon Blanc 2008, Marlborough-Neuseeland (Art.47008)
Konrad Pinot Noir 2008, Marlborough-Neuseeland (Art.47009)
 
Domaine San de Guilhem

"Alalala" (oder auch Alain Lalanne)
Bei Namen des Winzers fingen wir schon an zu lallen, bevor wir auch nur einen einzigen Schluck probiert hatten. Und nach der Verkostung dieses wunderbar süffigen Weißen aus Colombard, Ugni Blanc, Gros Manseng und Sauvignon wurde es auch nicht besser. Seine erfrischende Art, die spritzige Frucht und die milde Säure ließen uns öfter nachfassen, als der Aussprache gut tut. Und als uns „Alalala“ (= Alain Lalanne) dann dieses fantastische Angebot machte, konnten wir nur noch „wiwiwi!“ (= oui, oui, oui!)“ sagen. Bei einem Ladenpreis unter vier Euro für so einen super Sommerweißwein sagen Sie doch auch nicht „non, non, non!“, oder?

Analyse-Daten:
Alkoholgehalt: 12.5%
Säuregehalt: 4.8 g/l
Zuckergehalt: 16g/l

San de Guilhem 2009 weiß, VdP des Côtes de Gascogne (Art.11783)

 
Côtes Saint Mont weiß & rosé

Gascogn’sche Dörfer – Vignerons Plaimont
In Böhmen wird der polyglotte Weinfreund „Petit Courbu“, „Gros Manseng“ und „Arrufiac“ wohl nicht suchen, aber darüber hinaus fällt wahrscheinlich auch ihm nicht viel dazu ein. Erst wenn man ihn mit der Nase, respektive dem Gaumen darauf stößt, fällt es ihm plötzlich wie Schuppen von den Papillen, wandelt sich Unkenntnis in Genuss: reife exotische Frucht, Noten von Grapefruit und Quitte, reichlich Saft und eine belebende Frische. Aus den traditionellen weißen Rebsorten ihrer Heimat haben die Winzergenossen aus Saint Mont einen Weißwein geschaffen, den jeder sofort versteht.
Doch das Spielchen geht noch weiter. Mit „Tannat“ und „Pinenc“ setzen es die Produkteuers Plaimont fort. Erst beim Stichwort „Cabernet Sauvignon“ wird Ihnen wohl dämmern, dass jetzt mit einem satten Rosa Farbe ins Spiel kommt. Intensive Aromen von Himbeeren, Erdbeeren und Zitrusfrüchten kitzeln die Geschmacksknospen, und den Gaumen streichelt ein vollmundiger Rosé, der mit seiner erfrischenden Säure für Kurzweil bei sommerlichen Grillgelagen sorgt.

Côtes de Saint Mont "d'André Daguin" VDQS weiß 2008 (Art.11731)
Côtes de Saint Mont "d'André Daguin" VDQS rosé 2009 (Art.11776)
 
Réserve Familiale

Edler Eintopf – Domaine Saint-Remy
Passend zur anstehenden Frühlingssaison haben Philippe und Corinne Ehrhardt den frischen Jahrgang ihres „Eintopfs“ der etwas edleren Art abgefüllt. Auf ihrer Domaine Saint-Remy im elsässischen Wettolsheim gaben sie Pinot Auxerrois, Riesling und Gewürztraminer ins große Fass. Die weinige Ausgewogenheit des Weißburgunders, die rassige Frucht des Rieslings und die überbordende Aromatik des Gewürztraminers vereinen sich hier zu einer Réserve Familiale, von der sich auch „Muttern“ gern eine Scheibe abschneidet.

Alkoholgehalt 12,5 % vol
Säure 5,8 g/l
Restzucker 9 g/l

Domaine Saint Rémy Réserve Familiale 2009, Alsace AC (Art.60451)
 
Château Relais de la Poste - Bordeaux

Santé, Sarko
Auch wenn der Name etwas anderes verspricht, politisch geht die Post hier schon lange nicht mehr ab. Ihren größten Tag hatte die alte Poststation in Teuillac vor gut 200 Jahren, als sie für eine Nacht Napoleon beherbergen durfte. Ob der nach dem Genuss der hauseigenen Weine wie Sarko in Heiligendamm „phonetische Ursuppe“ (SZ) von sich gegeben hat, ist leider nicht bekannt. Vorstellen könnten wir es uns allerdings. Ein so runder, weicher roter Bordeaux wie der von Bruno Drode dürfte auch die Zungen von Heroen der Weltgeschichte beflügeln. Seine geschliffene Frucht von schwarzen Beeren und Backpflaume, die samtweichen Tannine und die dezente Holznote haben uns bei der Verkostung jedenfalls zum mehrfachen Nachfassen verleitet. Dass wir anschließend noch ein klares „Kaufen und einkellern!“ artikulieren konnten, liegt vielleicht nur daran, dass wir besser im Training sind als Sarko.

Château Relais de la Poste 2006, Côtes de Bourg AC (Art.11684)
 
Winzer des Jahres 2009:

Weingut Egon Schmitt, Bad Dürkheim - Pfalz
Manchmal läuft in der Familienplanung tatsächlich alles glatt. Die Eltern verwirklichen einen Lebenstraum, gründen ein Unternehmen und die Kinder ziehen mit, tragen in der zweiten Generation maßgeblich zum Erfolg bei. Wie zum Beispiel bei der Familie Schmitt in Bad Dürkheim. 1976 verabschieden sich Inge und Egon Schmitt aus dem sicheren Schoß der Genossenschaft und gründen mit ihren sieben Hektar Rebfläche ein eigenes Weingut, weil sie nicht länger mit ansehen wollen, wie ihre sorgsam gepflegten Trauben in der Masse der Genossenschaftsweine untergehen. Die Sache gelingt, Jahrgang für Jahrgang werden ihre Weine besser und die Fachwelt wird auf den jungen Betrieb aufmerksam. Sohn Jochen, von der Liebe zum Wein und dem Ergeiz der Eltern beseelt, schreibt sich an der deutschen Kaderschmiede für Weinbautechniker ein. Er besteht sein Examen in Geisenheim mit Bravour und kehrt nach Lehrund Wanderjahren ins elterliche Weingut zurück. Seit 1997 hat er hier das Zepter in der Hand und es beginnt Prämierungen zu hageln, für die Weine mit dem großen „S“ auf dem Etikett.

 

Der Jungspund
Schmitts Rivaner ist von jugendlichem Charakter. Frischer Traubenduft mit Aromen von Stachelbeere, Kiwi, Wacholder und Apfel strömt in die Nase. Am Gaumen frisch und spritzig mit feiner Säure, die ihn zu einem prickelndem Erlebnis werden lässt. Die weiche Alternative zum Riesling - aber den kann Schmitt auch...

Schmitt Rivaner trocken 2008, Pfalz QbA (Art.40420)
 

Die gute Partie
Der Riesling „Drei Steine“ ist dem Kellermeister wie aus dem Gesicht geschnitten. Lebhaft am Gaumen, mit seiner kristallklaren Frucht und der feinen Säure ein echter Charmeur, erweist er sich mit den mineralischen Noten im Hintergrund als ausgesprochen charakterfest – eine erstklassige Partie nicht nur für den Sommer.

Schmitt Riesling 3Steine 2008, Pfalz QbA (Art.40428)
 

Der Musterknabe
Der Riesling trocken ist für uns das Muster eines gelungenen Pfälzer Rieslings. Spritzig, mit jener filigranen Frucht, die einen guten Riesling auszeichnet und der Leichtigkeit, die ihn zu einem idealen Sommerwein macht.

Schmitt Riesling trocken Liter 2008, Pfalz QbA (Art.40426)
 

Der Urmigrant
Auch wenn der Name einen Migrationshintergrund vermuten lässt, die Portugieser-Rebe ist eine der ältesten Rotweinsorten Deutschlands. Inzwischen etwas in Vergessenheit geraten, hat sie den Freunden leichter, bekömmlicher Rotweine nach wie vor einiges zu bieten, so sie denn aus gutem Hause kommt. Der Portugieser Rotwein 2008 von Egon Schmitt aus Bad Dürkheim in der Pfalz etwa erwies sich in der Probe mit mäßigem Alkoholgehalt, milden Tanninen und gefälliger Frucht auch als ausgesprochen süffiger Sommerrotwein, der ruhig „kellerkalt“ (12 bis 14 Grad) getrunken werden sollte.

Schmitt Portugieser rot 2008, Pfalz QbA (Art.40466)
 
Castillo Almansa Reserva 2006

Familienangelegenheit – Bodegas Piqueras
Der Reife-„Keller“ der Bodegas Piqueras ist eine für hiesige Maßstäbe gigantische, voll klimatisierte Halle und beherbergt derzeit 3000 Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche. Bei einem Stückpreis von vier- bis fünfhundert Euro ist das eine Menge „Holz“. Aber die Kellerei in Almansa ist eines der kleineren, überschaubaren Weinbauunternehmen Spaniens und seit der Gründung 1918 ein Familienangelegenheit. So ließ es sich der Patron bei unserem Besuch im Spätsommer nicht nehmen, uns selbst herumzuführen. Beeindruckend war nicht nur besagte Halle, sondern der technische Standard der Kelleranlagen insgesamt. Blitzender Edelstahl und penible Hygiene, wohin wir nur schauten. Von schummriger Kellerromantik keine Spur. Umso sympathischer und herzlicher dafür die Menschen und ihre Weine. Der Castillo d Almansa Reserva ist seit eh und je das Flaggschiff der Kellerei. Ausgesuchte Tempranillo-, Monastrell- und Garnacha Trauben werden einer langen Maischegärung unterzogen und reifen dann zwölf Monate im kleinen Eichenfass und weitere zehn in der Flasche, bevor der Wein in den Handel kommt. Das Ergebnis ist ein wunderbar samtiger Spanier mit internsiver Frucht von wilden Beeren, Würznoten, einem Hauch Vanille und exzellent eingebundenen Gerbstoffen. Und das zu einem Preis, für den Sie an einem Rioja allenfalls riechen dürften.

Bodegas Piqueras - Castillo Almansa Reserva 2006, Almansa DO (Art.80476)

p.s. Probieren Sie auch die anderen Weine der Bodegas Piqueras aus unserer Weihnachtsselektion
 
Campuget reloaded

Denk mal – Cuvée 1753
Wie dumm von uns, dass wir vergessen hatten, was Jean-Lin Dalle so drauf hat. So einen Rotwein zu so einem Kurs, das muss ihm erst einer nachmachen. Beinahe schwarz steht er im Glas, darüber ein Bukett von schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren, Lakritz, Veilchen und Kakao. Am Gaumen explodiert er geradezu, betört die Sinne mit einem Wechselspiel von Fruchtaromen und Würznoten, samtweichen Tanninen. Mehr etwas für die ersten kühlen Abende allein oder zu zweit. Bei soviel Begeisterung haben wir glatt vergessen, Jean-Lin zu fragen, wie sich der Name „Cuvée 1753“ erklärt. Jetzt sind die Hobby-Historiker unter unseren Kunden gefragt, welches Ereignis in Nîmes und um Nîmes herum so einem Denkmal von einem Roten seinen Namen gegeben hat. Die Hungeraufstände des Jahres in Frankreich werden es wohl kaum gewesen sein.

Château Campuget "Cuvée 1753" 2006, Côstières de Nîmes AC (Art.21458)
 
Carignan Vieilles Vignes

Orakel – Cave de Cruzy
Bei Redaktionsschluss waren es noch ein paar Tage bis zur Bundestagswahl und die Auguren rätselten noch über die Trendfarben der kommenden Bundestagssaison. Möglicherweise liegen wir also völlig daneben, wenn wir auf eine Fortsetzung von Schwarzrot setzen. Statt aus dem Kaffeesatz oder Hühnerknochen zu lesen, haben wir die Nase lieber tief ins Glas gesteckt und den Gaumen mit dem Carignan Vieilles Vignes der (Winzer-)Genossen aus Cruzy benetzt. Nicht die Spur von Ampel oder Jamaika, Gelb kam überhaupt nicht vor. In der Nase wie am Gaumen dominierte schwarze und rote Frucht voller Saft und Leidenschaft, so als wären Angela und Frank-Walter noch in den Flitterwochen. Inzwischen sind Sie natürlich schlauer. Sollten Sie also für die nächsten vier Jahre doch mit Anti-Ampel-mobil-unter-18-Guido oder gar dem Saar-Bonaparte (Gott sei bei uns!) leben müssen und echte Hingabe vemissen, dann gönnen Sie sich von Zeit zu Zeit (oder FAZ?) doch ein Fläschen Carignan Vieilles Vignes. Den können Sie auch nach der Mehrwertsteuer-Erhöhung noch bezahlen.

Carignan Vieilles Vignes 2008, VdP de l'Hérault (Art.51498)
 
Bio-Wein - Cuvée Cana 2008

Überzeugend – Weingut Sauer
Heiner Sauer ist Überzeugungstäter. Sein ideologisches Rüstzeug hat er sich in der Anti-AKW-Bewegung geholt und als er 1986 die zweieinhalb Hektar Weinberge seines Großvaters in Böchingen an der südlichen Pfälzer Weinstraße wieder unter den Pflug nahm, ging er von Anfang an nach biologischen Grundsätzen vor. Inzwischen ist er Herr über 17 Hektar respektive 80.000 Rebstöcke, zwischen denen eine üppige Bodenbegrünung die Agrarchemie ersetzt. Das scheint ganz ausgezeichnet zu funktionieren, davon überzeugten uns in der Probe jedenfalls seine Weine. Der Name seiner Cuvée Cana (vom lateinischen „canus“ = weiß) zielt zwar eher auf die gebildeten Stände, aber auch mit Asterix-Latinum hatten wir unsere Freude an dem saftigen, milden Weißen aus Riesling, Weiß- und Grauburgunder.

Weingut Heiner Sauer - Cuvée Cana 2008, Pfalz QbA (Art.40448)
 
Cuvée Georges 2007 (90-91 Parker-Punkte)

Zum Verlieben - Château Puig-Parahÿ
Wäre Georges Puig Zahnarzt oder wenigstens pensionsberechtigt, würden ihm die Frauen wohl zu Füßen liegen. Er ist ein Kerl wie ein Kleiderschrank – mit Waschbrettbauch, lachenden Augen und einem verschmitzten Lächeln. So richtig was zum Anlehnen für Cabrio & Kö. Leider ist er aber nur Herr über 140 Hektar Weinberge im Roussillon und in diesem Geschäft ist nichts sicher. Das musste schon sein Ururgroßvater erfahren, als die Reblaus seine gesamten Weinberge vernichtet hatte. Der verkaufte kurzerhand 100 Hektar und bepflanzte aus dem Erlös die verbliebenen 140 neu. Nicht wenige dieser Reben pflegt Georges heute noch, aber was ihm das Jahr bringt, weiß auch er erst, wenn es vorbei ist. So lebt er noch bei Mama und Papa und hofft darauf, dass sich doch noch eine findet, die sich für frühes Aufstehen und Knochenarbeit begeistern kann. Wer dem nichts abgewinnen kann, sollte trotzdem seinen Côtes du Roussillon „Georges“ 2007 probieren. Das ist ein Roter zum Verlieben: kraftvoll und saftig am Gaumen mit schöner roter Frucht, samtigen Tanninen und einer ansehnlichen Länge.
Auch Weinpapst Robert Parker hat sich in den Roten verliebt – und ihm dafür satte 90-91 Punkte geschenkt:

Robert Parker (The Wine advocate, Juni 2009):
„Der Puig Parahy Cuvée Georges 2007, Cotes du Roussilon – eine Cuvée aus Carignan und Grenache, ergänzt durch etwas Syrah, im Edelstahltank gereift – duftet nach Brombeeren, etwas Holzrauch, gerösteten Walnüssen, Rosmarin und Majoran; offenbart eine schöne fruchtbetonte Geschmackspalette, die in einer leicht scharfen Gewürznote endet. Lebhaftigkeit, Mineralität und Griffigkeit, die man kaum von einem Wein erwarten kann, der für so wenig Geld angeboten wird. Hat Georges Puig diese klare Schönheit einmal in Flaschen abgefüllt, können sie darauf zählen, für weitere zahlreiche Jahre einen mehr als zufriedenstellenden und äußerst vielseitigen Speisenbegleiter zu Tisch anbieten zu können – die unglaubliche Wertigkeit des Weins nicht zu vergessen.“

Exklusiv bei der Assemblage:
Domaine Puig Parahy - Cuvée Georges 2007, Côtes du Roussillon AC (Art.51457)
 
Domaine le Bosquet 2008

Déjà-vu
Erinnern Sie sich noch an Claudia Roth?? An den Weißen der Domaine de Bosquet bestimmt. Weil er in unserer letzten Frühlingswein-Aktion soviel Anklang gefunden hat, stellen wir in dieses Jahr noch einmal vor mit dem Text vom letzten: „Wenn Sie in Vorfreude auf den Wonnemonat von Ihrem Märchenprinzen träumen, wir haben das Schloss dazu gefunden. So richtig eins mit Türmchen und Zinnen, nur ein paar Steinwürfe vom Mittelmeer entfernt. Und das Beste daran ist: Hier dürfen auch grüne Mädchen mitträumen, denn in den Weinbergen ringsherum geht’s biologisch zu. Ob freilich Nicholas de Sarret, dessen Familie das ehemals königliche Gut seit dem 15. Jahrhundert gehört, auf Claudia Roth abfährt, konnten wir nicht eruieren. Zu vertieft waren wir in seinen Weißen aus 70 Prozent Sauvignon und 30 Prozent Viognier. Sein fester Körper, umwölkt von Aromen von schwarzer Johannisbeere und Zitrusfrüchten, nahm unsere Sinne derart gefangen, das kein Gedanke an die hohe Minne aufkam – und an die niedere schon gar nicht ;-). Jetzt können Sie den traumhaft frischen Weißen bei uns probieren und sehen, ob’s Ihnen ähnlich geht.“

Domaine Le Bosquet 2008 weiß, VdP des Côtes de Thongue (Art.51470)
 
Château Puy Servain

Montravel Blanc Sec
Die Appellation Montravel Controlée ist ein kleines, nur Kennern bekanntes Weinbaugebiet. Der Önologe Daniel Hecquet, langjähriger Berater des Bergerac-Weinbauverbandes und Autor des Guide Hachette, ist als Winzer vom Château Calabre ein alter Bekannter unter unseren Sortimentswinzern. Auch auf seinem zweiten Weingut, Château Puy Servain beweist er, dass er sein Fach nicht nur theoretisch versteht, sondern auch die Praxis des Weinmachens virtuos beherrscht. Mit aufwendiger Vinifikation machte Monsieur Hecquet überwiegend aus der Sorte Sauvignon einen rassigen Weißwein. Durch die Einmaischung auf den Schalen (Macération Pelliculaire) und die Lagerung auf feinen Hefen entstand ein Wein, der, jetzt noch von Primäraromen (Kiwi, Pfirsich, Zitrusfrüchte) geprägt, ein enormes Entwicklungspotenzial erkennen läßt.

Im Monat Juni zum Sonderpreis erhältlich :

Château Puy Servain blanc sec 2007, Montravel AC (Art.11638)
 
Château de Macard

Spar-Bordeaux
Wegen eines Formfehlers oder eines „Papierkram-sch..ß-Problems“, wie sein Schwiegersohn Bruno Macarez es nannte, musste Alain Aubert seinen 2006er Bordeaux Supérieur Château de Macard zum einfachen Bordeaux deklassieren. Das ändert nichts am Geschmack, aber am Preis. Der Herr über 250 Hektar im Libournais, darunter der Saint-Emilion Grand Cru Classé Château La Couspaude, kann’s verkraften, aber der Groll auf den Starrsinn der Behörden wird dadurch nicht kleiner. Sie bekommen dafür die einmalige Chance einen verkappten „Supérieur“ zum Preis eines Générique zu trinken. Aus 80 Prozent Merlot und je zehn Prozent Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc von im Schnitt 30 Jahre alten Rebstöcken machten die Auberts 2006 einen roten Bordeaux, der nach deutlich mehr schmeckt. Mit seiner dichten Frucht von roten Beeren und seinen weichen Tanninen bietet er schon jetzt das volle Bordeaux-Vergnügen. Zu diesem Preis aber nur dieses eine Mal, denn noch mal passiert ihnen so ein „sch..ß Fehler“ garantiert nicht, versicherte uns Bruno.

Château de Macard 2006, Bordeaux AC (Art.11711)
 
Vouvray 2007

Verliebt – Domaine Champalou
Champalou – das klingt nach einem Lebenskünstler, einem Filou, der immer weiß, wo es ein Gläschen Champagner zu holen gibt. Catherine Champalou lacht laut auf, als wir ihrem Mann Didier unsere Auflösung seines Namens vortragen. Freimütig gibt sie zu, dass sie damals zwar seinem jungenhaftem Charme erlegen sei, einem Nichtsnutz aber bald wieder den Laufpass gegeben hätte. Tatsächlich liegen Didier Champalous Talente auf ganz anderem Gebiet. Er ist Winzer in Vouvray und zwar einer der besten. Bei den Verkostern des Guide Hachette hat er einen Stein im Brett und als wir nach der Probe aus seinem Keller kommen wissen wir auch warum. Sein Vouvray hat uns schlicht umgehauen. Nicht weil er unter die Rubrik „Wuchtbrumme“ fällt, was auf einige Weine der Appellation durchaus zutrifft, sondern weil er einmal mehr beweist, zu welcher Eleganz und Finesse sich die Chenin-Blanc-Traube hier in Vouvray aufschwingen kann. Sicher, der Weiße hat einen beeindruckenden Körper, aber mit seiner filigranen Frucht und den mineralischen Anklängen wirkt er an keiner Stelle plump. Bis ins beinahe endlose Finale hinein lässt er die Sinne vibrieren. In den kann man sich einfach nur verlieben - oder können Sie dem frisch eingetroffenen Jahrgang 2007 wiederstehen?!

Champalou 2007 Vouvray AC (Art.30534)
 
Mirone Rosado 2008

Luxuriös – Artiga & Fustel
Holla! Was für ein Rosé! Frucht, Frucht, Frucht und das sprichwörtliche „Maul voll Wein“ in kräftigem Rosa. Mit ganzen 37 Hektolitern je Hektar von im Schnitt 23 Jahre alten Grenache-Reben leisten sich Artiga & Fustel für ihren Mirone Rosado einen luxuriös niedrigen Ertrag. Weniger Trauben am Stock bringen mehr Konzentration oder schlicht mehr Geschmack. Das ist unter Önologen kein Geheimnis und bei großen Rot- und Weißweinen der kostspielige Weg zur (Wein-) Seligkeit. Bei einem alltagstauglichen Rosé aber ist das eine Kampfansage an den Wettbewerb. Die Jungdynamiker Artiga & Fustel aus Vilafranca del Penedès sind angetreten, die spanische Weinszene aufzumischen. Mit ihrem Mirone Rosado zeigen sie der Konkurrenz schon mal, wo künftig der Hammer hängt. Und der neue frische Jahrgang ist gerade eingetroffen:

Mirone Rosado 2008, Vino de Mesa (Penedès) (Art.80448)
 
Sécret Campagne

Village People – Cave de Cairanne, Côtes du Rhône
In der Fachwelt genießen die Côtes du Rhône Village der Genossenschaft Cave de Cairanne schon lange einen ausgezeichneten Ruf. Das kann kein Zufall sein. Wenn sich die hundert Mitgliedswinzer unter der Leitung des Starönologen Jean-Luc Colombo Jahr für Jahr der Gunst von Guide Hachette, Gault Millau und Robert Parker Jr. erfreuen, müssen sie etwas von der Sache verstehen. Aber warum liest man nie etwas von ihrem Côtes du Rhône, dem das Kataster den prestigeträchtigen Zusatz „Village“ verbietet oder ihrem Landwein? Vergessen die Genossen auf den Weinbergen außerhalb der Gemarkung Cairanne plötzlich wie man Wein macht, oder ist es schlicht dem Snobismus der Weinjournalisten zuzuschreiben? Nach unserer Verkostung wohl Letzteres. Auch mit ihren roten „Brot-und-Butter-Weinen“ lagen die Village People der Cave de Cairanne weit über dem Durchschnitt. Der fruchtig elegante Côtes du Rhône ebenso wie der saftig leichte Vin de Pays de la Principaute d’Orange.

Cairanne Sécret Campane 2007 rot, VdP de Principauté d'Orange (Art.21402)
 
Winzer des Jahres 2008:

For Beuys and Girls - Cantine Zaccagnini
Für die Winzer der Cantine Zaccagnini in den Abruzzen ist die Kunst eine Quelle der Inspiration. Diese findet sich nicht nur in ihren Weinen wieder. Zu sehen ist sie nicht zuletzt in den Entwürfen und im Bau des Kellereigebäudes, in Form eines Möwenflügels, während der Bottichkeller ein Auge darstellt, dass stets einen wachsamen Blick auf die Natur hat und eine tolle Aussicht auf den anliegenden Nationalpark Majella bietet. Die Natur in Bolognano war es, die diesen Flecken Erde in der Provinz Pescara für 15 Jahre zum Wohnsitz des Künstlers Joseph Beuys werden ließ. Von hier aus verzauberte er die Welt mit seinen Gedanken über den Schutz der Natur. Die Weine von Zaccagnini stehen seit jeher in Verbindung zu dieser Philosophie.

 

Denn im Weinbau findet die Kunst auf 80 Hektar beständig gepflegten und regelmäßig kontrollierten Weinbergen ihre Fortsetzung. 200 Meter über dem Meeresspiegel wachsen in optimalem Umfeld, den Schluchten des Gole di Popoli, sowohl autochtone als auch internationale Rebsorten. Qualitätssicherung bei den Produkten und den einzelnen Arbeitsphasen sind die Ziele des Betriebes. So verfügt die Weinkellerei seit 1996 über das Qualitätszertifikat ISO 9002. Zu verdanken ist dies dem renommierten Weinfachmann Concezio Marulli, der Jahr für Jahr das Qualitätsniveau der Marke Zaccagnini mittels wissenschaftlicher Forschungen im Bereich der Zucht- und Kelterungsmethoden anhebt.

Zaccagnini - Il Bianco di Ciccio 2007 IGT (Art. 74548)
 

Das Ergebnis sind harmonische Weine, die – ob weiß oder rot – von Eleganz, Charakter und Finesse geprägt sind. Der Bianco di Ciccio aus 80% Trebbiano und 20 % Chardonnay besticht durch eine harmonische Komposition von Frische und Schmelz, seinem feinen und aromatischen Duft bei zartgelber Farbe. Den Charakter der Region spiegelt er ebenso wider wie sein rotes Pendant. Mit seinem runden und robusten Körper bei feiner Tanninstruktur, zeigt der sortenreine Montepulciano d’Abruzzo, dass er den viermonatigen Ausbau im Eichenfass sichtlich genossen hat. Bei intensivem Rubinrot drängen sich die Primäraromen der Rebsorte auf, die prächtig mit dem eingesetzten Holz harmonieren und sich in den nächsten drei Jahren sogar noch weiterentwickeln können. Dabei schmeckt er weder nach Fett noch nach Filz. Statt den Kunstsinn zu strapazieren, füllt der samtweiche Rote den Mund mit üppiger Frucht von dunklen Beeren und einer feinen Süße. So richtig was für die Mädels - aber auch Beuys hätte seinen Spaß daran.

Zaccagnini - Montepulciano d' Abruzzo 2006 DOC (Art. 74567)
 
Glaser Himmelstoß

Silvaner Dettelbacher Berg Rondel Kabinett
Nach ausgezeichneter Bewertung mit 17 von 20 Punkten im "Weinwisser" (Ausgabe 11/08) nun auch unser Wein des Monats. Weinwisser:„Klares, feines Bouquet von weißen und gelben Früchten, leicht rauchig unterlegt, neben feinwürzigen Kräuternoten (Thymian) eine deutliche Muschelkalkaromatik aufzeigend. Eleganter Gaumen mit schöner, enorm saftiger Frucht und ausgewogener Säure, langem Finale. Erstklassiger Terroirwein mittleren Körpers. Toller Preis.“ Dem können wir nur zustimmen. Überzeugen Sie sich selbst.

Glaser Himmelstoß - Silvaner Dettelbacher Berg Rondel Kabinett 2007, Franken QmP (Art.Nr.40361)
 
Cantine Francesco Minini - Il Battimano 2007

Primitivo-Gelüste
Frauen, die beim flüchtigen Lesen der Überschrift gleich denken „Männer!“ sollten hier ruhig noch mal genauer hinschmecken. Denn der samtig weiche Rote „Il Battimano“ aus Apulien kann mit seiner schmeichelnden roten Frucht auch bei den Damen Primitivo-Gelüste auslösen. Die Rebsorte mit dem für unsere Ohren kuriosen Namen hat in den letzten zehn, fünfzehn Jahren eine bemerkenswerte Karriere gemacht. Das ist an sich nicht weiter erstaunlich, bringt die Primitivo doch unter kundiger Hand traumhaft weiche und vollmundige Rotweine hervor. Sonderbar ist nur, dass das Potenzial dieser uralten Rebe so lange unentdeckt blieb. Die Önologen der Kellerei Minini jedenfalls gehörten zu den ersten, die dieses Juwel (wieder)entdeckt und geschliffen haben.

Il Battimano Primitivo 2007 - Primitivo Puglia IGT (Art.Nr.74589)
 
Chilenisches Gold

Viña Haras de Pirque - Equus Cabernet Sauvignon 2006
Der Chilene mit dem Pferd im Etikett überzeugt nicht nur uns. Beim diesjährigen Concourse Mondial de Bruxelles ließ der rassige Rote von Haras Pirque der Jury keine andere Wahl, als dem 2006er Equus Cabernet Sauvignon aus dem Maipo Valley die Goldmedaille zu verleihen. Mit seinem Feuerwerk an Aromen - von Bitterschokolade über Minze, Rosmarin und schwarzen Beeren bis zu süßlichen Anklängen im Abgang - erfreute er die Gaumen der Verkoster. Zwei Stunden dekantiert ist die Cuvée aus 85% Cabernet Sauvignon, 9% Syrah und 6% Cabernet Franc mit ihren 15-prozentigen Pferdestärken bereits jetzt genießbar und besticht zudem durch ein außerordentliches Lagerpotenzial von mindestens elf Jahren. Ob der "rote Hengst" auch Ihnen Gold wert wäre, können Sie zu einem moderaten Preis herausfinden. Für uns ist er auf jeden Fall den Wein des Monats wert.

Equus Cabernet Sauvignon - Maipo Valley (Art.Nr.46016)
 
Lillet weiß Lillet rot
Lillet - Spezialität aus dem Bordeaux

Der Bond-Cocktail
„Bitte einen trockenen Martini, in einem tiefen Champagner-Glas. Drei Teile Gordon’s, einen Teil Wodka und einen halben Teil Kina Lillet. Schütteln sie es bis es eiskalt ist und garnieren sie das Ganze mit einer dünnen Scheibe Zitronenschale. Haben sie das?“ Mit diesem Rezept setzte Ian Flemming dem französischen Aperitif Lillet in seinem James Bond Roman „Casino Royal“ ein unvergleichliches Denkmal. Trotz dieses großen Fürsprechers wäre der traditionsreiche Aperitif fast in Vergessenheit geraten. Jetzt wird er wiederentdeckt. Lillet, benannt nach dessen „Erfindern“, den Brüdern Lillet, entsteht seit 1872 aus einer Mischung von Weinen aus dem Bordelais sowie dem Extrakt von Zitrusfrüchten und -schalen.

Lillet weiß 17% (700ml), Bordeaux (Art.Nr.90462)
Lillet rot 17% (700ml), Bordeaux (Art.Nr.90463)
 
Sauvignon Liter 2007

Für Pendler - Vignerons de Calvisson
Spritpreisgebeutelte Pendler können beim Sauvignon der Winzergenossen aus Calvisson mal wieder richtig Gas geben. Weil er so lecker ist, haben wir ihn gleich in Literflaschen füllen lassen, und weil er so günstig ist, reicht’s montags auch noch für die Tanke. In der Nase veranstaltet er ein Aromenspektakel von Stachelbeeren, Ananas und Limetten; dem Gaumen schmeichelt er mit viel Saft und satter Frucht und dem Magen mit zurückhaltender Säure. Für uns ist er ein idealer Schoppenwein bei hochsommerlichen Temperaturen, aber selbstverständlich können Sie ihn auch zu hartschaligen Meeresbewohnern, weichem Ziegenkäse oder ausgelassenen Festen reichen.

Calvisson Sauvignon Liter 2007, VdP d'Oc (Art.Nr.51401)
 
Inzolia I-Templi 2007

Südausleger – Moncaro
Unter den Weinerzeugern in Norditalien, die es zu Ruhm und Ehre gebracht haben, ist in den letzten Jahren ein gewisser Hang nach Süden zu beobachten. Ob Sizilien oder Apulien, die Weinmacher aus dem Norden haben in Italiens Süden offenbar ein neues Arkadien entdeckt. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Genossenschaft Moncaro in Montecarotto dem Ruf paradiesischer Weinbaubedingungen und alter autochthoner Rebsorten folgte. In den Marken gehört die Kooperative zur Creme der Weinerzeuger mit so vielen Medaillen wie an der Brust eines Vier-Sterne-Generals. Daher waren wir nicht wirklich überrascht, als uns die Genossen jüngst neben Verdicchio und Rosso Conero einen weißen Sizilianer vorstellten, der es in sich hat. Zu 100 Prozent aus Inzolia-Trauben, paart der I Templi 2007 dichte exotische Frucht, Würze und eine eindrucksvolle Länge mit einer angenehmen Frische. Das Mittel der Wahl für frühlingstrunkene Feierstündchen.

Moncaro Inzolia - I Templi 2007, Inzolia Sicilia IGT (Art.Nr.76056)
 
Ein frischer Rosé aus dem Languedoc

Projektor – Domaine des Plos
Leuchtend rosa steht Alain Maurels Rosé aus 100 Prozent Cabernet Sauvignon im Glas und lässt den Duft von Himbeeren und wilden Erdbeeren in die Nase steigen. Im Mund lässt er knacktrocken die Muskeln spielen und zaubert Bilder von Sommerferien im Midi auf die Leinwand des Kopfkinos. Mit reichlich Plusgraden bis spät in die Nacht, Zikaden-Getöse und einem Sternenhimmel, wie wir ihn hierzulande nur aus dem Planetarium kennen. Genau der richtige Hintergrund für Grillabende auf Gran Terrassia.

Domaine des Plos 2007 rosé, VdP des Côtes de Lastours (Art.Nr.51402)
 
Anjos de Portugal - Vinho Verde

Prozentrechnen - Quinta da Lixa
Bei 26,3 Prozent verlieren Rückfahrkarten nach Berlin ihre Gültigkeit, 11,3 Prozent müssen der Kraft als Antrieb reichen und 9,5 Prozent sorgen für einen leichten Wein in lauen Sommernächten. So wenig Alkohol hat der wunderbar spritzige Vinho Verde "Anjos de Portugal" der Quinta da Lixa, dafür aber umso mehr frische Frucht. Das perfekt ausbalancierte Spiel von Süße und Säure macht diesen Weißen zum idealen Sommerwein. Und bei dem Preis kann sich germanisches Finanzgebaren durchaus mit romanischer Lebensfreude versöhnen.

Anjos de Portugal 2007, Vinho Verde DOC (Art.Nr.41006)
 
Vignobles de Francis Courselle

Mangelware – Clos Sainte Anne
Die Jahresproduktion von Sylvie Courselles - Tochter von Francis - Bordeaux Blanc passt locker auf einen Lastzug. Das gibt eigentlich Anlass zur Sorge. Schließlich bieten wir Ihnen nicht gerne einen Wein an, bei dem wir Sie schon in ein paar Monaten auf den nächsten Jahrgang vertrösten müssen. Andererseits wollen wir Ihnen den außergewöhnlich geschmeidigen Weißen aus Semillon, Sauvignon Blanc und Sauvignon Gris auch nicht vorenthalten - zumal wir diese Rarität exklusiv in Deutschland handeln. Denn bei unserer letzten Verkostung der Frühlingsweine stach der Wein erneut durch seine elegante Expressivität unter den Blindproben hervor. Außerdem gefällt er uns mit seiner üppigen exotischen Frucht, den Noten von Zitrus, Ananas und weißen Blüten viel zu gut. Halten Sie sich also ran, denn in lauen Sommernächten werden auch wir sicher das ein oder andere Fläschchen „nachverkosten“.

Clos Sainte Anne weiß 2007, Bordeaux AC (Art.Nr.11632)
 
Cantina Tollo:

“Prova A” - Montepulciano d´Abruzzo 2005
Anfangs haben wir uns tagelang das Gehirn zermartert, wie wir den Wein nennen sollen, den wir einst auf der Vinitaly als A-Probe verkostet hatten. Inzwischen ist der Montepulciano d’Abbruzzo „Prova A“ seit Jahren ein Renner in unserem Sortiment. Wunderschöne Kirscharomen und samtig weiche Tannine umspülen den Gaumen. Noch immer kommt er weinig mild daher, voll und angenehm im Geschmack, trocken und weich mit einem angenehm leichten Holzton, der aus 5 Monaten Reife in neuen Eichenbarriques rührt. Auch sein Erzeuger, die Cantina Tollo, ist unter Italienfreunden längst kein Geheimtipp mehr, aber ihrem Erfolgsrezept sind die Mitglieder der Genossenschaft in Ortona treu geblieben: Viel Wein fürs Geld.

“Prova A” - Montepulciano d´Abruzzo DOC 2005 (Art.Nr.74546)
 
Weingut des Jahres 2007:

La Cave des Vignerons de Cruzy
Önologen sind auch nur Ingenieure: Bitten Sie einen, er möge Ihnen in einfachen Worten die Vorzüge seines Unternehmens oder seines Produkts erklären, und Sie können sicher sein, dass die Antwort nur ein Ingenieur versteht. Florence Sechet ist die leitende Önologin der Genossenschaft von Cruzy. Als wir sie nach den Besonderheiten des Terroirs ihrer Kooperative fragen, sprudelt es nur so aus ihr heraus: Lehmkalkböden, weiße Kiesel, Photosynthese, Seewind … Sie gerät geradezu in Schwärmen. Bei der Probe übersetzen wir uns das mit "warme, fruchtbetonte Rote" und "frische, saftige Weiße". Florence kann die klassische Karriere der neuen Winzergeneration im Languedoc vorweisen: Hochschul-Studium, Auslandsaufenthalt, vorzugsweise in Übersee, assistant wine maker, chief wine maker. Irgendwann zog es sie zurück in die Heimat. Sie fand einen Job als Chef-Önologin einer kleineren Genossenschaft im Languedoc und machte in der Szene von sich Reden. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis Direktor José Rozich mit dem sicheren Blick für Talente die energische junge Frau ins Boot der Vignerons de Cruzy holte. Der ultramoderne Keller der Kooperative ist jetzt schon einige Jahre ihr Reich und die Weine aus Cruzy tragen ihren Stempel: moderne, fruchtbetonte Rot- und Weißweine, die ihre Herkunft, ihr Terroir deutlich erkennen lassen.

 
Montplo rot Montplo weiß

Selektion Montplo

Domaine Montplo 2006 rot, VdP de l'Hérault (Art.Nr.51298)
Brillante rubinrote Farbe. In der Nase intensive Komplexität von Aromen roter Früchte. Rund und samtig am Gaumen mit weichen Tanninen.

Cuvée Montplo 2006 weiß, VdP du Comté Tolosan (Art.Nr.51295)
Schöne hellgoldene Farbe. In der Nase Aromen von weißen Blüten und Aprikosen. Am Gaumen intensiv fruchtig und blumig. Schön ausgewogen.

 
Croisade Syrah Croisade Cabernet Syrah

Selektion La Croisade

La Croisade Syrah 2006 rot, VdP d'Oc (Art.Nr.51301)
Der Syrah tritt am Gaumen gradheraus und ungekünstelt auf, mit kristallklarer Frucht und viel Saft. Weich und konzentriert mit Noten von roten Beeren, Gewürzen und Röstbrot.

La Croisade Cabernet Syrah 2006 rot, VdP d'Oc (Art.Nr.51322)
Tiefdunkles Rot, die Nase wird dominiert von reifen Beeren mit Gewürz- und Röstnoten. Sehr harmonisch, konzentriert, aber weich im Mund mit lang andauerndem Finisch.

 
Vignals rot Vignals weiß
Selektion Les Vignals

Les Vignals 2006 rot, VdP des Côtes de Gascogne (Art.Nr.11605)
Rubinrote Farbe. Intensiver Duft roter Beeren, deren Aromen sich am Gaumen wieder finden. Weich im Mund mit leichten Röstaromen und Gewürznoten. Sehr ausgeglichen mit sanftem Finish.

Les Vignals 2006 weiß, VdP des Côtes de Gascogne (Art.Nr.11589)
Erfrischender Weißwein aus der Gascogne, der durch seine frische Frucht und Spritzigkeit gefällt. Mit dem saftigen Weißen aus Colombard, Ugni Blanc und Sauvignon dürften die Genossen für ein Raunen in der Colombelle-Fraktion sorgen..

 
Schönheitskur - Monastier Shiraz
In Übersee hat sie unter dem Namen "Shiraz" eine steile Kariere gemacht, gibt streichelweichen Roten ihren Namen, die schnell etwas drall um die Hüften werden. Das entspricht nicht ganz unserem Schönheitsideal, dachten sich die Önologen der Kooperative in Cruzy und haben eine wine maker's selection kreiert, die auch vor europäischen Spiegeln eine gute Figur macht. Syrah-Trauben aus ausgewählten Parzellen, die sie während der gesamten Vegetationsperiode mit Argusaugen überwachen, werden zum optimalen Reifezeitpunkt geerntet und dann einer dreiwöchigen Maischegärung unterzogen. Das Ergebnis ist ein wohlig weicher Roter mit üppiger Frucht von schwarzen Beeren, feinen Würznoten und einer Spur Lakritz, samtigen Tanninen und eben jenem Maß an Struktur, das den Konkurrenten aus Übersee so oft mangelt. Ein echter Franzose mit einem leichten Down-under-Akzent. Damit es der monoglotte Weltmann auch versteht, haben sie es beim Namen "Shiraz" belassen.

Monastier Shiraz 2006, VdP d'Oc (Art.Nr.51294)
 

Château La Clotte Fontane - Cuvée Mathiérou, Coteaux du Languedoc AC

Blind gewogen – Château La Clotte-Fontane
Wäre Maryline Pagès persönlich zu unserem Oktober Speed Dating erschienen, hätte es bei den männlichen Mitgliedern unserer Verkostungsriege sicher einiges Gedränge gegeben. Sie als „charmant“ zu beschreiben, ist eine grobe Untertreibung. Im Interesse eines fairen Wettbewerbs verbieten wir uns natürlich solche Einflussnahme und verkosten blind wie die Dame mit der Waage. Aber auch so war nicht ohne Reiz, was Maryline gemeinsam mit ihrem Mann Philippe da in die Waagschale geworfen hat. Die Freunde gediegener Rotweine aus den klassischen Rebsorten des Languedoc haben sicher schon mal einen Blick riskiert auf ihre schweren Burgunderflaschen. Bei der Cuvée Mathièrou sollten sie es wieder tun. Hinter dem schlichten Etikett, auf dem das blendend weiße Schlösschen der Pagés merkwürdigerweise schwarz erscheint, verbirgt sich ein kraftvoller Roter aus 40 Prozent Syrah und 60 Prozent Grenache. In der Nase buhlen dunkle Früchte, schwarze Oliven und Lakritz um Ihre Gunst, im Mund zeigt er konzentrierte Frucht, gestützt von spürbaren, aber sanften Tanninen. Auch blind sind wir daher Maryline durchaus gewogen.

Château La Clotte Fontane - Mathiérou 2006, Coteaux du Languedoc AC (Art.Nr. 51321)

 

Clos Sainte Anne - Premières Côtes de Bordeaux rouge

Vaters Beste – Clos Sainte Anne
In diesem Keller ist kein Platz für zwei von uns, muss Francis Courselle gedacht haben, als er seiner Tochter Marie die Leitung des kleinen Weinguts Clos Sainte Anne an den Pemières Côtes de Bordaux übergab. Vater Courselle gehört zu den Doyens des Weinbaus im Entre-deux-Mers und hat sich mit seinem Château de Thieuley einen Ruf wie Donnerhall erworben. Hier lässt er sich nicht reinreden. Und Marie? Vom Vater hat sie das Talent, den Ehrgeiz und den Sturkopf, aus dem Önologischen Institut der Universität Bordeaux die neuen Ideen und den Mund verbieten lässt sie sich schon gar nicht. Was sie noch hat, ist ein ausgesprochenes Händchen für Rotweine. Das brachte den „Alten“ auf die rettende Idee: elf Hektar beste Rotweinlagen und ein eigener Keller am Ostufer der Garonne im Besitz der Familie. Der Erfolg der friedensstiftenden Maßnahme ist ein temperamentvoller Bordeaux mit expressiver Frucht und einem festen Rückgrat aus reifen Tanninen, das für seine weitere Entwicklung noch einiges hoffen lässt.

Im Monat November zu interessanten Sonderkonditionen erhältlich:

Clos Sainte Anne rot 2002, Premières Côtes de Bordeaux AC (Art.Nr. 11562)

Diese Aktion wird unterstützt von der Sopexa -

 

Domaine Piaugier - Les Ramières 2005

Qualitätsgarant - Domaine de Piaugier
Jean-Marc Autran, seit ewigen Zeiten „unser Mann“ an den Côtes du Rhône und einst ein gefeierter Jungstar, gehört sicherlich zu den besten Erzeugern an der südlichen Rhône. Der Gault Millau wählte in zum Winzer des Jahres 2006 und Robert Parker Jr. bescheinigt ihm „eine bemerkenswerte Beständigkeit als Top-Erzeuger“.

Das können wir nur bestätigen. Selbst in vorgeblich „kleineren“ Jahren stellte er uns Weine von bestechender Konzentration und Harmonie vor. Dabei arbeitet er im Keller ganz traditionell. Betontanks und Eichenfässer bestimmen das Bild, das einzige Zugeständnis an die Moderne ist eine Anlage zur Temperaturkontrolle bei der Gärung. Seine „Hausaufgaben“ macht er im Weinberg.

Rund 30 Hektar bewirtschaftet er gemeinsam mit seiner Frau Sophie, davon vierzehn im Bereich der Appellation Côtes du Rhône und zwölf in den Grenzen der Ortslage Sablet. Seine Grenache-, Cinsault-, Syrah-, Merlot- und Mourvedre-Reben befinden sich im besten Alter zwischen 20 und 45 Jahren, trotzdem mutet er ihnen lediglich Erträge von maximal 40 Hektoliter je Hektar zu.

Als Ergebnis entstehen Qualitätsweine wie Autrans rubinrote Cuvée "Les Ramieres" aus Merlot, Grenache und Cinsault, mit kräftigem Körper, dem typisch intensiven würzigen Geschmack, angenehmem Tanningerüst und schönem Schmelz. .

Domaine Piaugier Les Ramières 2005, VdP du Vaucluse (Art.Nr. 21312)

 

Domaine Bonfils - Château Tour de Montrabech 2003

Rotschnäppchen
Der Lauf des Aude zwischen Narbonne und Carcassonne markiert die Nordgrenze des Corbières. Südlich davon erstreckt sich ein wild zerklüftetes Hügelland, das seinen Bewohnern kaum eine andere Chance lässt, als Wein anzubauen. Das tun sie auch seit alters her, aber einige können es eben besser als die anderen. Der Rote aus Syrah, Mourvedre, Grenache Noir und Carignan von Château Tour de Montrabech war die Sensation unserer jüngsten Verkostung. Schokolade, dicke rote Frucht, Würze, Vanille zu einem harmonischen Ganzen verbunden - schön und gut, das bekommt man anderswo auch, aber zu so einem Preis weckt er passend zum Sommerende doch die Schlussverkaufsinstinkte.

Im Monat September zu interessanten Sonderkonditionen erhältlich:

Château Tour de Montrabech 2003, Corbières AC (Art.Nr. 51228)

Diese Aktion wird von der Sopexa unterstützt.

 

Azienda Aggricola Col Longone - Sauvignon 2006, Friuli-Grave DOC

Kann es – Col Longone
Federico Camarottos Weingut im äußersten Westen des Anbaugebiets Grave del Friuli ist über hundert Hektar groß und verfügt über bevorzugte Hanglagen am Col Longone. Das bedeutet nichts anderes als „langer Hügel“ (oder „Langenberg“ für die Velberter unter Ihnen). Oben drauf thront Signore Camarottos herrschaftliche Villa und drum herum scharen sich die Wirtschaftsgebäude, in denen es von neuester Kellertechnik nur so blitzt und blinkt. Er hat also alles, was man zum Wein machen braucht. Dass er’s auch kann, beweisen seine Weine: Der Sauvignon, aromatisch, elegant mit subtiler Frucht, feiner Säure, dem charakteristischem Duft von grüner Paprika und reifem Obst, ist die italienische Antwort auf einen Sancerre. Nur müssen Sie dafür nicht so viel auf den Tisch legen.

Col Longone Sauvignon 2006, Friuli-Grave DOC (Art.Nr. 71523)

 

Vignerons de Calvisson - Mas de Lys Syrah rosé 2006, VdP d'Oc (Languedoc)

Nicht geStrunzt - Les Vignerons de Calvisson
Die Bayern aus München hatten in der letzten Saison Flasche wieder ziemlich leer, zumindest nach ihren eigenen Maßstäben. Ganz anders die Vignerons aus Calvisson. Die haben uns eine geschickt, bei der sich sonst nüchterne Verkoster zu Aussagen wie „So muss ein Rosé sein“ und Höchstpunktzahlen hinreißen ließen. Ihr Rosé „Mas de Lys“ aus 100 Prozent Syrah ist ein Traumwein für die kommende Grillsaison und das ist keineswegs gestrunzt - prallvoll mit satter roter Frucht, ungemein saftig und gut gekühlt ebenso erfrischend. Vielleicht sollten wir – mal königsblau, schwäbisch oder grün-weiß gedacht – ein paar Kartons nach München schicken. Der Wein ist derart süffig, da ist der Kahn schnell voll und dann spielen sie auch kommende Saision wieder wie Flasche leer.

Mas de Lys Syrah rosé 2006, VdP d'Oc (Art.Nr. 51293)

 
Schmitt Riesling trocken Liter 2006 Schmitt Riesling Drei Steine 2006

Schmitt: Riesling trocken Liter und Riesling "Drei Steine", Pfalz QbA

Familienplanung – Weingut Egon Schmitt
Manchmal läuft in der Familienplanung tatsächlich alles glatt. Die Eltern verwirklichen einen Lebenstraum, gründen ein Unternehmen und die Kinder ziehen mit, tragen in der zweiten Generation maßgeblich zum Erfolg bei. Wie zum Beispiel bei der Familie Schmitt in Bad Dürkheim. 1976 verabschieden sich Inge und Egon Schmitt aus dem sicheren Schoss der Genossenschaft und gründen mit ihren sieben Hektar Rebfläche ein eigenes Weingut, weil sie nicht länger mit ansehen wollen, wie ihre sorgsam gepflegten Trauben in der Masse der Genossenschaftsweine untergehen. Die Sache gelingt, Jahrgang für Jahrgang werden ihre Weine besser und die Fachwelt wird auf den jungen Betrieb aufmerksam. Sohn Jochen, von der Liebe zum Wein und dem Ergeiz der Eltern beseelt, schreibt sich an der deutschen Kaderschmiede für Weinbautechniker ein. Er besteht sein Examen in Geisenheim mit Bravour und kehrt nach Lehr- und Wanderjahren ins elterliche Weingut zurück. Seit 1997 hat er hier das Zepter in der Hand und es beginnt Prämierungen zu hageln für die Weine mit dem großen „S“ auf dem Etikett.

Sein Riesling Dürkheimer Steinberg ist für uns das Muster eines gelungenen Pfälzer Rieslings. Spritzig, mit jener filigranen Frucht, die einen guten Riesling auszeichnet und der Leichtigkeit, die ihn zu einem idealen Sommerwein macht.

Schmitt Riesling trocken Liter 2006, Pfalz QbA (Art.Nr. 40287)

"Drei Steine" bezeichnet einen klassischen Pfälzer Riesling, komponiert aus drei verschiedenen Bodenarten. Die gelben Früchtearomen des Bundsandstein-Verwitterungsbodens, die rassige, kräftige Art der Weine aus Lößschichten und die Mineralität des Kalksteins bilden diesen vielschichtigen und nachhaltigen Wein voller Eleganz und Finesse aus. Kaum eine Rebsorte spiegelt in solch einzigartiger Weise den Einfluss des Bodens wider, wie der Riesling. Infolge komoniert Schmitt den Wein aus den zunächst lagenrein bereiteten Gewächsen erst kurz vor der Abfüllung. Die gezügelte Vergärung aller Rieslinge im Edelstahl und das vergleichsweise kurze Feinhefelager gepaart mit einer frühen Abfüllung fördern die Fruchtigkeit dieses Weines.

Schmitt Riesling "Drei Steine" 2006, Pfalz QbA (Art.Nr. 40288)

 

Domaine de la Renaudie Sauvignon 2006, Touraine AC
Frühlings-Scha(d)bärnack
Nach Bruno, dem Schadbären im Herbst (mehr dazu unten), jetzt Knut. Im Rausch der Gefühle und in sicherer Entfernung von der bayerischen Landesregierung lassen wir uns keinen Bären mehr aufbinden. Er ist da: der Frühling, der Aufschwung, Knut! Natürlich waren wir im ausgefallenen Winter nicht untätig und haben wieder gesichtet und verkostet, damit wir Ihnen rechtzeitig unsere flüssigen Frühlingsboten präsentieren können. Nicht so plüschig und ohne Knopfaugen, aber einfach goldig.

Aus unserer Frühlingswein-Aktion:

Bärig gelungen – Domaine de la Renaudie
Als Weinkenner wissen Sie natürlich, dass Sauvignon nicht die holländische Übersetzung von „Sauf ihn jung!“ ist, sonst würde man man’s ja auch Sauvinjong schreiben. Andererseits sollten Sie den Rat beim 2006er Sauvignon de Tourraine von Bruno und Patricia Denis nicht gleich von der Hand weisen. Der Wein ist jetzt so gut, dass wir uns am liebsten rein gesetzt hätten: klassische Sauvignon-Frucht, schöner Körper und gerade das richtige Maß an Säure. Dafür würden wir manchen Sancerre stehen lassen. Reingesetzt haben wir uns natürlich nicht, auch wenn er nur halb so viel kostet wie ein Sancerre, aber im Vorbeigehen immer mal wieder probiert. Die Begeisterung wollte einfach nicht nachlassen. Für Sauvignon-Fans ist Bruno definitiv kein Schadbär.

Domaine de la Renaudie Sauvignon 2006, Touraine AC (Art.Nr. 30492)
Alkohol: 12,6 % vol.
Restzucker: 2,6 g/l
Säure total: 3,84 g/l
 

Domaine St. Germain barrique 2001, Minervois AC
Als Präsident der Genossenschaft von La Livinière geht Roger Pourthié mit leuchtendem Beispiel voran. Auf seiner Domaine de Saint-Germain macht er den übrigen Mitgliedswinzern vor, was er von ihnen bei der Arbeit im Weinberg verlangt. Vom Rebschnitt bis zur Ernte hegt und pflegt er seine Grenache-, Syrah- und Carignan-Reben. Die Lese geschieht von Hand, damit nur optimal ausgereifte Trauben in die Kelter gelangen.

Die Weinberge rund um La Livinière genießen unter Minervois-Freunden den Ruf, besonders elegante Rotweine hervorzubringen, und es versteht sich beinahe von selbst, dass die von Monsieur le Président zu den besten gehören. Seine Hanglagen zwischen dichten Pinienwäldern am Südrand der Montagne Noir sind bekannt für besonders konzentrierte und körperreiche Rote mit mindestens 13 Volumenprozent Alkohol.

Vinifiziert wird der Minervois der Domaine de Saint-Germain natürlich in den Kelleranlagen der Genossenschaft, selbstredend separat. Die Kooperative ist ein Pilotbetrieb für das gesamte Anbaugebiet. Sie hat sich auf ein Verfahren spezialisiert, das dem Wein den ganzen Reichtum seines Terroirs bewahrt. Monsieur Pourthié hat ihr den klassischen Minervois mit all seiner Komplexität aufs Panier geschrieben. Mit modischen Fruchtbomben oder ruppigen Bauernweinen sollen sich doch andere befassen.

Im Monat April zu interessanten Sonderkonditionen:

Domaine St. Germain barrique 2001, Minervois AC (Art.Nr. 51094)
Purpur-rote Farbe, intensives und komplexes Bukett von roten Früchten mit leichter Lakritznote undVanille. Gut ausgeglichene Tannine, dichter, langer Abgang.
 
Silver Cloud Chardonnay 2005 Silver cloud Cabernet Sauvignon 2005

Aimery, Sieur d'Arques - Silver Cloud
Unter den Genossenschaften des Languedoc nimmt Sieur d’Arques, der Winzerverein von Limoux, eine Sonderstellung ein. Nicht wegen seiner Größe - da können andere Kooperativen mit imposanteren Zahlen protzen -, sondern wegen der Güte und Breite ihrer Produktpalette. Die reicht von blitzsauberen Rebsortenweinen, die zu den Longsellern in unserem Sortiment gehören, über Blanquettes und Crémants de Limoux, die an der Spitze der Appellation rangieren, bis hin zu Chardonnays der absoluten Topklasse. Damit haben es die Winzergenossen von Limoux bis auf die Karten der französischen Spitzengastronomie geschafft.

Dass ein Unternehmen wie Château Mouton Rothschild önologisches Know-how mit einer Genossenschaft austauscht, dürfte auch nicht allzu häufig vorkommen. Mit Sieur d’Arques aber funktioniert das zum beiderseitigen Vorteil. Wirklich einmalig, zumindest aus unserer Sicht, ist das jährliche Festbankett für 1000 geladene Weinhändler aus aller Welt. Sie werden von der Crème de la Crème d er französischen Sterneköche bekocht und dürfen zum Ende der Veranstaltung die besten Chardonnay-Fässer aus den Kellern der Genossenschaft ersteigern. Den Erlös stiftet Sieur d’Arques jeweils für die Restaurierung einer Kirche in der Umgebung.

Im Monat März zu interessanten Sonderkonditionen erhältlich:

Silver Cloud Chardonnay Liter 2005, VdP d'Oc (Art.Nr.51224)
Kräftig, fruchtig mit einem Anflug von Haselnuss; Geruch von Akazien mit feiner Fruchtnote von Bananen und Grapefruit. Die Farbe ist strohgelb mit einem grünen Glanz.

Silver Cloud Cabernet Sauvignon Liter 2005, VdP d'Oc (Art.Nr.51216)
Kräftiges Rot, Geruch von schwarzen Johannisbeeren mit feiner pfefferiger Note. Geschmack von roten Früchten. Feine, geschmeidige und ausgewogene Tannine.
 

Alberto Vino tinto 5 Liter-Bag in Box, Vino de Mesa

In unmittelbarer Nachbarschaft der ehemaligen Hauptstadt Spaniens, Valladolid, baut die alt-eingesessene Winzerfamilie Alberto Gutiérrez aus eigenen Weingärten östlich von Ribera del Duero Rotweine an. Das Ergebnis sind ausdrucksvolle Rotweine wie diese würzige, warme und weinige Cuvée aus Tempranillo und Cabernet Sauvignon, die bisher nur als Vino de Mesa (Landwein) vermarktet werden durften, aber aufgrund Ihrer Qualität nach Überzeugung vieler Fachleute zu einer künftigen DO zählen werden. Mit unserem Vino de Mesa de Castilla Y León bieten wir Ihnen im Monat Februar den perfekten Begleiter zu Tapas, Grilladen, dunklem Fleisch und Käse im praktischen 5-Liter-Pack zu interessanten Sonderkonditionen an.

Alberto Vino tinto 5 Liter-Bag in Box, Vino de Mesa de Castilla Y León (Art.Nr.80146)

 
Weingut des Jahres 2006:
Cantine Salvalai (Veneto)


Commedia del Vino - Cantine Salvalai
Corvina, Rondinella, Molinara, Garganega ... Das klingt nach Figuren der Commedia dell‘Arte, jener uritalienischen Stegreifkomödie, die allein vom Witz ihrer Akteure lebt. Es handelt sich aber um die Hauptdarsteller eines anderen herzerfrischenden Vergnügens, um die Rebsorten der klassischen Veroneser Weine Bardolino und Soave. Bei den Salvalais in Brescia fanden wir sie zu zwei Weinen vereint, die am Gaumen so viel Witz versprühen, dass wir Ihnen den Spaß nicht vorenthalten wollen. Der rote Bardolino Classico der alteingesessenen Kellerei unterhält Sie bestens mit seiner leichten, fruchtig-frechen Art und auch der weiße Soave ist ein feiner Vertreter seines Genres: frisch, würzig, weinig.



 

Soave Classico

Einer der Weltweit meist bekannten und verbreiteten Weissweine Italiens. Von strohgelber transparenter Farbe mit zitronengelben Reflexen. Feiner Duft nach weißen Blumen (Weißdorn und Akazie.) Trocken, leicht und delikat fruchtig im Geschmack.

Soave-Wein ist bereits seit 1272 bekannt, und 1483 wird er als der Wein erwähnt, der dem wunderschönen italienischen Städtchen Soave seinen Namen gab. Das älteste, klassische Originalanbaugebiet liegt zwischen den Gemeinden Soave und Monteforte d'Alpone; hier finden sich die besten Bedingungen für die Herstellung von Weinen mit einer Intensität und Fülle, die dem Namen alle Ehre machen: Soave.

Salvalai - Soave Classico 2005 DOC (Art.Nr.70146)
 

Bardolino Classico

Von typischer rubinroter Farbe mit delikatem Geruch. Ein harmonischer Wein mit dem charakteristischem Duft nach Kirschen.

Der Bardolino DOC Classico kommt aus der zentralen Moränenhügelregion zwischen Bardolino, Lazise, Aff! und Cavaion Veronese. Der steinige und häufig lockere Boden der Moränenhügel, der von urzeitlichen Gletschern glatt geschliffen wurde, eignet sich besonders für den Weinanbau. Der Bardolino, ein großzügiger Wein, der sich zu allen Gängen eines Menüs eignet, wird aus einer Traubenmischung hergestellt, bei der jeder einzelne Rebstock eine genau festgelegte Rolle spielt: die Corvina-Trauben verleihen ihm Körper und Farbe; durch Rondinella-Trauben erhält er seine Lebhaftigkeit, und Molinara-Trauben verleihen dem Wein seinen Duft.

Salvalai - Bardolino Classico 2004 DOC (Art.Nr.71141)
 
Valpolicella Classico Superiore

Von rubinroter leicht transparenter Farbe. Ein gut strukturierter Wein, wuerzig, samtig mit anhaltendem Geschmack von reifen Kirschen und Waldbeeren.

Die Bezeichnung "Classico" bekommen Weine aus Trauben, die in den Gemeinden Negrar, Marano, Fumane, Sant'Ambrogio und San Pietro in Cariano gelesen werden; diese Gemeinden bilden das historische ValpolicellaAnbaugebiet. Aus den entsprechend vorgetrockneten Trauben dieses bedeutenden Weines entstehen der Amarone und der Recioto.

Salvalai - Valpolicella Classico Superiore 2004 DOC (Art.Nr.70147)
 
Amarone Classico

Von intensiver granatroter Farbe und anhaltendem Duft. Der Geschmack nach Kirschen, Gewürzen und einem Hauch von Bittermandeln machen diesen Wein besonders angenehm. Der Amarone hat einen kräftigen Körper, ist weich, warm, voll und samtig.

Die in den Gemeinden Negrar, Marano di Valpolicella und San Pietro in Cariano gelesenen Trauben werden bis Mitte Januar sorgfältig auf Gittern getrocknet. Nach Beendigung des Gärungsprozesses wird der Wein zur Reifung weitere 2-3 Jahre teils in großen slawonischen Fässern und teils in kleinen Allier-Fässern (Barriques) gelagert. Nach der Flaschenabfüllung wird er dann noch weitere 6 Monate veredelt, bevor er in den Handel kommt. Ein Wein von ursprünglichem Geschmack, der eine einzigartige Herkunft verrät und durch seine Lagerung wesentlich an Qualität gewinnt.

Salvalai - Amarone Classico 2003 DOC (Art.Nr.71169)


 
Château Rougepeyre Fût 2003

Kläuschen - Château Rougepeyre
Der Korken war noch nicht allzu lange aus der Flasche, da hörten wir eine feine Stimme fragen: „Rougepeyre, rougepeyre, knäuschen, wer knabbert an meinem Kläuschen?“ Wir waren uns nicht sicher, ob die Kollegin gerade an einem Beziehungsproblem arbeitete oder einfach nur zu intensiv verkostet hatte. Tatsache war, dass vor uns auf dem Tisch der kümmerliche Rest von einem märchenhaften Rotwein aus dem Cabardès stand und die Stimmung recht ausgelassen war. Der Rote aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Grenache hatte unsere Herzen im Sturm erobert. Gerade hatte wegen seiner imposanten Nase von roten Früchten, Trüffeln und Kakao, seiner seidigen Tannine und der überzeugenden Länge auch das Kontermuster dran glauben müssen, da hörten wir eine sonore Stimme sagen: „So muss ein Wein sein, dann klappt’s auch mit dem Klaus.“

Château Rougepeyre Fût 2003 - Cabardès AOC (Art.Nr.51252)


 
Vidigal Reserva 2004

Neues aus Portugal:
Rubinrot mit walnussfarbenen Reflexen. Aromen von reifen Früchten, von einer holzigen Note unterstützt. Gute Struktur am Gaumen mit ausgewogenen Taninen.

Rebsorten: 70% Tinta Roriz, 20% Castelao, 10% Cabernet Sauvignon

Säure: 7.42 g/l   Alkohol: 13.00 %Vol

41000   Vidigal Reserva 2004 - Reserva Regional Estremadura


 
La Grange de Piaugier

Lang am Gaumen mit einer pfefferigen Note, blumigen Duft nach roten Früchten und leichtem Kakaoton im Abgang, überzeugt der würzige Côtes du Rhône der Domaine Piaugier durch seine sehr schöne rubinrote Farbe, seine kräftigen Fruchtaromen und durch seine Eleganz.
Die Weine von Marc Autran haben in der Vergangenheit vermehrt die Aufmerksamkeit der Fachpresse auf sich gezogen. Trotz der Wahl zum Winzer des Jahres durch den Gault-Millau und der Adelung durch den Weinpapst Robert Parker, gibt Monsieur Autran der vermehrten Nachfrage nicht nach und hält weiter an seinen Qualitätsprinzipien fest. So kommt immer noch seine alte Holzkelter zum Einsatz, denn der schonende Druck beim Abpressen der Trauben ist für Ihn die Qualitätsgarantie.
Für seinen Côtes du Rhône selektiert er nur ein Drittel der Ernte. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die verfügbaren Mengen seiner Weine sehr gering.

Rebsorten: 60 % Grenache, 14 % Mourvedre, 13 % Cinsault, 13 % Carignan

21232 Domaine de Piaugier, La Grange de Piaugier 2003
Côtes du Rhône AC


 
Aufsehen erregend - Louis Chenu
Savigny Village Blanc 2004


Die Krawatte von Monsieur Bruot war, drücken wir es vorsichtig aus, ein Blickfang. Mit der Strahlkraft einer Siebzigerjahre-Tapete verdeckte sie großflächig die leicht gewölbte Knopfleiste seines Hemds. Aber nicht sie war es, die uns sprachlos machte, sondern die Flaschen, die der Mann in den Diensten eines burgundischen Weinhändlers unter dem Tresen hervorholte, nachdem wir die Weine seines Arbeitgebers probiert hatten. „Die sind von meiner Frau“, raunte er uns zu. Der weiße Savigny-les-Beaune Village 2004 war schlicht eine Wucht. Muskulös und feingliedrig zugleich umspielt er den Gaumen mit Aromen von reifen Birnen und exotischen Früchten, einer Spur Honig und eben jenem mineralischen Unterton, der die Chardonnays hier idealerweise auszeichnet. Abgerundet wird das Ganze von 10% Pinot Blanc die dem Savigny die schöne weinige Note verleihen. Seit ein paar Jahren führen Caroline Chenu und Juliette Chenu-Bruot das neun Hektar große Familienweingut und sie werden, jetzt noch „unter der Theke gehandelt“, gewiss noch von sich reden machen – auch ohne krawallige Krawatte.
21263 Domain Louis Chenu, Savigny Village Blanc 2004
Savigny-les-Beaune AC


 
- Packung für uns -
Cantina Tollo, Profumo Pinot Grigio 2005


„Haben wir so nicht bestellt, umpacken!“. Hätten die Italiener uns gewinnen lassen, wären wir ja vielleicht gnädig gewesen. Wir hatten den neuen Pinot Grigio von der Cantina Tollo in Sechserkartons geordert, aber die Schlafmützen im Versand haben das Runde zu zwölfen ins Eckige gesteckt. Da haben wir sie noch mal in die Verlängerung geschickt. Jetzt ist er da, in tragbaren Einheiten, und genau das wovon wir immer geträumt haben: ein preiswerter Pinot Grigio, saftig, lecker, gut. Passt super zu „Pizza Endstazione“ (WAZ-Titel zum Italienspiel) und gibt geleert einen prima Fähnchenhalter ab.

Beschreibung: Stroh- bis Goldgelbe Farbe mit grünlichen Reflexen. Sehr fruchtiger Wein. Viel Frisches Obst und in der Nase elegante florale Aromen. Harmonisch und voll im Geschmack mit schöner Struktur.
Alkohol: 12,5% vol
Säure: 5,5 g/l
Restzucker: 3,5 g/l
Empfehlung: Gekühlt bei 8-10°C zu Antipasti, gebratenem Fisch und Krustentieren, weißem Fleisch, leichten Salatplatten und frischem Käse
77209 Cantina Tollo, Profumo Pinot Grigio 2005 Literflasche
Terre delle Osci IGT

   


 
Rocca Ventosa Trebbiano 2005 Rocca Ventosa Chardonnay 2005 Rocca Ventosa Cerasulo 2005
Cantina Tollo - Rocca Ventosa

Man könnte meinen, der Name der Genossenschaft sei dem Hirn eines deutschen Comedians entsprungen, der auf Italiener macht: „Isse echte tollo, der Vino von die Cantina, isse echte Cantina tollo!“ Toll ist in der Tat, was Önologe Gofredo Agostini und seine Mitarbeiter in den vergangenen zwei Jahrzehnten geleistet haben, aber benannt ist die Genossenschaft nach ihrem Heimatort Tollo, einem Abruzzenstädtchen im Süden Pescaras. Nach wie vor hat sie Vorbildfunktion für alle anderen Genossenschaften des Anbaugebiets an der mittleren Adriaküste, und keine andere kommt an die qualitative Konstanz ihrer Weine wirklich heran (mit Ausnahme vielleicht von Farnese Vini, aber das ist ein Privatunternehmen). Die DOCs Montepulciano d’Abruzzo und Trebbiano d’Abruzzo verdanken es zu einem guten Teil der Cantina Tollo, dass sie heute bei Weinfreunden in aller Welt einen respektablen Ruf genießen. Schön, dass den Marktstrategen der Genossenschaft der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen ist. Wer nach italienischen Weinen mit einem herausragenden Preis-Leistungsverhältnis sucht, kommt an ihr nicht vorbei.

Im Monat Juli zu interessanten Sonderkonditionen:
77202 Cantina Tollo, Rocca Ventosa Trebbiano 2005
Trebbiano d’Abruzzo DOC

77203 Cantina Tollo, Rocca Ventosa Chardonnay 2005
Chardonnay IGT

77204 Cantina Tollo, Rocca Ventosa Cerasulo 2005
Montepulciano d’Abruzzo DOC


 
"Vergissmeinnicht" - Château du Priorat

Alte Liebe rostet nicht, sagt man, aber jede(r) mit ein paar Jahren Beziehungserfahrung weiß, dass sie ohne regelmäßige Wartung schnell schwergängig wird. Mit Sortimentsweinen verhält es sich kaum anders. Ständig auf der Suche nach dem neuen, ultimativen Kick vergisst man leicht, wie aufregend die Schätzchen sind, die seit Jahren im Regal stehen. So ging's uns mit dem Bergerac Blanc und Rosé von Château du Priorat und würde es wohl auch weiterhin, wenn nicht ein wohlmeinender "Witzbold" die beiden in die Frühlingsweinverkostung geschmuggelt hätte. Frisch und knackig wie damals sorgten sie für heftiges Begehren in der Blindverkostung und betretenes Schweigen, nachdem der Schleier gelüftet war.

11535 Château du Priorat Blanc Sec 2005
Appellation Bergerac Contrôlée

55% Sémillion, 30% Sauvignon, 15% Muscadelle


 
Château Tour de Mirambeau rosé 2005 Rocca Ventosa Cerasulo 2005 Mirone Rosado 2005
So schmeckt der Sommer !
Drei saftige Rosés aus Frankreich, Italien & Spanien!

Der Fruchtige aus Frankreich:
Wilde Erdbeeren und Pfirsiche in der Nase bei heller Himbeerfarbe.
Harmonische Verbindung von Citrus- und Himbeeraromen im Geschmack.
Fein im Abgang. 100% Cabernet Sauvignon zeigen sich von ihrer besten Seite !
Vignobles Despagne, Château Tour de Mirambeau Rosé 2005, Bordeaux AC   (Art.Nr.11533)

Der Trockene aus Italien:
Die Montepulciano d'Abruzzo ist wohl eine der angesehensten Rebsorten Italien.
Auch dieser trockene und zarte Rosé von leichtem Rosarot mit lieblichem und feinem Bukett, stammt aus dieser Traube. Dabei ist dieser Wein nach den Worten seines Erzeugers aber "kein Roter und auch kein Rosé, sondern ein Wein mit eigener Autonomie und Persönlichkeit. Montepulciano d'Abruzzo ist eine großzügige Rebe."
Cantina Tollo, Rocca Ventosa Cerasulo 2005, Montepulciano d'Abruzzo DOC   (Art.Nr.77204)

Der Spritzige aus Spanien:
Mit Hilfe modernster Kellertechnik und der langen Erfahrung von Artiga & Fustel entstand aus 100% Grenache dieser knackige Rosé.
Die Floralen Aromen und seine angenehme Säure lassen diesen frischen und jungen Wein bei einer Trinktemperatur von 8°C zu einem optimalen Begleiter von Salaten, Tapas und Gegrilltem werden. Der Sommer im Glas!
Artiga Fustel, Mirone Rosado 2005, Vino de Mesa   (Art.Nr.80284)

In welchem Land der Sommer am schönsten ist, finden Sie wohl am besten selbst heraus. Deshalb bieten wir Ihnen unsere drei Rosés im Monat Mai schonmal als kleinen Vorgeschmack zu Sonderkonditionen an.


 
La Croisade Syrah 2005 La Croisade Viognier 2005
Aus unserer Frühlingswein-Selektion:

Preisrätsel - LGI
La Croisade Syrah & Viognier

Zwei echte Wonneproppen: der schlanke, muskulöse Weiße mit der typischen Frucht der Viognier-Traube und der saftig runde Rote aus 100 Prozent Syrah. Lecker, gut und …? Wir haben lange überlegt, wie wir LGI, das kryptische Kürzel für den Genossenschaftsverbund aus Carcassonne, übersetzen sollen, aber uns fiel beim besten Willen kein deutsches Wort für „preiswert“ ein, das mit einem „i“ anfängt. Wenn Sie eins kennen, schenken wir Ihnen dafür eine Flasche vom Viognier oder Syrah. Aber kommen Sie uns nicht mit Fügungen wie „infernalisch günstig“ oder „imposant Portemonnaie schonend“. Die hätten wir auch selbst hingekriegt.

51209   La Croisade Syrah 2005, Vin de Pays d'Oc

51214   La Croisade Viognier 2005, Vin de Pays d'Oc


 
Passerel weiß 2004 Salvalai Soave 2004
WM - FIEBER :
FRANKREICH vs. ITALIEN

SAINT SATURNIN
Passerel weiß 2004

Im Verkostungsraum der Winzer-genossenschaft von Saint Saturnin fanden wir ihn: den Stoff nach dem wir so lange gesucht hatten.
Ein frischer, weißer Landwein mit feiner Frucht, von schöner Farbe mit goldenem Schimmer sowie delikatem und blumigem Duft.

Die angenehm milde Säure der Grenache blanc macht diesen Wein bei einer Trinktemperatur von 10°C zu einem hervorragenden Begleiter von Meeresfrüchten und gegrilltem Fisch.

Alkohol : 12,5 % vol.

51164 Passerel 2004 weiß
VdP Mont Baudile

CANTINE SALVALAI
Soave Classico 2004

Strohgelbe Farbe mit hellgrünen Reflexen. Feiner Duft nach weißen Blumen (Weißdorn und Akazie).

Klar, fruchtig, frisch und zugleich sehr weich am Gaumen. Angenehmer Abgang, im Nachgeschmack feine Mandel-Nuancen.

Der blumige Charakter des Trebbiano di Soave, kombiniert mit den Aromen und der Langlebigkeit der Garganega-Traube, macht diesen Soave Classico zu einem Wein, der auch in 1-2 Jahren noch viel Freude bereiten wird.

Alkohol : 13,5 % vol.

71143 Cantine Salvalai 2004
Soave DOC Classico


 
Jean Buscher Dornfelder Trocken 2004
Beschreibung: Ein Dornfelder mit sanfter Fülle, der mit feinem Kirscharoma und einer typisch violetten Rotfärbung nachhaltig zu beeindrucken weiß. Die Aromaausprägung wird durch eine zurückhaltende, dezente Gerbsäure gefördert.
Rebsorte: 100 % Dornfelder
Weinbereitung: Nach der Lese werden die Trauben ohne Stengel und Stiele kurzzeitig erwährmt, um den Farbstoff aus den Schalen zu lösen. Nach behutsamem Auspressen der Maische und Klärung des Saftes, erfolgt in alten Eichenfässern eine langsame Gärung.
Zuckergehalt:
Säure:
Alkohol:
4.00 g/l
4.90 g/l
12.50 %Vol
Empfehlung: Idealer Begleiter zu delikatem Braten und milden Käsesorten, als auch leicht gekühlt zum Barbecue.
Trinktemperatur: 14 °C bis 18 °C
Trinkreif: Reifehöhepunkt nach 2 Jahren, weitere 3 Jahre genießbar.

40205 Jean Buscher Dornfelder Trocken 2004, Rheinhessen Qba


 
Cantina Tollo, Colle Secco - Rubino 2002

Man könnte meinen, der Name der Genossenschaft sei dem Hirn eines deutschen Comedians entsprungen, der auf Italiener macht: "Isse echte tollo, der Vino von die Cantina, isse echte Cantina tollo!"
Toll ist in der Tat, was Önologe Gofredo Agostini und seine Mitarbeiter in den vergangenen zwei Jahrzehnten geleistet haben, aber benannt ist die Genossenschaft nach ihrem Heimatort Tollo, einem Abruzzenstädtchen im Süden Pescaras. Nach wie vor hat sie Vorbildfunktion für alle anderen Genossenschaften des Anbaugebiets an der mittleren Adriaküste, und keine andere kommt an die qualitative Konstanz ihrer Weine wirklich heran (mit Ausnahme vielleicht von Farnese Vini, aber das ist ein Privatunternehmen).
Die DOCs Montepulciano d'Abruzzo und Trebbiano d'Abruzzo verdanken es zu einem guten Teil der Cantina Tollo, dass sie heute bei Weinfreunden in aller Welt einen respektablen Ruf genießen. Schön, dass den Marktstrategen der Genossenschaft der Erfolg nicht zu Kopf gestiegen ist. Wer nach italienischen Weinen mit einem herausragenden Preis-Leistungsverhältnis sucht, kommt an ihr nicht vorbei.

77199 Colle Secco - Rubino" 2002, Montepulciano d'Abruzzo DOC
Alkohol: 13 % vol. - 100 % Montepulciano - 13 Monate Barrique

Silber Medaille beim Mundus Vini 2005


 
Quadratisch, saftig, rund – XV Grenache 2004

Er hört auf den schlichten Namen Fünfzehn oder besser Qinze und ist die Quadratur des Kreises mit 15 % Vol. Kantenlänge: ein trocken ausgebauter Vin doux naturel aus Banyuls von alten Grenache-Reben.

Seine fünfzehn Prozent natürlichen Alkohol merkt man ihm kaum an, so gut verbergen sie sich hinter der gewaltigen Frucht von schwarzen Beeren. Mit jedem Schluck bekommt man das sprichwörtliche "Maul voll Wein" und bis in den Abgang findet sich keine Spur von oxydativen Noten, die so oft seine "süßen Verwandten" auszeichnen.

Als trockener Roter darf er sich natürlich nicht Banyuls nennen, sondern VdP Côtes Catalans, aber wen stört das schon bei so einem Wein. Da wir ihn zu einem Preis anbieten können, der Lust auf mehr macht, wird es auch niemanden stören, dass er in Deutschland exklusiv von uns vertrieben wird.

Alkohol : 15 % vol.   -   Restzucker : 2,55 g/l   -   Säure : 2,97 g/l

51182 XV Grenache 2004 , VdP Côtes Catalans


 
Domaine Traslepuy

Er hätte prima in unsere Rhône-Aktion im Oktober gepasst, aber die Muster kamen zu spät.

Der Lirac von Frederic Zobel ist ein Schwergewicht von der südlichen Rhône mit der Statur eines Châteauneuf-du-Pape. Vor gerade einmal fünf Jahren hat der junge Winzer die fünf Hektar große Domaine Traslepuy übernommen und mit der Umstellung auf biologischen Weinbau begonnen. Dass er schon jetzt die besondere Aufmerksamkeit der Fachwelt genießt, zeigt, dass da ein besonderes Talent am Werk ist. Sein kraftvoller Roter präsentiert sich ausgesprochen harmonisch mit einem Bukett von schwarzen Beeren, Gewürzen und Leder, viel Fleisch am Gaumen und schön eingebundenen Tanninen.

21233 Domaine Traslepuy rot 2004, Lirac AC
Bio-Kraftwerk - Domaine Traslepuy


 
Martinez Bujanda - Casa Solar

Die Weinbautradition der Familie Martinez Bujanda reicht mehr als hundert Jahre zurück. Ihr Weingut in der Rioja gehört zu den Betrieben, die den Ruf von Spaniens prominentestem Qualitätsweingebiet begründet haben. Nach wie vor machen ihre Weine der Linien Conde de Valdemar und Finca Valpiedra aber auch den Abstand deutlich, der einen erstklassigen Rioja vom großen Rest der spanischen Weinwelt trennt.

Hier werden keine Weine durch massiven Holzeinsatz künstlich hochgepäppelt, hier bekommen große Rote, die für sich stehen, durch den gekonnten Gebrauch von Barriques den letzten Schliff. Dass die Qualität ihrer Weine im Weinberg entsteht und nicht in den Eichenwäldern Frankreichs oder Amerikas, zeigen auch die im Stahltank ausgebauten Jungweine der Familie. Weine mit glasklarer, sortentypischer Frucht, die etwas Bujanda-Glanz in den Alltag bringen.

80264 Cosecheros y Criadores, Casa Solar Plata Tinto
100% Tempranillo – Ausbau 3 Monate im Holzfaß


 

Frisches aus Neuseeland

Konrad & Conrad beschäftigen einen der berühmten Flying Winemakers, und 1998 kommt der erste Konrad & Conrad Sauvignon Blanc auf den Markt. Jetzt setzt eine beachtenswerte Kette von Zufällen (?) ein, die jeden Chaostheoretiker in Entzücken versetzen würde, und irgendwann Anfang 2000 finden die ersten Tropfen Konrad & Conrad Sauvignon Blanc unsere Gaumen.

Wow, dachten wir, das kann doch nicht alles gewesen sein, mehr davon! Ein neuseeländischer Sauvignon reinsten Wassers (wenn das Bild hier erlaubt ist), dick wie Stachelbeermarmelade, aber nicht das kleinste Bisschen gekocht. Die Frucht explodiert im Mund und die feine Säure sorgt für Ordnung im Getümmel der Geschmackssensationen.

Nun hat bereits die fünfte Generation dieses frisch fruchtigen Erlebnisses, den Weg in unsere Lagerhallen gefunden.

Sie überzeugt durch eine schöne Struktur mineralischer Zitronen - & Limonenaromen, gekoppelt, mit tropischen Aprikosenaromen. Am Gaumen exquisite Citrusaromen und Passionsfrucht. Die lebendige, ausgewogene Säure unterstreicht die expressive Frucht und bereitet einen angenehm langen Abgang.

Alkohol 13 % vol.
Restzucker 3,7 g/l /
Säure 6,3 g/l

47000 Marlborough Sauvignon blanc 2004, Waihopai Valley & Wairau Valley sites


 

Eine Perle des Gardasees

Alle Wetter - Azienda Agricola Provenza

Provenza, Tenuta Maiolo, Lugana DOC 2004

Wenn’s am Gardasee mal schüttet, hat Fabio Contato seine Schäfchen längst im Trockenen. Auf seinem Weingut Provenza in dem kleinen Anbaugebiet Lugana südlich von Sirmione hat er eine Hightech-Wetterstation eingerichtet. Dank Online-Verbindung zum Wettersatteliten MeteoSat und direktem Draht zur europäischen Wetterstation in Shannon/Irland ist er jederzeit im Bild, wenn seinen Trauben Unheil droht. Es scheint zu helfen, denn bei der Verkostung seines Lugana dachten wir: Alle Wetter! Der Weiße füllt den Mund mit einer bezwingenden Leichtigkeit. Aromen von Mandeln, Äpfeln und Pfirsichen kitzeln die Nase. Viel Saft am Gaumen und gerade das rechte Maß an Säure machen ihn zu dem, was ein guter Lugana ist: Ein idealer Sommerwein, auch wenn der Himmel mal die Schleusen öffnet.

71140 Tenuta Maiolo, Lugana DOC

 

Château Calabre

Daniel Hecquet war lange Jahre als Oenologe beim Bergerac-Weinbauverband für die Beratung der angeschlossenen Winzer verantwortlich. Seit nun mehr als zehn Jahren hat er bewiesen, dass er nicht nur zum Segen anderer Winzer arbeiten kann, sondern auch in handfester Arbeit alle seine theoretischen Kenntnisse, die er an der Universtität Bordeaux erworben hat, in die Tat umsetzen kann.

11495 Château Calabre weiß 2004, Montravel AC
50 % Semillon, 40 % Sauvignon, 10 % Muscadelle

Duft von Aprikose und Pfirsich, konzentrierter und fruchtbetonter, dabei eleganter Weißwein mit frischem Abgang.

Alk.: 12,50 % vol.; Restzucker: < 2g/l; Säure: 3,8 g/l

 
     

Château du Campuget

Château de Campuget, seit 1941 im Besitz der Familie Dalle, erzeugt Weine der Güteklasse A.O.C. Costières de Nîmes. das Weingut umfaßt 160 Hektar und liegt zwischen Nîmes und Arles einige Kilometer vom rechten Ufer der Rhône entfernt im Herzen des A.O.C.-Anbaugebietes.

Der Boden ist durch eine Anhäufung runder Kieselsteine gekennzeichnet, deren Form auf den Anstieg des Rhônepegels im Quartär zurückzuführen ist. Die Reben können in diesem Erdreich tiefe Wurzeln schlagen, um dort das für ihr Wachstum notwendige Wasser aufzunehmen während sie die intensive Sonneneinstrahlung des mediterranen Klimas voll ausnutzen, die für das Ausreifen der Trauben wesentlich ist.

Château de Campuget produzieren vor allem Rotweine und Roséweine. Die wichtigsten Rebsorten sind Syrah und Grenache noir für die Weine der A.O.C. Güteklasse und Merlot für Landweine. Was die Weisweine anbelangt verwendet Monsieur Dalle Roussanne und Grenache blanc für Costières de Nîmes und Chardonnay für Landweine.

Das Weingut arbeitet zwar mit rostfreien Stahltanks und modernen Geräten für die Weinbereitung, aber der Ausbau der Weine bleibt traditionell. Ein Abfüllband sowie klimatisierte Weinlager und Versandhallen garantieren die Qualität der Erzeugnisse vom Rebstock bis in die Flasche.

21209 Château du Campuget Rosé 2004, Costiéres de Nîmes AC
70% Syrah, 30% Grenache noir

Der Wein hat einen tiefen Roséton, der fast in das Rot von Pfingstrosen übergeht. Das sehr aromatische Bukett duftet nach kleinen roten Früchten, wie Himbeere oder schwarze Johannisbeere. Im Mund ist er sowohl lebhaft als auch weich. Im Ausklang ist er sehr anhaltend und hinterlässt einen eleganten, fruchtigen Eindruck.

Alk.: 13,49% vol.; Restzucker: 2,5 g/l; Säure: 3,95 g/l;

 

Weischburunda – Kellerei Selbach

Von dem trinkt man schnell ein Gläschen zuviel, denn Johannes Selbachs feinherber Weißburgunder ist unverschämt süffig. Der Meisterwinzer von der Mosel sieht in dem ebenso harmonischen wie saftigen Weißen aus seiner Kellerei einen idealen Essensbegleiter, wir eher einen Angriff auf die Selbstdisziplin. Ratzfatz war die Literflasche(!) im Dauertest auch ohne feste Nahrung leer, in gelöster Stimmung der Korkenzieher bei der Hand und – wir wissen nicht mehr so genau, bei welcher Flasche – auch die artikulationsförderliche Dosis überschritten. Wir können daher nur ausdrücklich warnen vor diesem „glasse Weischburunda“.

40181 Selbach, Weißburgunder Fisch 2004
Mosel-Saar-Ruwer Qba
Alkohol: 12,1 %
Restzucker: 14,40 g/L
Säure: 8,4 g/L

 
Verdicchio dei Castelli di Jesi Classico Rosso Conero

Rot / Weiß im Mai bei Assemblage:

MANCARO CANTINA DI MONTECAROTTO

Hinter Terre Cortesi Moncaro verbirgt sich die Winzergenossenschaft des Dorfes Montecarotto in der Region Marken. Das Dorf liegt auf einem der typischen Hügel, schon recht nahe am Appenin, etwa 40 km vom adriatischen Meer entfernt. Felder und Weinberge mit sehr fruchtbaren Böden ziehen sich scheinbar ohne Rücksicht auf die schwierige Topografie schwindelerregend über Berg und Tal.
Dieses traditionelle Gefüge schlägt sich auch in der Mitgliederstruktur der Kooperative nieder, die 750ha Rebfläche teilen sich 600 Betriebe. Die Manager sind sympathisch und ausgesprochen kompetent. Sie fühlen sich der Kultur ihrer Region und der Identität ihrer Produzenten verbunden. Und arbeiten auch aus politischer und persönlicher Überzeugung mit großer Energie für das gemeinsame Wohl 'ihrer' Genossenschaft. Die Bauern werden technisch und wissenschaftlich begleitet und erhalten das ganze Jahr über Unterstützung beim Anbau ihrer Trauben. Auch bei den konventionell arbeitenden Mitgliedern fließen die Erfahrungen aus dem Bioanbau ein, so dass in letzten Jahren der Einsatz chemischer Hilfsmittel drastisch reduziert werden konnte.

77180 Moncaro, Terre Cortesi, Rosso Conero DOC 2002
85% Montepulciano, 15% Sangiovese
Barriqueausbau, 12,5% vol.
Rubinrot, Intensive fruchtige Aromen, harmonischer Abgang.

77179 Moncaro, Terre Cortesi, Verdicchio dei Castelli di Jesi Classico DOC 2004
100% Verdicchio – 12,5% vol.
Strohgelb mit grünen Reflexen, frische und aromatische Aromen von Zitrusfrüchten. Frischer und ausgewogener Geschmack.

 

One-Night-Stand – Vignobles Laplace

Nur eine einzige Nacht auf der Maische gestattete Jean-Luc Laplace als gestrenger Kellermeister seinem Rosé aus den Rebsorten Tannat und Cabernet Franc. Temperaturreguliert, versteht sich, damit es bei der Gärung nicht zu heiß hergeht. Trotzdem muss die Umarmung mit den festen Bestandteilen der Trauben äußerst leidenschaftlich gewesen sein, denn der Landwein aus der Gascogne zeigt sich ungemein konzentriert. Schon der erste Blick ins Glas offenbart ein tiefes Rose mit dunklen Reflexen, daraus steigt der Nase ein dicht gewebtes Bukett von roten Beeren und Blüten entgegen. Im Mund dann der Saft, aus dem Rosé-Träume sind: weich und geschmeidig, mit satter roter Frucht und einer bemerkenswerten Frische. Genießen Sie ihn „temperaturreguliert“ bei zehn bis zwölf Grad, dann bleibt es bestimmt nicht bei einer Nacht.

11485 Les Sarments rosé 2004 de Pierre Laplace
VdP des Côtes de Gascogne

11486 Les Sarments rosé 2004 BiB 5Liter

 

Reifer und zarter Bordeaux von Alain Vironneau:

Technische Daten:

Ort:Salignac
Das Weingut:
Kategorie: AOC Bordeaux Supérieur
Boden: Ton-Kalk-Boden
Rebsorte: Merlot 60%, Cabernet Sauvignon 25%, Cabernet Franc 15%
Weinbereitung Einmaischen (30 bis 35 Tage)
Lagerung im Holzfass 12 bis 18 Monate (1/3 neuer Fässer)
Zuckergehalt: 1,6 g/l Säure: 3,19 g/l Alkoholgehalt: 12,5 % Vol.

Beschreibung:

Das Gut verfügt über etwa 14 ha, die Weinberge liegen alle nach Süden. Der Boden besteht aus Kalk, der die Sonnenstrahlen zusätzlich reflektiert und bringt so Trauben hervor, die besonders elegante und feinnervige Weine entstehen lassen. Die Weine werden zunächst im Holzfaß ausgebaut und reifen dann bei etwa 15°C in der Flasche weiter.

Aromen von schwarzen Johannisbeeren, ausgeglichene Tannine, langer & eleganter Abgang

11367 Château Majureau Sercillan rot 2001
Bordeaux Supérieur AC

 

Cave de Tain l’Hermitage, Syrah 2002

Im Herzen des Rhône-Tales gelegen, in der Nähe der Sonnen-Autobahn und am Fuße des Hügels von Hermitage (Einsiedelei), befindet sich seit 1933, als sich etwa 100 Winzer unter der Leitung von Monsieur Gambert de Loche zusammenschlossen, die Weingärtnergenossenschaft von Tain l’Hermitage.
Sie verarbeitet ca. die Hälfte der Gesamt-Produktion der fünf wunderbaren Appellationen der nördlichen Côtes-du-Rhône:
Hermitage & Crozes-Hermitage, Saint-Joseph, Cornas & Saint-Péray.
Die Reben werden auf granitischen Terrassen angebaut oder auf Boden mit Eiszeit-Anschwemmungen.
Die Lichtfülle und das Klima mit Mittelmeer-Einfluss tragen dazu bei, dass diese Weinberge eine bevorzugte Lage haben.
Die einzigartigen Reben, Syrah für die Rotweine und Marsanne für die Weißweine, sind ebenfalls Garanten einer gleichbleibenden Typisierung.

21195 Cave de Tain l’Hermitage, Syrah 2002
Vin de Pays des Collines Rhodaniennes

Zuckergehalt: 0,3g/l
Säure: 3,8 g/l
Alkoholgehalt: 12% vol

Beschreibung: dunkles purpurrot mit granatroten Reflexen, Aroma von schwarzen Johannisbeeren, Himbeeren und Unterholz, kräftig und weich, ausgeprägte Tanninstruktur
! Neue Ausstattung Der Wein hat eine neue, modernere & edlere Ausstattung erhalten.

 

Château Tour Boisée, Marie-Claude et Jean-Louis Poudou in 11800 Laure

Hefeflüsterer – Domaine Subremont
In Erziehungsfragen steuern Jean-Louis und Marie-Claude Poudou einen geraden Kurs: Für ihre Carignan-Reben verwenden sie ausschließlich den Gobelet-Schnitt, der Blattwerk und Trauben an den aufrecht wachsenden Stöcken optimale Sonneneinstrahlung gewährt. So konsequent sie aber bei der Reberziehung sind, im Keller geben sie einem gewissen Laisser-faire den Vorzug und beschränken sich so weit es geht auf die Rolle des Zuschauers. Hier flüstert das Winzerpaar aus Laure im Minervois-Gebiet den Hefen nur ein aufmunterndes „Gärt, gärt!“ zu. Ihre Arbeit haben sie im Weinberg geleistet und jetzt muss der Wein zeigen, was er kann. Dass die Hefeflüsterer mit ihrer Methode Erfolg haben, zeigen sowohl der rote Carignan als auch der weiße Sauvignon. Die beiden Landweine haben die Aromen ihres Terroirs aufgesogen und schmeicheln dem Gaumen mit satter Frucht. Der Sauvignon kommt vielleicht ein wenig mollig und lasziv daher, aber nicht nur Gastritisgeplagte werden an dem üppigen Weißen ihre Freude haben.

Boden: Ton Kalk

Beschreibung: Aromen von reifen roten Früchten, geschmeidige Tannine mit Noten von Brombeeren und Johannisbeeren.

Rebsorte: 100 % Carigan (Alte Rebstocke)

Weinbereitung: Temperaturkontrolliertes Einmaischen (maximal 8 Tage). Abfüllung Ende März

Alkoholgehalt: 12,98°C.
Restzucker: 0,72 g/l
Säure: 3,19 g/l

Besonderes Die Minervois-Weine von Marie-Claude und Jean-Louis Poudon genießen weltweit einen sehr guten Ruf und werden regelmäßig in Weinliteratur erwähnt.

51071 Dom. De Subremont Rot 2003, VdP des Côtes de Peyriac

 

Neu im Programm : Fattoria di Grignano, Pontassieve (FI)

Der Betrieb, der sich auf einem Hügel östlich vom Fluß Sieve befindet, ist mit Olivenbäumen, Weinreben, Obstbäumen und Getreide bebaut und erstreckt sich auch über weite Wälder. Imposante Gebäude, deren Bau zum Teil bis in die Renaissance zurückgeht, wurden restauriert und vollenden das harmonische Bild der Fattoria.

Grignano wurde im 15. Jahrhundert von dem Marquisen Gondi gebaut. Der Betrieb wurde 1972 von der Firma Mida Milano s.r.l. , der Familie Inghirami gekauft und wird seit 1982 von Herrn Massetti geleitet.

Das Gut umfasst 40 ha – Die traditionellen Rebsorten wie Sangiovese, Canaiolo, Malvasia und Trebbiano werden ergänzt durch einen kleinen Teil Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah zur Verfeinerung der Rotweine, sowie Chardonnay für Weißweine.

75143 Chianti Rufina 2000, DOCG

75101 Chianti Rufina Riserva, 1996 DOCG

 

Preisbewusst – Patamar Riserva:
Bodegas Heredad de Aduna

In seiner Rolle als Enfant terrible unter den Winzern Portugals fühlt sich José Neiva anschei-nend recht wohl. Mit Sprüchen wie „die meisten portugiesischen Weine sind zu teuer für das, was sie bieten“ ist ihm die Aufmerksamkeit der Fachpresse und der Zorn seiner Kollegen sicher. Er kann es sich leisten. Mit seiner ganze vier Jahre jungen Kellerei feiert er phänome-nale Erfolge. Dabei ist sein Konzept ebenso einfach wie einsichtig: Er produziert anspruchs-volle Weine mit maximalem Preis/Leistungsverhältnis und verzichtet bewusst auf Prestige-weine, die kaum jemand bezahlen kann. „Mich interessieren keine Rolls Royce- oder Bentley-Weine, ich möchte einen Mercedes zum Preis eines Volkswagen machen oder besser noch eines Skoda.“ So ganz skoda ist der Preis für seinen Patamar Riserva aus dem Douro zwar nicht mehr, aber dafür bekommen Sie auch S-Klasse: Einen wunderbar warmen, weichen Roten mit beeindruckender Struktur und einer Länge, die eindeutig in die Oberklasse reicht.

40087 José Neiva, Patamar Riserva 1999, Douro DOC
Rebsorten: Touriga Franca, Tinta Roriz

 

 

Bodegas Heredad de Aduna

Die Familie Aduna ist seit drei Jahrhunderten im Weinbau verwurzelt, aber erst 1987 konnte der Wunschtraum der Familie mit der Gründung des Weinguts Heredad de Aduna Gestalt annehmen. Seitdem geht es steil nach oben mit dem Namen Aduna. Ihr junger Rioja "Retum" beweist das ganze Können von Jose, Oscar und Femando, der jungen Generation der Familie Aduna.

80239 Retum Joven rot 2003, Rioja DO
Ganz aus Tempranillo-Trauben gekeltert, kitzelt er den Gaumen mit einer lebhaften Frucht und gibt sich für einen Jungwein ungebührlich vollmundig.


 

Bodegas Palmera

"Um eine maximale Weinqualität zu erhalten werden alle unsere Trauben selektiv von Hand geerntet. Im Weinberg und im Keller arbeiten wir nach ökologischen Grundsätzen", heißt es in der Weingutsbeschreibung von Bodegas Palmera. Wir bieten Ihnen heute zwei Weine aus der Produktion der Bodegas an, die uns im dritten Jahr in Folge mit Ihrer Qualität überzeugt haben.

80229 Bobal y Tempranillo 2002/03, Utiel-Requena DO
Tempranillo- und Bobaltrauben. Die spanische Erde, die südliche Sonne und eine schonende Vinifizierung geben diesem Wein seine unverwechselbare Art. Fruchtiges Aroma nach Süßkirschen und Mandeln, klarer Ausdruck, kräftige Tanninstruktur.

80230 Vina Cabriel rot 2002, Utlel-Requena DO
100% Tempranillo. Dieser Wein reifte zu 30010 in Barriquefässem. Geprägt wird der Vina Cabriel von opulenten Aromen nach Cassis und Holunder, die von zarten Holz- und Röstnoten untermalt werden. Reife Tannine, am Ende schöne, süße Frucht.

 

Wärme aus dem Languedoc und Erfrischung aus dem Latium:

50998 Château de Vaugelas, Le Prieuré 2001, Corbiéres AC

Jean-Michel, Laurent, Olivier et Jérôme Bonfils in 34310 Montady
30% Grenache, 35% Syrah, 30% Carignan, 5% Mourvédre.
Karbonische Maischegärung für die Syrah und Mourvédre, Lagerung im Holzfass.
Violett-rote Farbe, Aromen von reifen schwarzen Früchten und Lakritz
Samtiger Geschmack mit vielen Früchten und Gewürzen.

 

76037 Produttori Frascati, San Matteo 2003, Frascati DOC

Cantina Produttori Frascati “San Matteo”
Trebbiano Toscano und Malvasia
Traditionelle Weinbereitung im Thermo-Edelstahltank.
Trocken ausgebaut. Frische Aromen von Zitrusfrüchten,
spritziger und frischer Säure, erfrischender Geschmack.


 

 

Sommerliche Angebote:

Nur solange der Vorrat reicht:

Valdemar Rosado - Rioja DOC

100% Garnacha.
Ein Wein mit brillanter "erdbeer-rosé"-Farbe, mit intensiven, sehr fruchtigen Aromen.
Köstlich und frisch mit angenehmer Säure.

80216 Valdemar rosado 02 zum sagenhaft günstigen Preis

 

La Vieille Ferme - VdP de la Principauté de l'Orange

Feinfruchtiger Wein mit reifen Kirscharomen. Weich, saftig und harmonisch.
Ein guter, universeller Speisenbegleiter.

21106 La Vielle Ferme 01 rouge
Angebot 12+1 bei Abnahme von 72 Flaschen


 

PROVA „A“ Sangiovese 2003

Sommerprova - Cantina Tollo
Unter Italienfreunden ist die Cantina Tollo längst kein Geheimtipp mehr, aber ihrem Erfolgs-rezept sind die Mitglieder der Genossenschaft in Ortona treu geblieben: Viel Wein fürs Geld. Ihr Montepulciano d’Abbruzzo „Prova A“ ist seit Jahren ein Renner in unserem Sortiment. Jetzt haben sie auf unser Bitten und Drängen dem vollmundigen, weichen Roten mit ausge-sprochenen Winterqualitäten ein sommerliches Gegenstück zur Seite gestellt: den „Prova A“ Sangiovese aus der Leitrebsorte des Chianti. Weinig und voll wie sein Bruder, aber mit der knackigen Frucht der Sangiovese etwas leichtfüßiger. Passt ideal zur sommerlich leichten Küche oder auch nur zum Abhängen auf der Terrasse.



 

Roter Gamay für den Sommer!

Am 21. Juni fängt der Sommer an. Im Sommer werden vor allem gekühlte Getränke getrunken, und es wird ganz selten an Rotwein gedacht. Stellen Sie sich vor, ein gekühlter Beaujolais Villages (ca. 8°C) oder Fleurie (10 bis 12°C), sein Aroma von roter Kirsche, dieser geschmeidige und cremige Geschmack mit einem vollen fruchtigen Abgang. Als Aperitif mit einem Schuss Cassis Likör, pur zu gegrilltem Fleisch oder einfach so zu genießen! Ab und zu muss es etwas anderes sein!

20938 Cave de Fleurie, Beaujolais Villages AC 2000
20939 Cave de Fleurie, Cardinal Bienfaiteur, Fleurie AC 2000
90291 Créme de Cassis, Warenghem


 
     
   
   
     

Luxuriös-Artiga & Fustel, Mirone Rosado2003 (Art.Nr.80236),


Holla! Was für ein Rosé! Frucht, Frucht, Frucht und das sprichwörtliche „Maul voll Wein“ in kräftigem Rosa. Mit ganzen 37 Hektolitern je Hektar von im Schnitt 23 Jahre alten Grenache-Reben leisten sich Artiga & Fustel für ihren Mirone Rosado einen luxuriös niedrigen Ertrag. Weniger Trauben am Stock bringen mehr Konzentration oder schlicht mehr Geschmack. Das ist unter Önologen ein Geheimnis und bei großen Rot- oder Weißweinen der kostspielige Weg zur (Wein-)Seligkeit. Bei einem alltagstauglichen Rosé aber ist das eine Kampfansage an den Wettbewerb. Die Jungdynamiker Artiga & Fustel aus Vilafranca del Penedès sind angetreten, die spanische Weinszene aufzumischen. Mit ihrem Mirone Rosado zeigen sie der Konkurrenz schon mal, wo künftig der Hammer hängt.


 
     
     
 
 
 
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